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Gedankenspiele-Lesetipps vom 26. Juni 2015

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

9 Features, die eine mobile Website enthalten sollte

Auf ActiveMobi habe ich diese interessante Infografik entdeckt. Sie beschreibt 9 Features, die eine Website enthalten sollte, um Nutzer mobiler Endgeräte zu erreichen. Auch wenn die Infografik schon ein Jahr alt ist, so beschreibt sie doch ganz gut die wichtigsten Aspekte – gerade in Zeiten, in denen nicht nur für Google & Co. die mobile Nutzbarkeit zu einem zentralen Rankingkriterium geworden ist.

Top 9 Features Mobile Consumers Want On Your Mobile Website-Infographic

9 Features, die eine mobile Website enthalten sollte

Courtesy of: ActiveMobi

Lektionen: Danone, was hast du mit deiner Startseite gemacht?

In meinen Seminaren und Coaching-Workshops rund um Online-PR und Online-Marketing beschäftigen wir uns regelmäßig mit der Bedeutung von Unternehmenswebseiten – insbesondere als zentraler Hub für die Gesamtkommunikation. Aspekte wie Aktualität, Mehrwert, Usability, Barrierefreiheit, Dialog, Community-Building stehen dann als Kriterien auf dem Programm.

Die Startseite www.danone.de

Die Startseite http://www.danone.de

Vor allem diskutieren wir viel darüber, wie wichtig gerade die Startseite ist und wie sie ihre diversen Ziele und Zielgruppen erreichen kann.

Bei meiner Recherche für künftige Übungsaufgaben bin ich auf diese Webseite von Danone gestoßen. Und konnte nur noch mit dem Kopf schütteln. Stopp, ich will jetzt nicht über modernes Design streiten und auch nicht über die Sammelcoupons, die man rechts aus der Webseite „ausschneiden“ kann ;-).

Ich stelle mir u.a. drei ganz andere Fragen:

a) Verteilerseite: Danone nennt diese Seite im „title“ „Danone Verteilerseite“. Verteilerseite? Sprechen wir hier nicht von der zentralen Startseite des Unternehmens und damit der wichtigsten Eingangsseite, über die die meisten User kommen werden? Diese Bezeichnung wirkt sich ebenfalls nicht gerade positiv bei der nächsten Google-Suche aus.

Ergebnisse der Suche nach dem Begriff "Danone" auf google.de

Ergebnisse der Suche nach dem Begriff „Danone“ auf google.de

Nennt man „Danone Verteilerseite“ ein gutes Branding, das Nutzern sofort ins Auge sticht? Zeigt es Gründe für den Klick auf? Wer sich wundert, dass unter dem Link in der Suche keine Beschreibung der Seite auftaucht, wie beispielsweise bei den beiden anderen hier gezeigten Seiten, so lässt sich dies schnell erklären: Danone hat es vergessen unterlassen, die „Description“ in den Metatags auszufüllen. Dabei wirkt sich diese durchaus positiv auf die Klickraten aus, da sie Usern sofort vermittelt, was diese nach dem Klick auf der Seite erwarten können.

b) Presse/Newsroom: Ein Kästchen auf der Homepage trägt den Titel „Presse/Newsroom“, in dem die News und Pressemitteilungen eingespielt werden. Blicken wir genauer drauf: 20.08.2012, 10.07.2012, 30.11.2012, 14.11.2012 und das Ganze wieder von vorne. Eine durchaus sonderbare Reihenfolge. Und vor allem: Warum sind denn all diese Nachrichten mindestens zwei Monate alt? Bei einem Klick wie hier beispielsweise auf den 10.07.2012 sowie etwas scrollen – ich musste erst verstehen, dass sich die News unterhalb des fetten Kastens zur Suche nach Pressemeldungen verbergen – wird deutlich, dass das Unternehmen seit November keine Pressemitteilungen mehr publiziert hat. Warum zeige ich dies so deutlich bzw. warum zeige ich diese überhaupt noch? Schließlich wird es kaum einen Medienvertreter oder Influencer interessieren, was im Juli oder August des vergangenen Jahres publiziert wurde.

