//
archives

PR-Journal

Diese Schlagwort ist 8 Beiträgen zugeordnet

Lektionen: Studienanalysen haben etwas mit Denken zu tun

Es ist rund einen Monat her, als ich mich das letzte Mal hier zum Thema Studien geäußert, damals die Aussagekraft von einzelnen Studien analysiert und teils in Frage gestellt habe. Dieser Beitrag lässt sich als kleine Fortsetzung verstehen, wobei sich die Kritik dieses Mal weniger an den Herausgeber denn an die bedenkenlosen Wiedergeber der Studie richtet.

Um was geht es: Der von mir wirklich geschätzte Bundesverband der Digitalen Wirtschaft (BVDW) hat vor zwei Tagen eine neue Studie publiziert. In der Pressemitteilung mit dem Titel „Unternehmen setzen mehrheitlich auf Social-Media-Strategie“ heißt es dazu: „Bereits 78 Prozent der befragten Unternehmen vertrauen auf eine eigene Strategie für Social Media. Rund 69 Prozent der Unternehmen ohne übergeordnete Strategie wollen diese langfristig einführen.“ Dazu hatte der BVDW 140 deutsche Unternehmen im Zeitraum Mai/Juni online befragt.

So weit so gut. Und alle Medien – egal ob absatzwirtschaft, horizont oder PR Report, ja sogar das PR-Journal – haben seitdem diese Aussagen brav und ohne nachzudenken 1-zu-1 übernommen und medial über ihre Kanäle verteilt. Doch Moment: Hat sich irgendeiner Gedanken darüber gemacht, welche Aussagekraft diese Zahlen haben, wenn man die Aussagen etwas genauer betrachtet? Eigentlich keine Relevanz. Schließlich wissen wir nur, dass der BVDW irgendwelche 140 Unternehmen befragt hat, von denen gut drei Viertel eine Strategie für die Sozialen Medien zu haben scheint. Doch lässt sich diese Aussage denn verallgemeinern?

Versuch 1: Die Verallgemeinerung
Wenn wir den Satz verallgemeinern würden, dann könnte er heißen: „78 Prozent der deutschen Unternehmen haben eine Social Media Strategie.“ Das wäre eine klare und bedeutsame Aussage. Doch ist sie wahr? Nein, so weit sind wir definitiv noch nicht. Bei rund 75 Prozent Deutschen, die zumindest einmal pro Monat online waren, knapp 30 Prozent Bundesbürger, die Facebook nutzen, sollen drei Viertel der deutschen Unternehmen schon strategisch Social Media „betreiben“? Berücksichtigen wir gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Fleischer, Bäcker und Imbissbuden, die Apotheken und Restaurants, bis hin zum milliardenschweren B2B-Dienstleister im Bereich Automobil- oder Chemikalienlieferung, dann müssen wir selbst bei der Aussage den Kopf schütteln, dass 78 Prozent der Deutschen Unternehmen im Bereich Social Media aktiv wären.

Außerdem: Wenn der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), also ein Social Media naher Interessensverband, noch im Frühjahr schrieb, dass rund ein Drittel der Unternehmen in Deutschland auf Facebook aktiv ist, müsste sich die Zahl seitdem verzweieinhalbfacht haben. Und da sprechen wir von Facebook und noch nicht von einer „Strategie“. Das heißt: Dies wäre eine medial klare Aussage, die aber falsch wäre.

Versuch 2: Die Spezifizierung
Nehmen wir an, der BVDW hätte seine Information etwas verwirrend formuliert und hätte zu dieser Studie Unternehmen befragt, die bereits erste Schritte im Bereich Social Media unternommen hätten, dann hieße die Aussage: „Bereits 78 Prozent der in den sozialen Medien aktiven deutschen Unternehmen besitzen eine Social Media Strategie.“ Auch dies wäre eine beeindruckende, stolze Zahl – nur weniger medial plakativ. Das heißt: In diesem Fall hätten wir zumindest eine klare und ehrliche Aussage; auch wenn wir Versuch 3 noch nicht berücksichtigt hätten.

Versuch 3: Die Inhaltsanalyse
Wir glauben der Aussage. Dann sollten wir uns mit dem Begriff und dem sehr unterschiedlichen Verständnis für den Ausdruck „Social Media Strategie“ näher auseinandersetzen. Vor wenigen Wochen hatte mich die Studie „Next Corporate Communication 2012“ von der Universität St. Gallen und Virtual Identity nachdenklich gemacht: Rund ein Drittel der Unternehmen hatte angegeben, eine Social Media-Strategie bereits umgesetzt zu haben, während die Mehrzahl der Berater dieses unternehmerische Handeln wiederum eher mit Testen und Ausprobieren beschrieb. „Während es aus Sicht der Experten um eine Verbindung von Social Media, Kommunikations- und Businesszielen geht, setzen manche Unternehmensvertreter bereits das Aufsetzen eines Twitter-Accounts mit einer Social Media-Strategie gleich„, schrieb ich dazu im PR-Journal über die Studie.

