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Social Media

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Hilfreicher Überblick: Das Social Media Prisma 6.0

In Anlehnung an das Conversation Prism von Brian Solis und JESS3 hat ethority die neueste Version ihres Social Media Prisma publiziert. Das Social Media Prisma 6.0 liefert einen guten Überblick über die aktuellen Tools und Plattformen, auch wenn einige wie Mister Wong, orkut und Quipe teils schon seit 2013 nicht mehr existieren, mir WordPress bei Blog Platforms fehlt und der neue Bereich Monitoring noch etwas dürftig ausfällt. Aber diese Details sollen die Arbeit des ethority-Teams an diesem ganz hilfreichen Werkzeug nicht schmälern.

Das Social Media Prism lässt sich in diversen Größen auf www.ethority.de/social-media-prisma/ herunterladen und unter Creative Commons Lizenz weiterverbreiten. Wie lange dieses Prisma gültig sein wird, bleibt indessen abzuwarten.

Social Media Prisma

Das Social Media Prisma von ethority, Herbst 2014

Gedankenspiele-Lesetipps vom 17.10.2014

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Journalisten und die Sozialen Medien: Studien gesucht.

Wie gehen Journalisten mit Sozialen Medien um? Wie aktiv sind diese im Social Web? Welche Trends kann man hier erkennen? Und welche relevanten und empfehlenswerten Studien gibt es genau dazu? Fragen wie diese erhalte ich regelmäßig von Kunden, Projektpartnern, (Ex-) Studis und Teilnehmern meiner Seminare und Coachings. Also dachte ich mir, dass es sich lohnen könnte, wichtige und relevante Studien hier gemeinsam zusammenzutragen.

Mit gemeinsam meine ich: Da ich garantiert nicht alle kenne, sondern nur einen Bruchteil, wäre es klasse, wenn andere diese Liste ergänzen würden – mit ihren Vorschlägen in den Kommentaren. Schließlich geht diese Frage glaube ich ziemlich viele an.

Also: Welche relevanten und/oder aktuellen Studien gibt es zum konkreten Verhältnis Journalisten und Social Media? Und damit meine ich keine Studien zum Kommunikationsmanagement oder zur allgemeinen Zukunft des Journalismus …

Update (21.09.2017): Cision hat eine neue Version der jährlichen Social Journalism-Studie publiziert. Die Version 2017 lässt sich – nach Anmeldung – hier herunterladen.

Update (03.01.2017): Die Kommunikationsagentur PR von Harsdorf hat unter dem Titel „Wie PR die journalistische Arbeit der Fachmedien bestmöglich unterstützen kann“ Journalisten aus Wirtschaft, IT etc. befragt. Die Ergebnisse sind hier ersichtlich.

Update (11.07.2016): Cision hat eine weitere Version ihrer Studie “Social Journalism Studie” zum Verhalten von Journalisten in den Sozialen Medien publiziert. Die Version für Deutschland lässt sich hier downloaden.

Update (01.02.2016): news aktuell hat eine neue Version ihrer Studie „Recherche 2016“ zum Recherche-Verhalten von Journalisten publiziert. Das Whitepaper zur Online-Befragung von gut 1.200 Journalisten lässt sich hier herunterladen.

Update (15.12.2015): Die Universität der Bundeswehr München hat in der Studie „Recherchieren 2015“ rund 20.000 Journalisten zu ihrem Recherche-Verhalten befragt. Die Ergebnisse lassen sich hier herunterladen.

Update (Sommer 2015): Wie nutzen Journalisten Social Media? Was schätzen sie an den Plattformen, wo haben sie ihre Zweifel? Nach 2002, 2005 und 2009 hat die Bernet PR AG gemeinsam mit dem Institut für Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW auch 2015 die Studie rund um «Journalisten im Web» durchgeführt. Ergebnisse sind als Online-Buch hier erhältlich.

Update (28.03.2015): Die Ergebnisse der Cision Social Journalism Study inklusive der Ergebnisse für Deutschland findet man auf dieser Unterseite der Cision-Website.

Update (11.03.2015): Auch Mount Barley führt regelmäßig Online-Umfragen zum Thema durch.

Update (11.08.2014): Auch in der ACTA (siehe unten) sind Antworten auf Aspekte zu dem Verhältnis zu finden.