c) Unterseiten: Mir bleibt völlig unklar, warum Danone sich mit dieser Seite als Homepage präsentiert. Wer auf die Links zu den einzelnen Bereichen klickt – ob Unternehmen, Marken, Nutzergruppen, Social Media Kanäle –, der findet deutlich modernere Unterseiten sowie ein von mir durchaus geschätztes Blog, die mich sicherlich nicht zu diesem Blog-Post gebracht hätten. Hat es das Unternehmen vergessen, bei ihrem letzten Relauch auch die Startseite zu berücksichtigen? Oder legt es keinen wirklichen Wert auf die eigene Startseite? Kaum vorstellbar …

Fazit: Manchmal verstehe ich Unternehmen wirklich nicht. Es zeigt sich aber mal wieder, dass auch in Zeiten des Social Webs Unternehmen sich intensiv mit ihrer Homepage beschäftigen sollten, da diese für viele Stakeholder weiterhin das erste Eingangstor bleiben wird.

Impressumspflicht im Internet: Tipps und Tools im Überblick

Im Zusammenhang mit Abmahnungen bei Facebook ist in den letzten Tagen vielfach über die Impressumspflicht in den Social Media Kanälen diskutiert worden – das heißt für Seiten, die nicht rein privat sind. Darauf aufbauend habe ich die wichtigsten Tipps, Tools und Hinweise zu allen Online-Kanälen mal kurz zusammengefasst.

Impressumspflicht bei Webseiten und Blogs
Auf der Webseite Net & Law lässt sich der Webimpressum-Assistent prima dafür einsetzen, sich ein rechtssicheres Impressum für seine Webseite oder sein Blog erstellen zu lassen. Kleine Einschränkung: Der Haftungshinweis „Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links …“ ist heute praktisch hinfällig.

Impressumpflicht bei Webseiten plus Google Analytics Disclaimer
Wer Google Analytics auf seiner Webseite nutzt, muss Nutzer darauf im Impressum oder in einem eigenen Punkt „Datenschutz“ hinweisen. Welche Inhalte hier angegeben werden müssen, lässt sich über die Webseite des Anwalts Sören Siebert auswählen und integrieren.

Impressumspflicht bei Webseiten plus Social Media Plugins
Wer seine Webseite mit den eigenen Social Media Kanälen per Plugin verknüpft hat, sollte nicht vergessen, darauf im Impressum hinzuweisen. Einen eigenen Disclaimer zur Nutzung – ob zu Facebook-Plugin, Twitter und/oder Google+ – lässt sich ebenfalls auf eRecht24 erstellen und über einen Quell-Code in die eigene Webseite einbinden.

Impressumspflicht in E-Mail-Newslettern
Es sollte sich herumgesprochen haben, dass auch jeder E-Mail-Newsletter ein Impressum benötigt. Der erwähnte Webimpressum-Assistent bei Net & Law lässt sich hierzu als Anleitung nutzen. Ein Hinweis dazu: Aktuell muss noch ein komplettes Impressum in einen Newsletter integriert werden; der reine Link vom Newsletter auf das eigene Website-Impressum ist derzeit noch nicht ausreichend. Ach ja: Wer sich etwas tiefer mit den rechtlichen Fallstricken im E-Mail-Marketing auseinander setzen will, die leicht verständliche „Richtlinie für zulässiges E-Mail-Marketing“ des eco-Verbandes hilft mir seit Jahren weiter.

Impressumspflicht bei Facebook
Der Rechtsanwalt Thomas Schwenke hat auf allfacebook.de eine perfekte Anleitung geschrieben, wie sich Facebook-Seiten innerhalb weniger Minuten mit einem rechtssicheren Impressum versehen lassen – und zwar am Besten direkt sichtbar in der Infobox.

