//
archives

Storytelling

Diese Schlagwort ist 24 Beiträgen zugeordnet

Gedankenspiele-Lesetipps vom 10-01-14

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

Gedankenspiele-Lesetipps vom 18-11-13

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

Gedankenspiele-Lesetipps vom 16-10-2013

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

Die Lesetipps in den Gedankenspielen vom 11. September 2013

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

Storytelling made by British Airways

British Airways zeigt, wie Storytelling funktionieren kann: Man nehme eine gute Geschichte aus Indien und würze sie mit viel Emotionen und großer menschlicher Nähe. Das Ergebnis ist diese Story von der Liebe einer Mutter zu ihrem in die USA ausgewanderten und wieder – zumindest kurz – zurückgekehrten Sohn. Bewegend. Wirklich. Und dies trotz über 5 Minuten Video-Länge. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der Service auch bei BA gut bleibt. Ansonsten könnten sich solche Geschichten als unglaubwürdig umkehren.

Storytelling-Trend: Ein Mann, sein Produkt, das Video

Es ist doch schon auffällig: In einem Video läuft ein Mann durch seine (Produkt-)Welt. Genau nach diesem Storytelling-Prinzip sind extrem viele und dazu wirklich erfolgreiche Kampagnen aufgebaut.

In all diesen Fällen – und die hier erwähnten sind nur ein paar Beispiele, die mir spontan in den Kopf kamen – gibt es immer einen Protagonisten, der die Geschichte seiner Traditionsmarke (Whiskey, Wein, McLaren) bzw. Geschichten um seine Marke (Rasierer, Holland) erzählt – unabhängig davon ob es sich dabei um ein Getränk, ein Reiseziel oder eine Automarke handelt.

Und was machen wir als Betrachter? Wir folgen dem Erzähler staunend auf seinem Weg, wie er uns durch seine Produktwelt führt und dabei die Geschichte seiner Marke erzählt.

Johnnie Walker: Die Geschichte der schottischen Whiskey-Marke

Wein: Die Geschichte zur kalifornischen Weinmarke

McLaren: Die Geschichte zum 50-jährigen Jubiläum

Rasierer: Die Geschichte des Dollar Shave Club

Holland: Die Geschichte vom coolen Nachbarn

Welche Beispiele würden euch/Ihnen noch einfallen, die auch diesen Trend aufgegriffen haben bzw. nach diesem Schemata aufgebaut sind? Ich erinnere mich noch an eine Biermarke, die ihre Geschichte ähnlich erzählt.

Die Lesetipps in den Gedankenspielen vom 07. Juni 2013

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

Der Multimedia-Contest des World Press Photo 2013

Paul Hansen: Gewinner World Press Photo Award 2013

Copyright: Paul Hansen: Gewinner World Press Photo Award 2013

Kürzlich wurden die World Press Photo Awards 2013 vergeben. Seit ein paar Tagen prangt das tief beeindruckende Gewinnerbild des schwedischen Photojournalisten Paul Hansen auf vielen Medienseiten – print wie online: Eine wütend-verzweifelte Menge im Gazastreifen in einer schmalen Gasse, die den Tod zweier kleiner Jungen nach einem israelischen Raketenangriff beklagt: Laut, rasend, schreiend, trauernd, verzweifelnd, hilf- und hoffnungslos. Erschütternd und ein verdientes Gewinner-Photo.

Die Flucht nach Johannesburg
Genauer habe ich mir die Gewinner des 2013 Multimedia Contest angesehen, der zum dritten Mal durchgeführt wurde, dieses Jahr in den Kategorien Online Short, Online Feature und Interactive Documentary. Wer sich die Preisträger der ersten beiden Kategorien durchsieht – der Unterschied zwischen beiden bleibt mir bis heute schleierhaft –, wird guten Multimedia-Journalismus erleben – stets als Kombination aus Audio-Slideshows, Video-Sequenzen, Text und Sound.

Spannend ist gerade die mit dem 1. Preis gekrönte Reportage „Into the Shadows„. Sie erzählt davon, wie Menschen von überall her aus afrikanischen Nachbarländern ins südafrikanische Johannesburg drängen bzw. dorthin fliehen, um dort eine neue Heimat suchen. Auch wenn sie in der „Inner-City Johannesburg“ meist in Bretter-Siedlungen hausen und aufgrund ihrer Herkunft sozial diskriminiert werden, hängen die Portraitierten an ihrer Hoffnung für eine bessere Zukunft.