Diese Studien (alphabetisch geordnet) kenne und empfehle ich schon mal:

Gedankenspiele-Lesetipps vom 05-06-2014

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Social Media Cheat Sheet 2014

Auf der Suche nach den richtigen Bildgrößen bei Facebook, Twitter, Google+, Instagram, Pinterest, YouTube oder bei LinkedIn? Salman Aslan von der Marketingagentur Omnicore war mal wieder verdammt fleißig und hat die 2014er Version des Social Media Cheat Sheet online zur Verfügung gestellt. Und wird sicherlich schnell viele Fans gewinnen. Sonst noch Fragen ;-). / u.a. via @danielrehn

Social Media Cheat Sheet

Die Größen aller wichtigen Social Media Instrumente auf einen Blick

 

Literatur: „Erfolgreiche PR im Social Web“ im Test

Das folgende Buch liegt schon länger auf meinem Lesestapel. Der Verlag hatte mich im Herbst vergangenen Jahres gefragt, ob ich daran interessiert wäre, über „Erfolgreiche PR im Social Web“ eine Rezension zu schreiben – und mir das Buch zugesendet. Einerseits hatte mich der Inhalt natürlich interessiert, andererseits gingen andere Projekte und Bücher vor. In den letzten Wochen habe ich auf jeden Fall das Buch endlich durchgelesen – Kapitel für Kapitel.

Public Relations im Social Web Fachbuch

Buchcover Erfolgreiche PR im Social Web

Starker Praxisbezug
Schließlich bieten die 500 Seiten von Rebecca Belvederesi-Kochs allerlei Stoff. „Das praktische Handbuch“ heißt es in der Unterzeile. Und richtig: Auf die Praxis legt das gut zu lesende Buch seinen Schwerpunkt. Und zwar auf zahlreiche Beispiele aus der heutigen Praxis. Ob zu Unternehmen, Verbänden, NGO oder zu sozialen Organisationen, ob für das Kulturmarketing, Event-Marketing oder das Employer Branding, die Autorin hat aus allen Branchen passende und gut bebilderte Beispiele zusammengestellt und aufbereitet. Dies ist der große Pluspunkt dieses Buches.

Kaum ein Thema für Public Relations im Social Web fehlt: Imagearbeit, Community-Aufbau und -Pflege, Crowdfunding werden anhand von Beispielen beschrieben. Dünn fällt nur das Thema Monitoring, Evaluation, Return on Investment aus, das auf gerade mal 7 Seiten abgehandelt wird. Gerade bei Büchern, die den Begriff „Erfolgreich“ werben, sollte diesem Thema breitere Aufmerksamkeit geschenkt werden, um Erfolge überhaupt messen und einschätzen zu können. Hervorragend die vielen, kompakten rechtlichen Einschübe von Jens Ferner, auch wenn ich mir manchmal den Verweis auf das jeweilige Urteil, den betroffenen Paragrafen, den Link zum weiterführenden Text als Grundlage gewünscht hätte.

Social Media verliebt
An vielen Stellen ist mir das Buch zu Social Media verliebt. Das betrifft Aussagen wie: „Wie Sie wissen, entfalten Blogs Meinungsmacht.“ Nein, so generell sicherlich nicht. Es kann sein, dass ein Blog zu einem wirklichen Sprachrohr ausgebaut wird oder ein Blog-Beitrag wirklich viral geht. Aber in der weiten Mehrzahl wird dies nicht der Fall sein. Auch Blogger Relations sind – zumindest Stand heute – sicherlich nicht „unabdingbar“, sondern eine Frage der Zielgruppe. Und der Tipp: „Blogger gehören in Ihren Presseverteiler“ sollte deutlich differenzierter formuliert werden. Denn dass Blogger anders als klassische Journalisten behandelt werden sollten, lässt sich u.a. in den Ergebnissen der hervorragenden Blogparade „Blogger Relations“ von Mike Schnoor Ende vergangenen Jahres nachlesen.

Noch ein Beispiel: In Kapitel 2 geht die Autorin unter anderen auf den Social Media Newsrooms ein. Wenn ich auf die Chancen eingehe, sollte ich die Risiken nicht unerwähnt lassen. Leider finden sich im Text weder Hinweise auf die Gefahren wie der globalen Sichtbarkeit auch inaktiver Newsroom-Bereiche und die geringe Bekanntheit gerade unter Journalisten, noch konkrete Tipps zur Umsetzung wie zum Beispiel das WordPress Plugin für Newsrooms oder RebelMouse und Flavors als mögliche Tools. Und was ist mit dem Thema Zeit- und Personalaufwand, das viele gerade klein und mittelständische Unternehmen mit einem verstärkten Engagement im Social Web verbinden? Hier hätte ich mir einen deutlich kritischeren Umgang mit den natürlich vorhandenen Chancen im Social Web gewünscht.

