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Zimmervermittlung

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Nicht mehr glücklich mit AirBnB

AirBnB ist eigentlich eine schöne Sache: Privatwohnungen bzw. -zimmer suchen, eine große Auswahl finden, hübsche Bilder und Beschreibungen durchgehen, sich für eine Wohnung entscheiden – und glücklich mieten, tageweise oder wochenweise, ganz wie gewünscht. Oder auch sein eigenes Apartment für einen horrenden Preis selbst anbieten, um auf der Straße lebend seinen nächsten Urlaub zu finanzieren. Nein, das natürlich nicht. Also ein Deal, bei dem alle glücklich sind. AirBnB habe ich auch immer den Rivalen 9flats.com oder wimdu.com vorgezogen, da die Auswahl – so meine Erfahrung – größer war, die Navigation userfreundlicher und ich generell kein Freund von Klonen bin.

So bin ich auch wenig überrascht, dass sich AirBnB extrem positiv entwickelt hat, wie sich bei Social Media Statistiken prima nachvollziehen lässt. Doch langsam bekommt dieses Konzept in meinem Kopf seine Risse, die für die Zukunft wieder Bed & Breakfast Optionen interessanter werden lassen.

Riss Nummer 1: Transparenz
Seit einem längeren Gespräch mit einer Wohnungsanbieterin verstehe ich das Geschäftsmodell besser. Ein Anbieter wie Airbnb verdient nicht nur am Mieter der Wohnung (Vermittlungsprovision 10%), sondern auch beim Vermieter (Angebotsprovision 3%). Zusammen also stolze 13 Prozent. Ein Anbieter wie ImmoScout24 erhält seine Provision nur von der einen Seite. Nicht schlecht also für AirBnB – und ganz praktisch, da davon nur diejenigen erfahren, die gleichzeitig mieten und vermieten. Muss ich das jetzt wirklich transparent finden?

Riss Nummer 2: Verfügbarkeit
Ich bekomme immer mehr Zweifel an der Verfügbarkeit der Angebote. Da wird auf den Portalen gezeigt, dass „Die Kalender alle 5 Minuten aktualisiert werden“ – natürlich mit der Ergänzung dass dies nur „an approximation of availability“ sein kann. Nur diese „approximation“ macht langsam jede Planung zunichte.

Buchungskalender bei AirBnBDenn wenn von drei angefragten Wohnungen plötzlich alle drei besetzt sind, obwohl die Kalender – wie in der Abbildung links für das Wochenende 08.-10.06.2012 – noch „frei verfügbar“ anzeigen, dann fühle ich mich als Suchender veräppelt, um es ganz vorsichtig zu sein. Werde ich an die Webseite über ein Vielfalt an Angeboten gebunden, die aber dann gar nicht mehr verfügbar sind? Wenn dies mir einmal passiert wäre okay; aber nachdem mir dies innerhalb kürzerer Zeit jetzt für Venedig, Wien und aktuell Amsterdam passiert ist, macht eine Reiseplanung nicht wirklich mehr Spaß.

Daher, liebes AirBnB: Wenn ihr mich – und sicherlich nicht nur mich – weiterhin als beständigen Kunden haben wollt, dann solltet ihr dies schleunigst verbessern. Denn Kunden – und das lernen wir noch in dieser vernetzten Social Web jeden Tag – kommen schnell, sind aber mindestens genauso schnell auch wieder weg.

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