Das emotionale Portrait einer Ex-Mara
Neugierig war ich besonders auf die interaktiven Dokumentar-Projekte. Gewinner ist ein 40-minütiges ARTE-Portrait der Guatemaltekin Alma, die nach vielen Jahren Mitglied in einer brutalen Mara-Gang ausgestiegen ist und jetzt mit 26 Jahren sehr emotional auf ihr Leben zwischen verlorener Kindheit und schnellem Erwachsenwerden in den Armenvierteln, eigenen Morden, grenzenloser Brutalität und täglichen Grausamkeiten, aufkommenden Fluchtgedanken und starker Banden-Bindung, Ausweglosigkeit und persönlichen Verlusten zurückblickt. „Alma. Ein Kind der Gewalt“ wird so zum schockierenden wie offenen Lebensbericht, der gleichzeitig kaum Mitleid mit ihr zulässt.

Portrait der Ex-Mara Alma bei ARTE

Portrait der Ex-Mara Alma bei ARTE

Interaktivität weiterhin ausbaufähig
Und die Interaktivität des Dokumentarprojektes? Während des Interview-Verlaufs findet der Betrachter im oberen Sichtbereich eine miterzählende Bilderabfolge, die er herunterziehen und damit tiefer in die Bilder eintauchen kann, während Alma spricht. Zudem bietet ARTE Hintergrundmaterialien in Form von Bildern mit Text sowie das gesamte Projekt als prima funktionierende App – sowohl für das iPad als auch für Android-Tablets.

Reicht diese Interaktivität wirklich aus, um als interaktives Projekt international ausgezeichnet zu werden? Anscheinend ja. Ich selbst finde es weiterhin schade, wenn gerade Medien die Vielfalt der Interaktivität nicht nutzen. Warum wird die Story nur über die Webseite erzählt? Warum werden keine weiteren Medienplattformen eingesetzt? Warum wird beispielsweise kein Facebook oder ein anderer Dialogkanal eingebunden, um eine Anschlusskommunikation mit Betrachtern zu erreichen?

Bei allen hier prämierten Reportagen scheint diese Interaktivität sich weiterhin auf die eigene Wahl der Bilder zu beschränken. Ein wirkliches Eingreifen bzw. Interagieren mit der Reportage findet nicht statt. Noch nicht. Vielleicht dann bei den Gewinnern des kommenden Jahres?

Die Lesetipps-Gedankenspiele vom 20. Februar 2013

Blick in den Journalismus der Zukunft
Die multimediale Snow Fall-Reportage der New York Times wird seit Monaten für das Verweben von Text und Medien gelobt. Auch Heinz Wittenbrink zeigt sich begeistert von dem grandiosen Feature über das Lawinenunglück, dem im Februar 2012 mehrere Tiefschnee-Skifahrer im US-Bundesstaat Washington zum Opfer gefallen waren. Ist die Reportage von Autor John Branch bereits der Blick in die Zukunft des Journalismus?

Content Marketing lebt von Geschichten
Auf was kommt es beim Storytelling an? Gregory Ciotti gibt auf Problogger sechs Empfehlungen ab, damit die eigenen Geschichten überzeugender wirken, und übersetzt diese in direkte Handlungsaktivitäten. Die Fokussierung auf die Zuschauer, das Erzählen realistischer Geschichten und eine klare Struktur sind drei dieser lohnenswerten Hinweise.

Über das Verhältnis von PR-Leuten und Journalisten
Adrian Peters, CvD beim SWR, hat im PR Report die erste von zehn Thesen über das Verhältnis zwischen PR-Leuten und Journalisten publiziert: Die Mär von der Partnerschaft zwischen PR und Journalismus. Für ihn ist klar: „PR und Journalismus sind keine Partner und waren es nie.“ Wie immer, wenn es um dieses Verhältnis geht, ist die Reaktion sehr vielstimmig.

Diesen US-Medienblogs sollte man folgen
Welchen Medienblogs sollte man folgen? Die US-Bloggerin Heidi Cohen schlug zum Valentinstag 14 Social Media Blogs we love (& why you should too!) vor. Und neben den bekannten Brian Solis, dem Copyblogger Brian Clark, Jeff Bullas oder dem ProBlogger Darren Rowse sind weitere lesenswerte Blog-Tipps zu entdecken.