Impressumspflicht bei Twitter
Jede Twitter-Seite, die nicht rein privat ist, benötigt ein Impressum. Dieses lässt sich am rechtlich sichersten in das Feld „Bio“ integrieren – inklusive Linkverkürzer. Wie erklärt Thomas Schwenke hier. Sollte der Linkverkürzer irgendwann eingestellt werden und damit nicht mehr funktionieren, muss sofort ein neuer Verkürzer oder der ausführliche Link gesetzt werden. Ansonsten verliert dieser Impressums-Hinweis natürlich seine rechtliche Gültigkeit.

Impressumspflicht bei Google+
Bei Google+-Seiten ist zwischen Personenprofil und Unternehmensseite zu unterscheiden. Während sich bei Personenprofilen ein Impressum einfach in „über mich“ integrieren lässt, ist dies bei Unternehmensseiten deutlich unklarer. Eine Infobox wie bei Facebook existiert schließlich nicht. Thomas Schwenke erklärt hier, wie man dieses Problem dennoch rechtssicher lösen kann – zumindest aus heutiger Sicht.

Impressumspflicht bei YouTube
Auch die Firmenpräsenz auf Youtube benötigt ein eigenständiges Impressum. Dieses lässt sich als Text oder Link schnell und einfach in das „Über mich“ integrieren.

Impressumspflicht bei Pinterest
Auch wenn es derzeit noch nicht groß diskutiert wird – zumindest mir nicht bekannt -, so ist fest davon auszugehen, dass Pinterest-Seiten, die nicht rein privat sind, ein Impressum benötigen. Dazu lässt sich ein Link auf das eigene Impressum am einfachsten und damit für alle sichtbar direkt in „about“ integrieren.

Gedankenspiele zu Online Relations vom 25.06.2012

Online-Journalismus-Blockseminare an der Hochschule Hannover, Social Media Workshops an der Evangelischen Medienakademie, Online-Marketing-Seminare am IMK sowie einige Beratungsjobs haben meine regelmäßigen Lese-Tipps etwas verzögert. Aber jetzt sind sie wieder da. Schließlich ist einiges in der Zwischenzeit geschrieben worden.

Tipps für die Medienarbeit
Das PR-Journal hat sich Gedanken zur professionellen Medienarbeit gemacht und zwei Info-Blätter zum Thema Pressearbeit und Online-Pressearbeit publiziert. Mit diesen Infos als Basis hat sich der geschätzte Helge Weinberg Gedanken über seine Lehrjahre gemacht. Parallel hat auch Martin Weigert auf netzwertig Unsitten in der Pressearbeit aufgezählt. Manchmal muss man leider den Kopf schütteln.

Leitfaden für das Crowdsourcing
Ich bin ein Freund der strategischen Ansätze. Und dies überall. Da auch jede – derzeit modische – Crowdsourcing-Planung einer sorgfältigen Vorbereitung bedarf, hat das gleichnamige Blog einen Leitfaden geschrieben, der die Umsetzung schrittweise begleitet. Wer diesen Beitrag liest, dem wird auffallen, wie stark die Vorgehensweise einem klassischen PR-Konzept gleicht.

SEO für Videos
Gerne wird vergessen: YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Und angesichts der 72 Video-Stunden, die pro Minute hochgeladen werden, ist der Kampf um eine gute Präsenz hoch. Ein ausführlicher Bericht im tagSeoBlog hat sich jetzt den Kriterien gewidmet, damit ein Video in der YouTube-Suche möglichst weit vorne gelistet wird.

RSS-Feed fur Pinterest
Ich bin ein absoluter RSS-Fan – und liebe vor allem die großartige mobile App von Silvio Rizzi. So ziemlich alles versuche ich über das kleine orangene Quadrat abzurufen. In diesem Kontext sehr praktisch: Das Social Media Marketing Blog hat jetzt aufgezeigt, wie einfach sich selbst Pinterest-Accounts bzw. Pinterest-Boards per RSS abonnieren lassen.