Wie gesagt: Ein Drittel der Unternehmen inklusive der erwähnten Einschränkungen sprach damals von Strategie. Und jetzt sollen es plötzlich 78 Prozent der Unternehmen sein? Und können diese wirklich die relevante Kernfrage beantworten, die auch die „Next-Studie“ betont: „Wo entsteht relevante Interaktion mit unseren Nutzern?“ Das heißt: Spätestens an dieser Stelle müssten Zweifel bzgl. der kommunizierten Aussagen stattfinden.

Fazit: Erst denken, dann schreiben
Zumindest eine dieser drei Fragen hätte sich jeder Berichterstatter stellen können, ja müssen. Oder zumindest den Vergleich zum Vorjahr zum Thema zu erheben à la: „Social Media Strategien setzen sich bei Unternehmen immer stärker durch. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich ihre Zahl laut Studie des BVDW um XX Prozent erhöht.“ Das wäre korrekt gewesen. Aber nein, dazu hätte man ja denken müssen. Stattdessen übernahmen alle diese wirklich begrenzt aussagekräftigen Ergebnisse 1-zu-1. Prima für den BVDW und seine PR-Abteilung, traurig für die nicht denkende Kommunikations- und Medienbranche.

Gedankenspiele zu Online Relations vom 18. September

auch wenn die Zeit derzeit für die Neuauflage unseres Buches „Public Relations“ drauf geht, habe ich mich in den letzten zwei Wochen parallel wieder durch zahlreiche Beiträge gelesen, von denen ich ein paar empfehle.

Krise im Onlinejournalismus
Stefan Plöchinger sorgt sich um den Onlinejournalismus. Dies hat der Süddeutsche.de-Chef auf dem DJV-Kongress „besser online“ wieder deutlich gemacht: Journalisten sind zu zahlenhörig, diskutieren zu platt, denken zu konservativ. Carta hat jetzt den Text seiner spannenden Eröffnungsrede abgedruckt.

Zukunftshoffnung für Journalisten
Bei seinen Treffen mit Medienmachern und Journalistenschulen hat Richard Gutjahr erste Anzeichen gewonnen, dass das Schlimmste hinter uns liegt und er in den Redaktionen sogar Zuversicht spürt. Seine Erkenntnisse hat er in 7 Tipps für die Zukunft zusammengefasst, die u.a. Zuhören, Eigeninitiativen, Informations-Curating, Multitasking und offensives Marketing betreffen.

Blog als Dialogkanal
Ein kompaktes Interview hat Nadja Amireh mit Thomas Zimmerling vom Jack Wolfskin Outdoor Blog über das Blog, den Nutzer-Dialog und die neuesten Trends für das PR-Journal geführt. Kernaussage: „Letztendlich bestimmen die Nutzer, was wo passiert.“

Facebook auch am Wochenende
Deutsche Unternehmen verschlafen das Wochenende auf Facebook. Dabei könnten sie besonders dann mit hoher Aufmerksamkeit rechnen, zitiert das fanpagekarma-Blog eine Studie. Nur 11% der Unternehmen posten ähnlich viel Beiträge auch am Wochenende. Dabei honorieren Fans Beiträge an Sonntagen mit doppelt so vielen Reaktionen wie unter der Woche. Also umdenken?

Twittern für die Karriere
Welche Twitter-Accounts liefern wertvolle Tipps und Tricks rund um die eigene Karriere? Christian Müller hat für die Karrierebibel sich die Mühe gemacht, 44 Twitter-Accounts für Jobsuchende zusammenzusuchen. In der nächsten Runde folgen dann sicherlich die Facebook- und Google+-Karriereseiten 😉

Pinterest wächst kontinuierlich
Viele sprachen nach dem Abflauen des Pinterest-Hypes schon vom Ende des Bilder-Netzwerkes. Doch dem Hype ist kein Einbruch sondern ein kontinuierliches Wachstum gefolgt, schreibt Martin Weigert. Pinterest sei nicht nur mittlerweile ein wichtigerer Trafficlieferant als Yahoo, Bing und Twitter und mit Instagram das schnellst wachsende Nischen-Netzwerk. Vor allem böte Pinterest klare Monetarisierungschancen.

