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Social Media Monitoring

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Meine Gedankenspiele: 10 Lesetipps aus dem Juni

Gedankenspiele-Lesetipps vom 09. Februar 2016

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Wie nehme ich Content auf? Mein Rezept gegen die Informationsüberflutung.

Vor schon wieder vielen Wochen hat der liebe Thomas Pleil seinen täglichen Workflow geschildert. Auch ich wollte dies schon immer gerne einmal tun. Gerade in meinen Trainings und Workshops werde ich regelmäßig gefragt, wie ich mit der heutigen Informationsüberflutung umgehe bzw. wie ich mein eigenes Informationsmanagement steuere, um nicht den Überblick über die vielen nützlichen wie nutzlosen Informationen und Fakten zu verlieren, die wir jeden Tag aufnehmen, erleben oder auch lesen müssen. (Ach herrje, war das ein langer und umständlicher Satz.) Das heißt: Wie gehe ich mit Content um und vermeide gleichzeitig einen Content-Overflow (der übrigens in Wirklichkeit nicht zu vermeiden ist)?

Jetzt hier in Basel, kurz vor Beginn einer internationalen Konferenz, habe ich den freien Sonntag Vormittag genutzt, um die Säulen meiner Informationsaufnahme und -speicherung zu schildern. Eigentlich ist dies bei mir recht einfach:

Feedly RSS-Reader

Der RSS Reader Feedly im Einsatz.

a) Das wichtigste Utensil für mich war, ist und bleibt mein RSS Reader – und der heißt wie bei vielen anderen Feedly. Wenn RSS irgendwann mal abgeschafft werden würde, wäre dies gleichbedeutend mein Ausstieg aus der Branche – glaube ich zumindest. Zumindest wäre ich quellenlos. Fast. In Ordnern habe ich bei Feedly rund 200 Blogs, Webseiten und sonstige Content-Angebote rund um die Kommunikations- und Marketingbranche mit Fokus auf Public Relations, Journalismus, Digitale Strategien, Stiftungen und Private Stuff abonniert. Auch die Ergebnisse einiger Monitorings aus Twingly oder den immer schlechter werdenden Google Alerts (die stellt doch Google sicherlich als nächstes ab, oder?) lasse ich dort reinlaufen. Diese Feeds rufe ich meistens zweimal am Tag ab: Morgens zum Frühstückstee und spätnachmittags zum Nachmittagskaffee – wahlweise auch in Kombination mit anderen Getränken. Durch 80 Prozent der Beiträge flippe ich nur durch (Merke: Schlechte Überschrift = keine Wahrnehmung), einige verbreite ich per Twitter, Facebook oder Google+ direkt oder zeitversetzt. Die anderen werden „gemerkt“.

Pocket

Pocket als hilfreiches Instrument für die eigene Content Verarbeitung.

b) Mit dem Merken komme ich zum zweiten Tool: Pocket. Ich bin ein ziemlicher Fan von Pocket. Dort speichere ich alle etwas längeren oder mich besonders interessierenden Texte, die ich später in Ruhe lesen will. Zum Teil verarbeite ich diese in meinen Gedankenspielen als Lesetipps oder entwickele daraus Beiträge in meinem Blog (so wie heute) oder auf dem weiterhin wunderbaren medium.com. Außerdem integriere ich die wichtigsten Informationen und Case Studies in meine Basis-Präsentationen, von denen dann wiederum Teilnehmer meiner Seminare und Coachings profitieren dürfen. Die Schnittstelle zwischen Feedly und Pocket ist übrigens perfekt, ebenso zwischen Twitter sowie Extra-Apps wie Reeder und Hootsuite, wenn man die Pocket-Verbindung einmal eingestellt hat. Die Verbindung zwischen Google+ bzw. Facebook und Pocket ist – naja. Hier heißt es: Link kopieren und bei Pocket einfügen. Klappt aber dann sehr reibungslos.