Sicherheit für Facebook
Angesichts zunehmender Hacker-Angriffe auf die Sozialen Netzwerke – wie kürzlich bei LinkedIn -, hat Thomas Hutter einen längeren Beitrag publiziert, welche schmutzigen Tricks besonders beliebt angewendet werden, auf was Facebook-Nutzer besonders Acht geben sollten und welche Maßnahmen sich dagegen ergreifen lassen.

Monitoring bei Otto
Wenn auch schon ein paar Tage alt: Die Case Study zum Social Media Monitoring bei Otto bleibt lesenswert – insbesondere auch in der Verzahnung zwischen Kundenservice und Social Media.

Lesestoff fur Onliner
Der fleißige Daniel Rehn hat 5 – äußerst umfangreiche – Präsentationen zu seinen Vorlesungen Online / Social Media bei Slideshare zur Verfügung gestellt. Und auch wenn sie teils etwas vollgepackt sind: Jeder Dozent oder Berater wird darin zahlreiche Anregungen für seine Arbeit finden. Mich haben die Folien immerhin schon mal 4 Stunden Lesen gekostet. Aber es hat sich gelohnt ;-).

Tool-Tipp: Webseiten-Geschwindigkeit
Nicht nur für SEO-Zwecke sondern auch für die Usability ist sie ein entscheidender Faktor: Die Geschwindigkeit, mit der sich die eigene Webseite lädt. Natascha Ljubic hat 5 Tools zusammengestellt, mit der sie sich messen und überprüfen lässt. Auch wenn die Ergebnisse doch sehr unterschiedlich sind ….

Website-Analyse: Der Deutsche Alpenverein nach dem Relaunch

Die Webseite des Deutschen Alpenvereins (DAV) zählt zu den Seiten, die ich seit Jahren im Unterricht oder bei Beratungen gerne zeige. Schließlich lässt sich anhand des aufwändigen und umfangreichen Service-Bereiches gut aufzeigen, welche Möglichkeiten sich Unternehmen per Webseite bieten. Zudem kann solch ein Online-Service durchaus dazu beitragen, beispielsweise die eigenen Kosten bei Hotlines deutlich zu reduzieren – auch eine Form der Refinanzierung.

Kürzlich wurde die Seite des Alpenvereins (DAV) gründlich relauncht, wie mir das geschätzte Designtagebuch hier angezeigt hatte. Zeit für einen Blick drauf.

Der visuelle Eindruck
Es ist offensichtlich: Der Deutsche Alpenverein will nach außen ein modernes, lebhaftes Bild abgeben. Im Vergleich zum eher nüchternen Auftritt ist die neue Webseite „magaziniger“ geworden: Eine kompakte und in der Sichtführung deutlich reduzierte Navigation auf der linken Seite, starke Bilder im Zentrum, mit aussagekräftigen Fotos ergänzte News im Zentrum der Webseite, die sich zudem per RSS abonnieren lassen. Doch ganz rund wirkt die Seite nicht: Die Schriften und visuellen Elemente wie die erdrückende, massive Felswand im Hintergrund verhindern ein einheitliches Bild, wie das Designtagebuch zu recht schreibt: „Die verschiedenen Stile in Kombination mit den drei Schriften und den zu vielen Grüntönen wollen einfach nicht zu einer Einheit verschmelzen.“

Die Navigation
Über die linke Spalte kann sich jeder durch den Informationsbereich der Webseite klicken – und findet dabei Texte, Fotogalerien, Videos. Was schade ist: Der dargestellte Teaser-Text ist oftmals zu kurz gehalten, damit User die Inhalte begreifen können und aus Interesse dann den „weiter“-Link anklicken. Außerdem: Warum erhalten die Beiträge wie z.B. die Tour der Woche nicht auch in der Teaser-Version ein Datum? Dieses Problem wird sich durch die gesamte Webseite ziehen. Auch nicht schön: Wer auf die Themen klickt, erhält stets abwechselnd Erlebnisberichte, Informationen, News, Kalendereinträge etc.. Eine klare Struktur wäre hier hilfreich und besucherfreundlich.