An anderen Stellen entdecke ich diesen kritischen Blick: Beispiel PR-Portale. Während oftmals OpenPR und Co. als Kernbestandteil erfolgreicher Online-PR bezeichnet werden, beurteilt die Autorin diese kritischer – und rät beispielsweise von massenhafter Verwendung der gleichen Pressemitteilung über viele Portale ab. Ihrer Aussage: Es empfiehlt sich weiterhin, „mit dem eigenen Presseverteiler zu arbeiten und PR-Portale als das zu betrachten, was sie sind: flankierende Medien“ ist daher grundsätzlich zuzustimmen.

Wenig konkrete Tipps und Tools
Das andere Manko für mich: Das Buch geht mir nicht tief genug und bleibt zu unkonkret, was angesichts der Themenvielfalt fast verständlich ist. Warum werden Blogger Relations beschrieben und keinerlei Tools und Tipps angegeben, wie man gute Blogs finden kann? Was heißt „angemessene Posting-Frequenz“, würden mich beispielsweise Teilnehmer meiner Seminare fragen? Und wie finde ich diese Blogger und Influencer? Wenn darauf hingewiesen wird, dass Unternehmen in Stoßzeiten twittern, wenn also viele Follower online sind: Warum folgt dann nicht der konkrete Hinweis, wie man dies herausfinden oder beispielsweise à la Buffer steuern könnte? Hier bleibt das Buch sehr an der Oberfläche. Oder: Schon früh geht sie in Kapitel 2 auf die Strategie ein – mit Fokus auf Inhalten, Media-Mix und Projektplan. Tipps zur Analyse, zu Zielen und Zielgruppen und zur Positionierung fehlen – vielleicht aus Gründen des Buchumfangs. Zumindest ein Hinweis auf die alt bekannte und weit verbreitete POST-Strategie (People, Objectives, Strategy, Technology) von Forrester Research wäre hilfreich gewesen.

Von einem Praxishandbuch erwarte ich mir konkretes Rüstzeug, Hinweise auf hilfreiche Tools, technische Lösungen oder weiterführende Artikel. Aus diesem Werkzeugkasten hat das Buch wenig zu bieten. Ohne Umsetzungstipps, die passenden Links und Literaturhinweise bleibt es an der Oberfläche. Und wenn sich diese Hinweise nicht ins Buch integrieren lassen, könnte man eine Literaturliste oder ein Linkverzeichnis hinzufügen. Nur beides existiert überhaupt nicht – was mich doch negativ überrascht. Gibt es denn keine andere Literatur zum Thema, keine zu empfehlenden Blogs? Wo kann sich der Leser weiter informieren? Das ist schade gerade für diejenigen, die auf Basis des Buches tiefer ins Thema einsteigen wollen. Und bedeutet das Social Web nicht insbesondere „Social Sharing“? Aber vielleicht stelle ich hier schon Expertenfragen, die das Buch gar nicht beantworten will.

One more thing
Lieber Verlag, mit dem Titel habe ich wirklich mein Problem. Einerseits gefällt es mir nicht, mit dem Zusatz „Erfolgreich“ auf der Wolke des erfolgreichen Branchenwerkes der geschätzten Marie-Christine Schindler und Tapio Liller zu surfen. Und warum „erfolgreich“? Gibt es ein Buch zu erfolgloser PR? Das wäre so, als wenn ein anderer Verlag meine Bücher mit „Neue Online Relations“ oder „Überaus gelungene Public Relations“ ergänzen würde. Insbesondere bei einem Buch, das sich um PR dreht, ist so ein werblicher Begriff wenig angemessen.

Zusammenfassend hat Rebecca Belvederesi-Kochs mit „Erfolgreiche PR im Social Web“ einen guten Praxis-Leitfaden vorgelegt, ein Best of Campaigns und Beispielen aus der Unternehmens- und Institutions-Welt, ein leicht lesbares und gut bebildertes Social Media Lesebuch. Wer gute Beispiele sucht, von denen er sich inspirieren lassen und an denen er sich orientieren will, wird auf eine wirkliche Fundgrube stoßen. Wer dagegen konkrete Tipps, Tools und Links sucht, um diese Ideen auch umzusetzen, sollte zu einem anderen Buch greifen oder seinen RSS-Feeder mit den passenden Blogs füllen.

What a great story: Die Airport und Museum Battles zum Superbowl 2014

Es gibt einfach immer wieder grandiose Projekte im Social Web, an denen ich mich richtig erfreuen kann. So wie diese Idee hier anlässlich des Superbowl 2014.

Kurz zum Anlass: Wenn in wenigen Stunden am späten heutigen Abend der Superbowl startet, dann stehen sich zwei NHL-Teams gegenüber: Die Seattle Seahawks und die Denver Broncos (=> hier geht es zum Livestream). Auch wenn ich kein Football-Fan bin, fasziniert mich das Duell immer stärker. Und zwar wegen der vielen kleinen Geschichten rund um dieses Ereignis, die jeder überall live miterleben kann.

In den letzten Tagen haben beide Städte sowie die Medien jede Einzelheit dieses Duell ausgekostet. Wer hat die bekannteren Promis? Wer hat mehr Einwohner? Wo leben die Menschen lieber? Wer hat mehr touristische Attraktionen? Solche Vergleiche wie beispielsweise hier sind auf vielen Medienseiten und Blogs zu lesen. Selbst die beiden Flughäfen der Metropolen leisteten sich per Twitter eine hübsche Battle – mit dem Deal: “The airport that loses the wager must take a photo of the winning team’s flag on display at the airport and post it to Facebook for the world to see”, so Heath Montgomery, Sprecher des Denver Airports.

Das schönste Duell spielen für mich derzeit die beiden Museen der Stadt unter sich aus: Das Denver Art Museum und das Seattle Art Museum. Beide vereinbarten einen Deal, den ich so sonst noch nirgendwo gelesen habe. Das Museum der Stadt der verlierenden Mannschaft muss dem Museum der Gewinnerstadt ein Kunstwerk für drei Monate ausleihen. Und zwar ein symbolkräftiges, wie es heißt. Wenn Seattle gewinnt, wird das Denver Art Museums (DAM) eine Bronzeskulptur mit dem Namen „The Bronco Buster“ von Frederic Remington nach Seattle verleihen. Wenn die Broncos dagegen gewinnen, wird das Seattle Art Museum (SAM) das Kunstwerk „Sound of Waves“ von Tsuji Kako aus der japanischen Kunstsammlung für drei Monate nach Denver schicken. Natürlich wird das Museum der Verlierer für alle Transport- und sonstigen Verleihkosten aufkommen.

Damit jeder bei diesem Museumsduell mitfiebern kann, wurde gleich noch der ziemlich geniale Hashtag #SAMvsDAM entwickelt, den in den letzten Tagen einige bereits zum „Hashtag of the Day“ ernannt haben. Dass das Duell der Museum dort seitdem weitergeht, muss ich glaube ich hier nicht mehr groß ausführen.

Ich kann nur sagen: Kompliment an die beiden Social Media Teams der beteiligten Museen, die aufzeigen, wie intelligente und verdammt schnelle Social Media Kommunikation richtig Spaß bereiten kann. Diese Geschichte, auf die mich übrigens der @kulturmensch gestoßen hat, ist auf jeden Fall mein bisheriger „Hashtag of the Year“. Aber das Jahr ist ja noch lange für weitere schöne Geschichten. Also entwickelt sie.

Literatur: „Pinterest. Ein Guide für visuelles Social-Media-Marketing“ im Test

„Das nette Social Network“ nennt es Andreas Werner. Denn Pinterest sei einfach zu bedienen und vor allem: „Die Stänkereien, Wutausbrüche – also das negative Karma – gibt es nicht auf Pinterest.“ Dazu hat der Datenonkel Mitte vergangenen Jahres einen nützlichen Guide vorgelegt, den ich mir erst jetzt vornehmen konnte. 

Pinterest-Buch von Andreas Werner über visuelles Social-Media-Marketing

Andreas Werner: Pinterest Guide

„Pinterest ist ein Werkzeug zum Sammeln und Sortieren von Sachen, die Sie lieben“, heißt es bei Pinterest. Und dies ist als klares Unterscheidungsmerkmal zu Facebook & Co. zu verstehen. Genau auf diese Suche beginnt sich Werner in seinem leicht lesbaren Leitfaden. „Pinterest. Ein Guide für visuelles Social-Media-Marketing“ ist ein 200 Seiten starkes Büchlein im kompakten Hosen- und Jackenformat.

