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Stakeholder

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Digitales Wissen (7): Leitfaden zur Stakeholder-Bestimmung

Nachdem im vergangenen Ausflug der Begriff „Stakeholder“ definiert wurde, soll jetzt aufgezeigt werden, wie diese zu bestimmen sind.

Organisationen können sich dabei gut von den 3 folgenden Frage-Komplexen leiten lassen, selbst wenn sie sich eigentlich auf die Initiierung einer Kommunikationskampagne beziehen:

1) Definition der Stakeholder

  • Für wen machen wir die Kampagne?
  • Mit wem machen wir die Kampagne beziehungsweise wer ist aktiv daran beteiligt?
  • Wer könnte noch Interesse an der Kampagne haben?
  • Wem könnte sie nützen, wem eher schaden?
  • Wer ist von der Kampagne noch betroffen?
  • Welcher Stakeholder hat welche Rolle?

Auf diese Weise erhalten sie im ersten Schritt einen Überblick über alle Stakeholder. Für eine bessere Einordnung lässt sich dies in Form einer Mindmap einfach visualisieren. (Für die Wahl des passenden Mindmap-Tools ist der folgende Beitrag auf t3n durchaus hilfreich.)

2) Haltung zur Kampagne

  • Welche Stakeholder sind direkt von der Kampagne betroffen?
  • Von welchen Stakeholdern wird erwartet, dass sie die Kampagne aktiv unterstützen?
  • Welche könnten sich als Gegner und Kritiker erweisen?
  • Welche sind eher aktive, welche eher passive Stakeholder?
  • Wie wichtig ist ein Stakeholder für die Umsetzung des Projektes?
  • Welche Stakeholder könnten aktiven Einfluss auf die Kampagne nehmen?
  • Wenn ja, über welche Wege – Influencer, Politik, Gelder?
  • Wie viel Einfluss hat welcher Stakeholder auf den Erfolg?

Über diese Fragen können sich Organisationen der Rolle eines jeden Stakeholders bewusst machen, um dessen Verhalten und Engagement stärker bei der Kampagne zu berücksichtigen.

3) Aktion

  • Ist aktives Handeln notwendig?
  • Wie und wann sollen Stakeholder integriert werden?
  • Sollen diese eher aktiv oder passiv eingebunden werden?
  • Wie kann den Bedürfnissen eines Stakeholders stärker gerecht werden?
  • Wer ist für die Aktion verantwortlich?

Mit den 3 aufeinander folgenden Schritten sollte für jeden einzelnen Stakeholder beziehungsweise für jede Stakeholder-Gruppe kompakt definiert werden, wie sie eingebunden werden könnten und welchen Erfolg ihre Einbindung für das Projekt hätte. So wird ersichtlich, welche der Stakeholder von besonders hohem Wert für das Projekt sind – ob als Unterstützer, als Multiplikator aber auch als Kritiker, dem zu begegnen ist. Sind die Stakeholder einmal festgelegt und priorisiert, sollten sie im Verlauf besonders stark bei den kommunikativen Aktivitäten berücksichtigt werden.

Bisherige Beiträge in der Serie „Digitales Wissen“

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Fachbuch "Die digitale Kommunikationsstrategie" im digitalen Zeitalter. Von Dominik Ruisinger.

Hinweis: Dieser „Ausflug“ entstammt meinem neuen Buch: „Die digitale Kommunikationsstrategie. Praxis-Leitfaden für Unternehmen. Mit Case Studys und Expertenbeiträgen. Für eine Kommunikation in digitalen Zeiten.“ Weitere Infos zum Buch, Hintergründe zur Entstehung des Leitfadens, Vorstellung der Gastautoren und verwendete Studien, Bestellung von Rezensions-exemplaren sowie ein Link zur Buchbestellung finden sich hier.

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Digitales Wissen (6): Der Stakeholder-Begriff

Der Stakeholder-Ansatz ist ein Modell der Zielgruppen-Definition. Während sich der Begriff der Zielgruppe aus der Marketinglehre ableitet, wird der Stakeholder-Ansatz besonders stark in der PR-Branche eingesetzt.

Mit dem Begriff „Stakeholder“ werden diejenigen Gruppen bezeichnet, die Ansprüche an ein Unternehmen stellen oder künftig stellen könnten. Darum werden sie oft auch als Anspruchsgruppen bezeichnet. Darunter können ebenfalls Anspruchsgruppen fallen, die eher indirekt mit dem Unternehmen oder der Institution verbunden sind – wie Bürgerinitiativen, Umwelt- und Verbraucherorganisationen –, die jedoch das Meinungs- und Handlungsumfeld empfindlich beeinflussen können.

Folgende Stakeholder lassen sich grundsätzlich unterscheiden, auch wenn sich diese noch weiter differenzieren ließen:

  • Eigentümer und Shareholder: Anspruch auf Rendite, auf Dividende, auf Umsätze sowie auf regelmäßige Information;
  • Kapitalgeber: Anspruch auf Zinsen und Kreditrückzahlung, auf sorgfältigen Umgang mit bereitgestelltem Kapital sowie auf kontinuierliche Information;
  • Mitarbeiter: Anspruch auf Beschäftigung, auf sichere Arbeitsbedingungen, auf regelmäßige Entlohnung, auf interne Information;
  • Kunden: Anspruch auf Qualität, Lieferzuverlässigkeit, auf Rückgabe und Umtausch, auf richtige Information;
  • Händler: Anspruch auf Qualität, Aus- und Belieferung, auf Unterstützung bei Produktvermarktung, auf Einhaltung von Verträgen, auf korrekte Information;
  • Lieferanten: Anspruch auf Produktabnahme, pünktliche Bezahlung, auf Vertragseinhaltung;
  • Staat und öffentliche Institutionen: Anspruch auf Steuerzahlung, Einhaltung von Gesetzen;
  • Medien und Multiplikatoren: Anspruch auf Bereitstellung korrekter Informationen;
  • Allgemeine Öffentlichkeit (Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Vereine, Verbände): Anspruch auf gesellschaftliches Engagement, auf Unterstützung, auf Mitgliederbeiträge sowie auf Informationen.

Hinweis: Wie Unternehmen und Institutionen ihre Stakeholder bestimmen und hierbei am Besten vorgehen sollten, genau dies wird das Thema des nächsten „Ausfluges“ sein.

Bisherige Beiträge in der Serie „Digitales Wissen“

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Fachbuch "Die digitale Kommunikationsstrategie" im digitalen Zeitalter. Von Dominik Ruisinger.

Hinweis: Dieser „Ausflug“ entstammt meinem neuen Buch: „Die digitale Kommunikationsstrategie. Praxis-Leitfaden für Unternehmen. Mit Case Studys und Expertenbeiträgen. Für eine Kommunikation in digitalen Zeiten.“ Weitere Infos zum Buch, Hintergründe zur Entstehung des Leitfadens, Vorstellung der Gastautoren und verwendete Studien, Bestellung von Rezensions-exemplaren sowie ein Link zur Buchbestellung finden sich hier.

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Die Lesetipps-Gedankenspiele vom 08. Januar

Welche Beiträge sind mir in der ersten Woche dieses neuen Jahres besonders aufgefallen? Einige – und ein paar davon empfehle ich hier gleich weiter.

Zeitungen müssen grundlegend umdenken
Peter Littger macht sich in einem langen, provokanten Beitrag Gedanken über die Zukunft der Zeitungen. Dabei fragt er auch nach deren hilflosen Pochen auf das Prinzip der Grundversorgung. Sein Vorschlag: „Alle überregionalen Titel sollten das Jahr 2013 nutzen, um sich zu fokussieren und die Frage zu beantworten, die schon 2003 gestellt wurde: Was von all dem kann weiterhin finanziert werden?“ Dazu macht er fünf Reformvorschläge: Ausdifferenzierung, Erscheinungsweise, Sponsoring, Kommerzialisierung, offene Information.

Datenjournalismus hat Fuß gefasst
Lorenz Matzat schildert in vier Aspekten die positive Entwicklung des Datenjournalismus in Deutschland im vergangenen Jahr: Die Frage nach dem „Wie“ statt dem „Warum“ auch in Deutschland, die internationale Verbreitung, verstärkte Sichtbarkeit bei Großereignissen und den Trendbegriff Big Data sind seine Kernbeobachtungen. Dazu zwei Beispiele:

Stakeholder sind keine Zielgruppen
Der langjährige Konzeptioner Klaus Schmidbauer setzt sich in seinem Blog mit der Ansprache der Stakeholder auseinander. „Stakeholder sind Anspruchsgruppen, die sich von der Präsenz und den Handlungen der jeweiligen Organisation betroffen fühlen„, schreibt er. Dabei unterscheidet er diese klar vom Begriff der Zielgruppen.

Facebook-Aktienkurs wächst und andere Prognosen
Auch Thomas Knüwer hat sich wieder unter die vielen Leute mit den Prognosen für das Jahr 2013 begeben – in der Hoffnung genauer als im Vorjahr zu treffen. Und seine Thesen 4, 5, 8 und 9 unterstreiche ich sofort. Und bei der Frage, dass der Facebook-Aktienkurs sein Ausgangsniveau wieder erreichen wird, sollte ich nickend wohl mal mit meinem Banker sprechen.

EdgeRank muss verstanden werden
Digital Communication-Guru Brian Solis erklärt Facebooks EdgeRank. Denn: „It’s important to understand how EdgeRank works before passing judgment or sparking fruitless debates.“ Daher – so seine Kernaussage: „Engagement is the key to amplifying reach.“ Und dies stets eingebettet in eine klare Strategie: „Whether you’re leading a paid, earned, or owned strategy, making informed decisions about goals and proper metrics starts with knowing the real challenges and opportunities.

Social Networker auch in Deutschland
Christian Buggisch hat in seinem Blog die deutschen Nutzerzahlen zu den wichtigsten Social Network Plattformen zusammengefasst. Wer also auf der Suche nach aktuellen Zahlen zu Facebook, Google+, Twitter, StudiVZ, Xing, LinkedIn, Instagram und Pinterest ist, dem sind seine Analysen und Prognosen durchaus zu empfehlen. Ach ja: Alternativ gibt es auch ähnlichen Zahlen beim fleißigen Team von Social Media Statistiken.

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