Im rechten Kopfbereich findet sich neben „Werde Mitglied“ die bei mir so beliebten „DAV Services“. Ein Klick genügt und schon öffnet sich die Welt zu Bergwetter, Hüttensuche, Kletterhallen, Alpine Auskunft, Lawinenlage und noch viel mehr nützlichen Informationen, die jeder Alpen-Fan benötigen kann. Diese Services sind weiterhin absolut vorbildlich.

Die Medienansprache
Über den Link „Presse“ auf der ersten Ebene gelangt man in den Pressebereich. Und hier gehen die Probleme gleich los: Unter „Presse Aktuell“ werden die vier aktuellsten Pressemitteilungen angerissen – oder besser gesagt die vier Pressemitteilungen, die im Jahre 2012 gesetzt wurden. Doch warum haben diese auf der Übersichtsseite kein Datum, um sich einen schnelleren Überblick zu holen? Muss ich mich als Journalist wirklich weiterhin durch alle News klicken, um sie dann nach Aktualität beurteilen zu können? Und warum kann ich diese nicht per RSS abonnieren? Hier würde es sich anbieten.

Noch stärker betreffen diese Fragen das „Presse-Archiv“: Hier sind zwar hübsch alle Pressemitteilungen des Jahres 2011 aufgeführt – aber ohne Datum und ohne Teasertext. Muss ich mich so durch alle Pressemitteilungen durchklicken, um ihre Inhalte zu erfahren? Ach ja: Dass sich unter dem Navigationspunkt „Newsletteranmeldung“ die Aufnahme in den Presseverteiler versteckt, habe ich nur durch Zufall entdeckt. Kleiner Tipp: Sofort umbenennen.

Die Social Media Integration
Auch der Deutsche Alpenverein setzt sichtbar auf Social Media Kanäle. Neben ihrem eigenen Forum DAV Community wird auf die einzelnen Präsenzen auf Google+, Facebook und Twitter – amüsanterweise direkt unter dem Navigationspunkt „Jugend“ – hingewiesen. So positiv der Hinweis und die Einbindung, so negativ die Inhalte. Während der Facebook-Kanal noch recht regelmäßig bespielt wird, sieht es bei den anderen beworbenen Präsenzen trübe aus. Wenn ich schon auf meine Präsenz auf Google+ hinweise, dann sollte ich diese auch regelmäßig bespielen. Ein

Herzlich willkommen auf der offiziellen Google+-Seite des Deutschen Alpenvereins. In Kürze findet Ihr hier Tipps und Infos rund um den Bergsport

– als Aussage vom 10. November 2011 ist in der heutigen Zeit ein Zeichen von Unprofessionalität. Auch der Twitter-Kanal ist enttäuschend: Reine Verlautbarungen – kein wirkliches Themensetting, die Hashtags auf DAV und Alpenverein beschränkt, keine ReTweets, kein Dialog, nichts. Mein Tipp: Wer nicht die Zeit und das Personal für die Pflege all dieser Dialog-Präsenzen hat, sollte sich besser auf die machbaren Präsenzen beschränken und die übrigen weglassen. Ansonsten wird nur ein negatives, unprofessionelles Bild nach außen transportiert.

Ein Fazit
Der Deutsche Alpenverein hat mit dem Relaunch einen notwendigen Schritt gemacht, der grundsätzlich zu begrüßen ist. Die Seite hat an visueller Kraft gewonnen – auch wenn in Konzeption und Gestaltung noch vieles unvollendet wirkt. So wird schnell deutlich, dass noch kräftig am Feinschliff der Seite und den verbundenen Kanälen zu arbeiten ist, um wirklich das professionelle Bild nach außen zu vermitteln, das der DAV sicherlich auch selbst erwartet.