Nützliche Tipps und Hilfestellungen
Im ersten Kapitel erklärt Werner Schritt für Schritt die Funktionsweise. Nützliche Tipps hat er zur Einrichtung, beispielsweise: Wie verifiziere ich meinen Pinterest-Account ohne eigenen Webserver, wenn ich stattdessen ein bei WordPress oder Tumblr gehostetes Blog betreibe? Wie wandele ich einen Privat-Account in einen Business-Account um? Verbunden mit dem wichtigen Hinweis: Einmal umgewandelt, gibt es kein zurück. Oder wie wäre es mit dem Tipp, dass man nur drei geheime Boards anlegen darf und öffentliche Boards nachträglich nicht in geheime umwandeln kann? Das Buch beinhaltet viele dieser kleinen, aber nicht unwesentlichen Hinweisen. Weitere Lösungen bietet ansonsten übrigens das Pinterest-Helpcenter.

Werner ist sich bewusst, dass sich Pinterest stark am verändern ist. An vielen Stellen betont er dies mit Ausdrücken wie „möglicherweise“ oder „wenn Sie diese Zeilen lesen“. Und er bekommt recht: Seit der Publikation hat sich viel getan. Natürlich funktioniert heute Pinterest ebenfalls mit dem Safari-Browser – und nicht nur mit Chrome und Firefox. Und allein die App hat ein völlig neues Aussehen samt erweiterter Funktionen erhalten. So ist dieses Kapitel nur begrenzt zu gebrauchen. Dies fällt nicht negativ auf, ist die App doch so gut gestaltet, dass sie für jeden selbsterklärend sein sollte.

Stärke in der Analyse trotz begrenzter Tools
Viel nützlicher ist das Buch, wenn es um die professionelle Nutzung geht: Wie muss ich meine eigene Seite auf das Pinnen vorbereiten? Was ist die richtige Größe und adäquate Qualität für Bilder und Grafiken? Wie integriere ich Rich Text und Widgets? Was mache ich, um das Pinnen von meiner Seite zu unterbinden? In diesem Kontext hat er vollkommen recht, wenn er schreibt: „Die absolut sicherste Methode besteht darin, Material, das nicht verbreitet werden soll, gar nicht erst zu publizieren.“

Noch ein Thema: Wer Social Media Accounts betreibt, sollte die Kanäle auch regelmäßig analysieren und bewerten. Eine gute Zusammenfassung der vorhandenen Analyse-Tools liefert dazu sein Kapitel Pinterest-Analytics. Dies hätte ich aber von einem Autor mit ausgewiesenem Fokus auf Analyse und Monitoring nicht anders erwartet. Schade ist nur, dass einige der vorgestellten Analyse-Tools mittlerweile nicht mehr funktionieren – wie das ehemals praktische und von mir gern genutzte Pinpuff, Reachli oder PinGraphy. Hier hoffe ich auch aus eigenem Interesse – mich findet man übrigens hier bei Pinterest – darauf, dass künftig neue und spannende Tools entstehen, um Pinterest noch stärker in die Köpfe der Menschen und der Unternehmen zu bringen.

Von richtigen und falschen Prognosen
Es ist schön zu lesen, wie begeistert Werner über seine Lieblings-Social Media Plattform schreibt, der bisher in Deutschland noch nicht der wirkliche Durchbruch gelungen ist. Denn da liegt er kräftig falsch: Seine damalige Prognose, Tumblr würde nicht wirklich abheben, Pinterest dagegen in Deutschland eine ähnlich starke Entwicklung wie in den USA vornehmen, ist nicht eingetroffen. Ganz im Gegenteil. Als Pinterest-Fan sage ich, leider. Hoffen wir gemeinsam, dass dieser Schritt noch passieren wird. Denn diese Plattform wäre es wert. Dazu müssten dann aber auch – und da gebe ich Werner wieder recht – die Budgets für Bild- und Videomaterial in den Organisationen kräftig steigen. Und dies neben Pinterest auch wegen Instagram und YouTube als visuelle Kommunikationsplattformen.

Eine letzte formelle Frage bleibt offen: Warum werden zu den im Buch erwähnten Tools oder Beispielen an kaum einer Stelle die Domains angegeben? Wollte das Buch zur großen Suche anregen? Eher scheinen diese Links übersehen bzw. vergessen worden zu sein. Hoffen wir also, dass dies in der kommenden Auflage nachgeholt wird. Schließlich wollen wir doch keine „Such die URL“ veranstalten.

Fakten: Andreas Werner: Pinterest. Ein Guide für visuelles Social-Media-Marketing, mitp, 2013

Infografik: Die richtigen Größen für Facebook, Twitter, Google+ und Pinterest

Die BIldergrößen zu Facebook, Twitter, Google+ und Pinterest

Social Media Size Image Cheat Sheet 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefunden via @mediabistro

Keine Lust mehr auf Social Media? Der Abmelde-Guide. (Infografik)

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