Diigo Social Bookmarking

Social Bookmarking per Diigo

c) Eine weitere Merkstelle heißt bei mir die Social Bookmarking Plattform Diigo. Ganz nach dem Grundsatz des Social Sharings speichere ich alle Beiträge kurz beschrieben und möglichst sauber verschlagwortet. Auf diese Weise schaffe ich einerseits mir selbst ein Content-Gedächtnis, andererseits können meine Seminar-Teilnehmer auf all diese Links, die meist Teil des Workshops waren, auch im nach hinein zugreifen. Und darüber sind sie übrigens meist sehr glücklich ;-).

d) Die weitere Informationsaufnahme läuft über die klassischen Kanäle wie Facebook und Twitter – natürlich jeweils mit Listen (Learning aus meinen Workshops: Listen kennt fast niemand. Leider.) sowie die Google+-Kreise und die durchaus tauglichen Communities. Auf dem iPhone5 meistens mit den Original-Tools, auf dem Laptop fast komplett über Hootsuite inklusive einiger Enterprise-Möglichkeiten (danke an den lieben Markus Besch und das Social Media Institute). Auch das zeitversetzte Posting läuft bei mir immer stärker über Hootsuite, nachdem seit einigen Wochen Buffer bei mir immer wieder zickt und ich regelmäßig alle Kanäle neu hinzufügen muss. Praktisch finde ich weiterhin das Hootsuite-Begriffs- und Hashtag-Monitoring per Listen. Dabei spielt es für mich keine Rolle, dass das Layout eher nach 90er Design denn nach Mitte 2015 aussieht. Warum Hootsuite beim Monitoring nicht alle Retweets und Mentions anzeigt, finde ich eher nervig und kann es auch nicht erklären. Generell gilt: Inhaltlich benutze ich Twitter und Google+ fast nur beruflich, während bei Facebook der Fokus klar auf dem Privaten liegt.

Alert.io

Alerts zu Begriffen und Themen erstellen via alert.io

e) Solange noch nicht alle – kostenlosen – Monitoring-Tools die RSS-Funktion anbieten, habe ich daneben noch Alerts auf meinem – angesichts der Top-Ergebnisse – Lieblingstool Alert.io (wenn doch nicht immer so schnell mein Kontingent aufgebraucht wäre …), auf kuerzr.com und bei talkwalker  eingerichtet. Die Ergebnisse laufen ganz traditionell auf einem (ja, wirklich!) Web.de-E-Mail-Account ein.

f) Nein, ich bin kein purer Onliner! Und ja, ich lese regelmäßig Zeitungen und Zeitschriften – und dies selten auf dem iPad oder dem iPhone, sondern ganz klassisch mit knisterndem Papier. Genauso wie heute schon. Beruflich zählen so beispielsweise journalist (warum lässt sich hier online fast nix lesen?), medium magazin (Das 90er-Website-Design bräuchte dringenden Relaunch) und t3n (Tolle Arbeit print wie online!) ebenso zu meiner Lektüre, wie einige Newsletter print wie per E-Mail.

Dies ist zumindest mein grobes Gerüst, das ich über die Jahre immer weiter entwickelt habe und das mich natürlich Zeit kostet. Im letzten Social Media Management Seminar bei der DAPR in Düsseldorf wurde ich gefragt, wie viel Zeit ich konkret für diese Content-Aufnahme und -Verarbeitung verwende. Grob überschlagen kalkuliere ich durchschnittlich mit ca. 1,5 Stunden pro Tag.

Aber das wird bei den anderen hier doch auch nicht viel anders sein, oder?

Gedankenspiele-Lesetipps vom 11. Dezember 2014

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Gedankenspiele-Lesetipps vom 17.10.2014

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Gedankenspiele-Lesetipps vom 23-07-2014

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Gedankenspiele-Lesetipps vom 23-05-2014

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Gedankenspiele-Lesetipps vom 15-05-2014

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Gedankenspiele-Lesetipps vom 21-12-13

  • Was ist Content Marketing? Ein neuer strategische Ansatz, um Themen eine größere Sichtbarkeit zu geben? Alter Wein in neuen Schläuchen? Oder einfach die berühmte Sau, die im Jahre 2013 durch das kommunikative Dorf getrieben wurde? Vielleicht von allen etwas. Wie spannend das Thema auf jeden Fall ist, zeigt diese Präsentation von TopRank. Angesichts der Content Marketing World 2013 haben sie die Köpfe hinter den großen Content Kampagnen nach ihren Strategien gefragt. Das Ergebnis: 36 wirklich spannende Content Marketing-Tipps samt Beispielen.

    tags: content marketing Content Strategie

  • War 2013 ein gutes Jahr für den Journalismus? Martin Giesler sagt klar „ja“ und führt 22 Trends auf, die heute jeder Journalist kennen sollte.

    tags: journalist Journalismus trend

  • Nachdem der gute Mike Schnoor kürzlich mit seiner Blogparade positiv Furore gemacht hat, schiebe ich zum Thema Blogger Relations noch einen ganz anderen Beitrag nach. Anhand eines konkreten Beispiels zeige ich in dieser Lektion einmal auf, was konkret schief gegangen ist und wie man mit ein paar Kniffen dies deutlich verbessern könnte.

    tags: Blogger Relations Lektion Blog

  • Wie soll ich als Publisher auf den Rückgang der organischen Reichweite bei Facebook reagieren? Björn Tantau empfiehlt u.a. besseres Social Timing, höhere Frequenz, qualitative Inhalte, Anzeigen direkt im Newsfeed – plus die Berücksichtigung weiterer Kommunikationskanäle.

    tags: Facebook Facebook Ads EdgeRank Newsfeed

  • Jeder glaubt heute, eine Facebook-Fanpage anlegen zu können und damit Erfolg zu haben. Dass dies nicht so ist, werden die meisten schnell merken. Um die größten Fehler zu vermeiden, hat Falk Hedemann einen langen Beitrag geschrieben, der zahlreiche Tipps und strategische Hinweise mit auf die Facebook-Reise gibt.

    tags: Facebook Facebook Ads Social Media Strategie

  • Was macht das Geheimnis erfolgreicher vitaler Kampagnen aus? Ausgehend von einer grandiosen Kampagne zu Weihnachten von WestJet Airlines hat Marcel Wengel einige der wichtigsten Elemente aufgeführt, denen jede Kampagne folgen sollte: Einfache Verständlichkeit, zurückhaltende Markenkommunikation, aktueller Bezug, Integration mit weiteren Kanälen, Verbreitung in der internen Kommunikation.

    tags: WestJet Fluglinie kampagne viral Viralmarketing Airline

  • Einen alphabetischen Überblick über Online bzw. Social Media Monitoring und Analyse Tools liefert diese Liste. Schade nur, dass bei den über 100 Tools nicht zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Instrumenten unterschieden wird.

    tags: tools monitoring social media

  • WhatsApp schreibt weiter an seiner Erfolgsgeschichte. 400 Millionen monatlich aktive Nutzer zählt das Netzwerk im Dezember 2013. Allein 100 Millionen kamen in den vergangenen vier Monaten hinzu. Weitere Zahlen sowie Geschichten aus der Welt, wie WhatsApp einzelnen Usern helfen konnte, sind im hauseigenen Blogartikel nachzulesen.

    tags: WhatsApp Nutzerzahlen

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Literatur: Social Media Analytics & Monitoring im Test

Social Media Analytics Social Media Monitoring Website-Analyse

Andreas Werner: Social Media Analytics & Monitoring

„Social Media Analytics & Monitoring“ nennt Andreas Werner alias Datenonkel sein neues, hoch anspruchsvolles Werk. Es ist sicherlich das derzeit – soweit mir bekannt – genaueste Buch im deutschsprachigen Raum, was die Analyse und Einschätzung von Daten angeht, die wir über Facebook und Co. messen könnten. Dazu setzt Werner einiges an Vorwissen voraus.

Zwischen Social Media Tool-Analyse und Web Analytics
Das Buch baut über zwei Ebenen auf: Die Werte der Social Media Analytics als Basis und ihre Kombination mit den Werten aus den Web Analytics-Werkzeugen wie Google Analytics, Webtrends oder Omniture. Oder wie Werner seine Vorgehensweise beschreibt: „Zunächst wird analysiert, welche Metriken für die verschiedenen Netzwerke notwendig und möglich sind. Danach werden die Überleitungen zwischen den Netzwerken und Websites in die Analyse einbezogen, um darauf aufbauend Konzepte für Kenngrößen zu erarbeiten, die die Leistung der Netzwerke vergleichbar machen.

Die folgende Abbildung aus dem Buch verdeutlicht diese Vorgehensweise: Welche Zahlen und Angaben bieten die Social Web Plattformen selbst – im Buch betreffen dies Facebook, Twitter, Google+, Pinterest, SlideShare sowie Blogs? Welche Daten lassen sich aus den Website-Tools ziehen? Und welche Werkzeuge gibt es, um Effekte in beiden Richtungen zu analysieren?

Social Media Analytics und Monitoring

Q: A. Werner: Social Media Analytics & Monitoring, 2013, S. 7

Bei Facebook nimmt sich Werner die Insights und ihre Relevanz vor. Detailliert beschreibt er, was sich aus diesen direkt herauslesen lässt und zu welchem Zweck externe Tools wie Quintly hilfreich sind. Er macht deutlich, was möglich ist und wo Einschränkungen vorliegen. Kritisch beurteilt er die Datenbestände von ComScore und Alexa, weist bei Twitter und Google+ auf die magere Datenlage für Datenanalysen und bei den Tools auf die große Dynamik im Markt und den ständigen Veränderungsprozess hin.

Im weiteren Verlauf zeigt Werner auf, was sich im Social Media Bereich mittels Analytics-Werkzeugen messen und auswerten lässt. Auch die Definition und Herleitung von KPIs auf Basis der Ziele des Social Media Engagements wird schrittweise erklärt. Zudem macht er deutlich, dass sich schon mit einem kostenlosen Tool wie Google Analytics recht valide die Auswertungen von Social Media Aktivitäten auf die eigene Website interpretieren lassen.

Chancen und Einschränkungen bei Klout & Co.
Im Kapitel „Klout & Co.“ unterscheidet er zwischen allgemeinen Messkriterien, die über viele Netzwerke hinweg gültig sind (Klout, Kred, Peerindex) sowie speziellen Tools, die einen Score lediglich für eine Plattform angeben (wie Tweetlevel, PinReach oder CircleCount für Google+). Seine Empfehlung: Gerade zur Identifizierung von einflussreichen Kommunikatoren und zu deren Ansprache als Fan, Tester oder Multiplikator lohnt sich eine Beschäftigung. Gleichzeitig weist er auf Einschränkungen durch Mess- und Übertragungsfehler, Anpassungsmankos innerhalb der Netzwerke und sprachliche Ungenauigkeiten als gravierende Probleme hin.

Spannend auch sein Social Media Monitoring Kapitel: Wie sind solche Werkzeuge aufgebaut? Was können sie leisten? Und welche Kriterien zur Beurteilung lassen sich heranziehen? Auch diese Fragen werden Schritt für Schritt aufbereitet – auch wenn die Tools etwas zu kurz kommen. Doch ist die Vermittlung von Tools nicht der Fokus des Buches, das vielmehr Hintergrundwissen für Analyse und Monitoring vermitteln will.

Fachbuch für Experten
Um es klar und deutlich zu formulieren: Das Buch ist keine leichte Lektüre. Andreas Werner hat ein höchst anspruchsvolles Buch für Experten und nicht für Einsteiger geschrieben, das Grundwissen in Analytics & Monitoring zwingend und explizit voraussetzt. Wer über dieses verfügt, findet in den 200 Seiten ein hoch detailliertes Werk – zum lesen und nachschlagen.

Fakten: Andreas Werner: Social Media – Analytics & Monitoring. Verfahren und Werkzeuge zur Optimierung des ROI, dpunkt.verlag, 2013.

In meiner Literatur-Serie bereits erschienen:
„Twitter für Einsteiger“ im Test
„Das Online-Marketing Praxisbuch“ im Test

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