Der Website-Relaunch des WWF aus PR-Sicht

Viel Lob gab es in den vergangenen Wochen für den kürzlichen Relaunch der Webseite des WWF Deutschland. Die beauftragte Agentur Aperto hatte – wie u.a. hier beschrieben – das Ziel verfolgt, die Webseite zu einem noch stärkeren Hub für Kampagnen und Themen weiter zu entwickeln, damit sich Naturschutz-Themen besser setzen lassen, eine größere Aufmerksamkeit erreicht wird und auch die Spenden-Einnahmen erhöht werden. Das Ergebnis ist positiv: Die Struktur ist übersichtlicher, die Botschaften sind plakativer, die Ansprache ist deutlich ausdrucksvoller und emotionaler. Also eine emotionalisierende und motivierende Marken-Webseite.

Ich habe mir die Seite jetzt aus Medien- und Multiplikatorensicht angesehen und mit der früheren Seite verglichen. Und da komme ich dann doch zu einem ziemlich anderen Ergebnis. Doch spielen wir dies einfach mal anhand zweier relevanter Zielgruppen durch.

Fall 1: Der Medienvertreter
Als Journalist oder Blogger suche ich Hintergrundinformationen zum WWF bzw. zu einzelnen Kampagnen. Vielleicht wurde ich über eine Pressemitteilung drauf gestoßen und benötige jetzt Hintergrundinformationen, Zahlen, Bilder. Bislang stand mir in diesem Moment ein Pressebereich zur Verfügung, der mir neben aktuellen Meldungen beispielsweise den direkten Weg in den Bild- und Film-Bereich der Mediathek lieferte.

Und was liefert mir der Pressebereich nach dem Relaunch? Pressemitteilungen, der direkte Kontakt zu Medienansprechpartnern – das ist es schon. Nicht dass mich der frühere Pressebereich überzeugt hätte: Aber wurde beim Relaunch die Aufgabe „moderner Pressebereich“ vergessen? Wo sind die Zahlen, Daten, Fakten, die Case Studies etc. – für Journalisten und Multiplikatoren aufbereitet? Der direkte Zugang zu Bildern und Videos? Und warum kann ich die Pressemitteilungen nicht mehr abonnieren? Will der WWF nicht, dass ich mir selbstständig Informationen ziehe?

Fallbeispiel 2: Der WWF-Anhänger
Der Newsletter-Abonnierbereich des WWF vor dem RelaunchAls WWF-Fan will ich mich regelmäßig per Newsletter oder – noch besser – per RSS informieren lassen. Dies sollte auch ganz im Interesse der Organisation sein. Wie der Screenshot aus der Zeit vor dem Relaunch zeigt, hatte der WWF einen vorbildlichen Newsletter-Abonnier-Bereich, den ich auch als Positivbeispiel in vielen Vorlesungen vorgezeigt habe. Detailliert ließen sich – wie das Bild zeigt – einzelne Newsletter bestellen, die Inhalte auch im Vorfeld einsehen, das Format auswählen – und dann bestellen.

RSS Optionen beim WWF AuftrittNatürlich auch per RSS, wie der Screenshot zeigt, den ich über die immer wieder praktische Wayback-Maschine gezogen habe. Und jetzt? Vier Newsletter lassen sich weiterhin abonnieren. Aber nur per E-Mail, ohne RSS-Option, ohne individuelle Formatwahl, ohne Voransicht, den Namen als rechtlich nicht erlaubtes Pflichtfeld, ohne Hinweis auf das Double-Opt-In-Verfahren, ohne sichtbare Abbestelloption als Vertrauensanker. Warum dieser Wandel? Warum diese reduzierte Auswahl? An dieser Stelle bin ich dann doch enttäuscht.

Daher mein Fazit: Als Marken- und Spenden-Webseite hat www.wwf.de mit dem Relaunch sicherlich deutlich gewonnen, aus kommunikativer Sicht aber auch verloren. Gerade in den Punkten Pressebereich, Newsletter und RSS sehe ich doch deutlichen Nachholbedarf. Aus reiner PR-Sicht wird er für mich künftig kaum mehr als Vorbild bei Seminaren dienen können. Schade eigentlich. Oder kommt da noch etwas?

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