Über die Vermarktung von Blogs
Sollte man sein Blog bei IVW oder AGOF melden? Lohnen sich die Gebühren und der Aufwand? Diese Fragen hat sich Robert Basic gestellt und Vorteile und Kosten gegenübergestellt. In einem zweiten Blog-Post beschreibt Andy Lenz von t3n lehrreich, worauf es ankommt, um das eigene Blog erfolgreich zu vermarkten. Wichtig: „Qualität, Konstanz und Geduld werden sich auszahlen!

Kaum Folgen beim Amazon-Shitstorm
In den letzten Tagen ist viel über den sogenannten Shitstorm – sorry, auch ich kann den Begriff nicht mehr hören – auf der Facebook-Seite von Amazon.de berichtet worden, nachdem die ARD über rechtsradikale und schlecht bezahlte Leiharbeiter berichtet hatte. Amazon hatte auf die Facebook-Angriffe nicht reagiert. Zurecht schreibt David Philippe, denn mehr als „einen Lufthauch im Nebenraum“ wird Amazon nicht spüren. Die Zahl der Fans ist nicht eingebrochen, und die angeblich fakenden Amazon-Mitarbeiter scheinen selbst Fakes zu sein.

Bitte Jogi, komm‘ zurück zu Nivea

Das war das Erste, was mir gestern durch den Kopf schoss, als Rico auf Facebook auf die neue Nivea-Kampagne aufmerksam machte. Denn unser schwäbelnder, für die Beiersdorf-Produkte werbender Bundestrainer ist mir ganz ehrlich zehnmal lieber als so eine Ach-sind-wir-alle-doch-kreativ-Kampagne, die so überhaupt nicht zur Marke passt.

Kurz zum Video-Inhalt: Zur Markteinführung ihres Stress Protect Deos bringt Nivea am Hamburger Flughafen ahnungslose Passanten ins Schwitzen. Per TV, Zeitung und Lautsprecher merken sie plötzlich, das nach ihnen gefahndet wird. Zuvor waren sie von ihren Freunden unter einem Vorwand zum Flughafen gelockt und dort zur Fahndung ausgeschrieben worden.

Im Vorfeld wurde geprüft, dass ein kurzer Stressmoment für die Auserwählten kein Problem darstellt„, heißt es unter dem Video auf Youtube. Aha. Und wie geht das? Dazu schreibt eine Kommentatorin auf Youtube passend: „I hope that they had an ambulance team somewhere close.“ Dabei scheint diese Versteckte-Kamera-Kampagne kein Schauspieler-Fake zu sein, wie Nivea über ein „Hinter den Kulissen“-Video verdeutlicht. Nur wusste das jüngere Mädel mit dem rosa Schal (siehe unten), dass sie jetzt auf Webseiten, Blogs wie auf Youtube überall als Video-Cover-Girl eingebettet ist und dort auch bleibt?

Ich weiß auch nicht, ob die Kampagne überhaupt mit dem Begriff „Stress“ in Verbindung zu setzen ist – eher mit dem Begriff „Angstschweiß“. Aber das ist das kleinste Problem. Denn ja, mir gefällt die Kampagne überhaupt nicht.

Einerseits verstehe ich Nivea als Produkt, das als Massenware positioniert ist, das heißt, als ein Produkt für Jeden bzw. Jede. Wenn ich mir aber die Kommentare zum Video allein auf Youtube durchlese, dann fällt auf, wie stark die Kampagne polarisiert – von „lustige Idee“ bis „Disgusting“ und „Really stupid, embarrassing and doesn’t work„. Das kann man jetzt vielleicht als spannend erachten. Nur passen solche Auseinandersetzungen wirklich zur Marke selbst?

Ich frage mich andererseits immer mehr, ob dieser Stresstest der Marke nicht eher schadet. Denn was bleibt denn von dem „Stresstest“ danach für die Marke übrig? Soll künftig jeder, der geschockt ist oder sich peinlich berührt fühlt, an Nivea denken? Soll der Begriff „innere Panik“ jetzt mit der Creme mit dem runden blauen Logo verbunden sein? Wirklich gelungenes Storytelling zur Markenkommunikation.

Am Besten gefiel mir noch der Kommentar der Huffington Post – übrigens passend in der Rubrik Comedy: „Mind you, it is German Nivea. And we do know how much the Germans like their Schadenfreude. Why, it’s almost like they invented the word!

%d Bloggern gefällt das: