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Facebook 2012: Zahlen, Statistiken, Entwicklungen

Noch irgendwelche Fragen offen bzgl. Zahlen, Statistiken und Entwicklungen bei Facebook? Dann müssten diese mit dieser extrem umfangreichen Infografik „Facebook 2012“ gleich alle beantwortet sein, die Website-Monitoring.com zusammengestellt hat.

Ach ja: Dass fast alle dieser „Facts and Figures“ einen kräftigen „Interpretations-Freiraum“ in sich tragen, sollten jedem natürlich bekannt sein.

Facebook 2012 – Zahlen und Statistiken

Gedankenspiele zu Online Relations vom 15. Oktober

Auch in den vergangenen zehn Tagen sind mir wieder viele spannende Beiträge untergekommen, von denen ich einige hier nochmals weiterempfehlen möchte. Auf weitere Lesetipps verweise ich regelmäßig über meinen Twitter-Account.

So sehen die Herausforderungen von Online-PR aus
In seinen „Zukunftsskizzen der Online-PR“ hat Thomas Pleil zentrale Herausforderungen formuliert – wie Multimedia, Daten-PR, Stakeholder-Perspektive und integrierte Kommunikation. Damit verbunden stellt er sich die Frage, ob der Begriff Online-PR künftig noch benötigt wird, da die Trennung zwischen online und offline praktisch aufgehoben ist. Das erinnert mich an meinen eigenen Beitrag über das kommende Ende von Social Media.

So wird die PR-Strategie geplant
Kerstin Hoffmann beschreibt in ihrem guten Beitrag – samt Download-Option, warum sich Unternehmer jetzt mit ihrer PR-Strategie 2013 beschäftigen, was sie dabei beachten und wie sie vorgehen sollten.

So stimmt das mit der Internet-Sucht auch nicht
Über die Fundstücke von Daniel Rehn bin ich auf die passende Antwort von Teresa Maria Bücker in der FAZ aufmerksam geworden, die sich mit der Studie über die angebliche Internetsucht von Jugendlichen auseinandersetzt. Ihr wahres Plädoyer: Die Sucht geht nicht vom Bildschirm aus.

So findet man Abonnenten für den Newsletter
Wie lassen sich Nutzer zur Anmeldung (Opt-In) bei einem Newsletter bewegen? Und dies mit geringem Aufwand? Anhand von Beispielen gibt KonversionsKRAFT drei richtig wichtige Tipps: Transparenz, Vorschau, Mehrwert.

So lässt sich der ROI von Social Media beschreiben
Die Diskussion um den Return on Investment bei Social Media Aktivitäten ist alt und die Meinungen vielfältig. Einen wichtigen Beitrag hat jetzt der PR 2.0 Guru Brian Solis geleistet, der den ROI als eine Addition von „Time, Trust, Sentiment, Income“ von Sender und Empfänger beschreibt. Lesenswert.

So sollten CEOs im Social Web aktiv sein
Klaus Eck hat sich im PR-Blogger Gedanken darüber gemacht, warum in Deutschland so wenige Geschäftsführer in den Sozialen Netzwerken aktiv sind – im Unterschied zu Personen wie Eric Schmidt, Richard Branson u.a.. „Ich würde mir wünschen, dass sich noch mehr Führungskräfte in die digitale Kommunikation trauen und deutlich machen, welche Relevanz Social Media inzwischen wirklich für die Unternehmenskommunikation und den Kundenkontakt haben.“ Auch seinen acht Tipps schließe ich mich gerne an.

So setzt die Buchbranche Social Media ein
Leander Wattig hat 53 Beispiele zusammengesammelt, wie die Buchbranche Social Media Marketing betreibt. Wer sich die Zeit nimmt, diese einzeln durchzugehen, wird ideenreiche Ansätze finden.

So klug setzt KLM auf Social Media
Daniel Rehn hat sich die Aktivitäten von KLM im Bereich Social Media angesehen – von KLM Surprise über Social Seating bis hin zur neuen KLM-Kunstfigur Flynt. Und er zeigt sich von den Ideen der Fluglinie begeistert. Ich übrigens auch.

So beeinflusst der veränderte Edgerank das Facebook-Posting
Bastian Scherbeck hat sich im wearesocial-Blog mit den Herausforderungen von Unternehmen auseinandergesetzt, sich dem geänderten Edgerank-Algorithmus von Facebook anzupassen, um Content weiter sichtbar zu halten. „Die Anpassungen im Edgerank verfolgen das Ziel, den Usern im Newsfeed nur noch solche Inhalte auszuliefern, welche wirklich “engaging” sind. Die “less engaging” Inhalte hingegen werden mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit ausgeliefert.“ Ach ja: Wer noch nicht weiß, was der Edgerank ist – im bernetblog gibt Martina Bürge die Antwort.

So sehen die Werbeformate von Facebook aus
allfacebook.de hat jetzt eine sehr praktische Präsentation eingebettet, in denen alle aktuellen Anzeigenformate von Facebook-Werbung aufgeführt werden. Und es gibt wirklich deutlich mehr als ich bislang dachte. Der Fokus liegt dabei klar auf Sponsored Stories und Promoted Posts.

So duellieren sich Marken klug auf Twitter
In ihrem Blog hat Yvette Schwerdt den intelligenten Social Media-Schlagabtausch zweier großer amerikanischer Marken – der Schokomarke Oreo und der Kinokette AMC – geschildert. Die Story verdeutlicht, wie klug ein Duell per Twitter funktionieren kann und sollte.

So funktionieren TweetUps in der Kulturbranche
Ulrike Schmid hat im PR im Wandel-Blog die Chancen von Tweetups in der Kulturbranche beschrieben. Dazu verabreden sich Twitterer in einer Kultureinrichtung, um gemeinsam von dort aus über ihre Erlebnisse zu twittern. Schöne Idee.

So beginnt man mit Google+
Es soll ja wirklich noch Leute geben, die keinen Google+-Account haben 😉 – meiner ist übrigens hier http://gplus.to/dominikruisinger. Für diese Neu-Einsteiger hat die österreichische Social Media Beraterin Natascha Ljubic eine prima Anleitung für den Start geschrieben.

Tipp: Quellen zu Social Media Zahlen
Nico Kirch hat bei Social Media Statistiken einen schönen Überblick über Quellen gegeben, die bei der Suche nach Zahlen zu Sozialen Netzwerken hilfreich sein können. Und auch wenn Quellen wie AGOF, Socialbakers oder Digitale Gesellschaft fehlen: Die Übersicht ist wirklich hilfreich.

Sind die aktuellen Pinterest-Zahlen wirklich so eindrucksvoll? Ich weiß nicht.

In den letzten Tagen und Wochen haben sich die Beiträge gehäuft, die das Wachstum des neuen Social Media Lieblings Pinterest preisen. Dies ist bei aktuell 21 Mio. Nutzern weltweit und 17 Minuten durchschnittlicher Verweildauer auch kein Wunder. Diese Beiträge werden meist mit Grafiken illustriert – wie hier und hier, die dann wiederum gerne bei Pinterest selbst gesammelt werden – wie natürlich auch bei mir.

comScore Pinterest May 2011 to January 2012Diese Lobhymnen beziehen sich nicht nur auf das Heimatland USA, sondern auch auf Deutschland. 3.000 Prozent Wachstum für das neue Wunderkind seit Mai 2011 hieß es in den letzten Tagen – ob bei Ethority, im lesenswerten Blog „Ungedruckt“ der Wirtschaftswoche oder bei den geschätzten Kollegen von Social Media Statistiken.

Zahlen lassen sich bekanntlicherweise vielfältig interpretieren. Und auch wenn ich die europäischen comScore Zahlen in der eingefügten Grafik keinerlei in Zweifel ziehen will, stellen sich mir als Sozialwissenschaftler bei der Interpretation doch einige Fragen.

  • Zahlen: 67.000 Unique Visitors weist comScore für Deutschland aus. Das ist – verglichen selbst mit den vielen sich dem Ende zuneigenden deutschen Sozialen Netzwerken – nicht wirklich viel. In den USA ist dies bei 12 Mio. Unique Visitors etwas anderes. Dort ist Pinterest aber auch seit rund zwei Jahren online und gerade unter Frauen (82% Anteil) bekannt wie beliebt.
    Fazit: Von einer rasanten Erfolgsgeschichte kann man sicherlich für den amerikanischen Heimatmarkt sprechen; bei uns bleibt es derzeit (noch) ein Treff der Multiplikatoren und Early Adopter.
  • Wachstum: Natürlich klingt das Wachstum immer dann am größten, wenn man sich den Anfangspunkt heraussucht, als Pinterest in Deutschland noch über keinerlei Bekanntheit verfügte. Ein Blick auf die Grafik verdeutlicht dies: Würde man das Anfangsdatum nur um vier Monate in den September verschieben, würden die 3.000 Prozent auf wenige Prozente zusammenfallen. Nein, das soll nicht heißen, dass hier manipuliert wird. Nur lassen sich auf diese Weise Statistiken besonders eindrucksvoll ausweisen – wie dies beispielsweise auch Bankberater beim Anpreisen der Wachstumsraten von Aktien und Fonds gerne machen.
    Fazit: Von einem aktuell sehr hohen Pinterest-Wachstum in Deutschland zu sprechen, lässt sich auf jeden Fall mit dieser Statistik nicht nachweisen.
  • Trend: Wer die fünf Länder in Pinterest-Frühstarter und -Spätstarter einteilt, kommt bei der obigen Grafik auf ein weiteres spannendes Ergebnis: Während Deutschland, Italien und Spanien ein relativ kontinuierliches Wachstum bei der Pinterest-Nutzung verzeichnen, setzte die Begeisterung in Frankreich und vor allem in Großbritannien früh(er) ein und stieg enorm an. Sie fiel aber auch Ende des Jahres 2011 wieder stark in sich zusammen. Bedeutet dies, dass dort bereits eine „Pinterest-Fatigue“ eingekehrt ist? Sehen die Leute sich dort schon satt an Bildern? Zudem lässt sich auch nicht verleugnen, dass das Suchvolumen nach Pinterest auch in Deutschland in den letzten Wochen zurückgegangen ist, wie Google Insights unten verdeutlicht.
    Fazit: Von einer weiter wachsenden Pinterest-Begeisterung zu schreiben – wie die Wachstumsprozente über den fünf europäischen Ländern vermitteln sollen, ist so nicht haltbar.

Google Suchvolumen nach Pinterest in DeutschlandUm es deutlich zu sagen: Ich selbst bin ein absoluter Fan von Pinterest. Zudem zeigen mir viele Gespräche, dass diese Begeisterung in der nächsten Zeit weiter ansteigen wird. Das ist mein persönliches Gefühl. Nur geht es mir auch darum, Entwicklungen etwas genauer zu beobachten und dazu vorliegende Zahlen und Daten etwas zu analysieren.

Oder habe ich die vorliegenden Zahlen falsch gedeutet?

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