Tool-Tipp: Wer für seinen nächsten Hangout eine Video-Ankündigung sucht, um darauf hinzuweisen, sollte sich bei Hypemyhangout.com bedienen. Innerhalb weniger Sekunden und dazu einfach zu bedienen entwickelt das kleine Tool ein 15-sekündiges Werbevideo für den geplanten Hangout. (via @ethority)

Lektionen: Nur zielgruppengenaue Presseverteiler führen zum Erfolg

An manchen Tage befällt mich der Eindruck, dass es Unternehmen und Agenturen nicht so ganz genau mit ihren Presseverteilern nehmen. Nicht nur, dass diese nur selten aktualisiert werden. Es bringt auch wirklich nichts und aber gar nichts, jede Pressemitteilung an den gesamten großen Verteiler zu versenden. Was leider auch sehr bekannte und von mir geschätzte Agenturen und Unternehmen durchaus machen.

Als freier Redakteur beim Fachportal PR-Journal erreichten mich in den letzten zehn Tagen u.a. folgende Themen (ich habe die Betreffzeilen kopiert) – und dies ist nur eine kleine Auswahl:

    • Pressemitteilung: Secunia bringt Secunia CSI 6.0 für umfassendes Schwachstellen- und Patchmanagement
    • R+V24-Initiative „Sei ein Retter!“: Unfallopfern beistehen: Emotionale Erste Hilfe leisten
    • Großes Finale beim iglo Kochduell der Bundesländer: …
    • Pressemitteilung Gutshaus Groß Toitin: Historische Bäderarchitektur an der Ostsee
    • Pressemitteilung: curasan AG: Patent für Thrombozyten-Mediatorenkonzentrat erteilt
    • Karstadt setzt Erfolg im Bereich Beauty fort / Neue Eigenmarke ab …

Jetzt frage ich mich einfach, was ein PR-Fachmedium mit diesen Themen anfangen soll – außer sie direkt in den Papierkorb zu befördern. Für eine professionelle und nachhaltige Kontaktpflege geht es vielmehr darum, möglichst spitze Verteiler aufzubauen – an die dann die jeweilige Pressemitteilung gesendet wird. Wer dagegen nicht zielgenau kommuniziert, der verärgert auf Dauer nur seine Ansprechpartner bzw. landet im virtuellen Papierkorb. Aber dies ist doch eigentlich erstes Semester Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Warum klappt es dann nicht …

Gedankenspiele zu Online Relations vom 25.06.2012

Online-Journalismus-Blockseminare an der Hochschule Hannover, Social Media Workshops an der Evangelischen Medienakademie, Online-Marketing-Seminare am IMK sowie einige Beratungsjobs haben meine regelmäßigen Lese-Tipps etwas verzögert. Aber jetzt sind sie wieder da. Schließlich ist einiges in der Zwischenzeit geschrieben worden.

Tipps für die Medienarbeit
Das PR-Journal hat sich Gedanken zur professionellen Medienarbeit gemacht und zwei Info-Blätter zum Thema Pressearbeit und Online-Pressearbeit publiziert. Mit diesen Infos als Basis hat sich der geschätzte Helge Weinberg Gedanken über seine Lehrjahre gemacht. Parallel hat auch Martin Weigert auf netzwertig Unsitten in der Pressearbeit aufgezählt. Manchmal muss man leider den Kopf schütteln.

Leitfaden für das Crowdsourcing
Ich bin ein Freund der strategischen Ansätze. Und dies überall. Da auch jede – derzeit modische – Crowdsourcing-Planung einer sorgfältigen Vorbereitung bedarf, hat das gleichnamige Blog einen Leitfaden geschrieben, der die Umsetzung schrittweise begleitet. Wer diesen Beitrag liest, dem wird auffallen, wie stark die Vorgehensweise einem klassischen PR-Konzept gleicht.

SEO für Videos
Gerne wird vergessen: YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Und angesichts der 72 Video-Stunden, die pro Minute hochgeladen werden, ist der Kampf um eine gute Präsenz hoch. Ein ausführlicher Bericht im tagSeoBlog hat sich jetzt den Kriterien gewidmet, damit ein Video in der YouTube-Suche möglichst weit vorne gelistet wird.

RSS-Feed fur Pinterest
Ich bin ein absoluter RSS-Fan – und liebe vor allem die großartige mobile App von Silvio Rizzi. So ziemlich alles versuche ich über das kleine orangene Quadrat abzurufen. In diesem Kontext sehr praktisch: Das Social Media Marketing Blog hat jetzt aufgezeigt, wie einfach sich selbst Pinterest-Accounts bzw. Pinterest-Boards per RSS abonnieren lassen.

Sicherheit für Facebook
Angesichts zunehmender Hacker-Angriffe auf die Sozialen Netzwerke – wie kürzlich bei LinkedIn -, hat Thomas Hutter einen längeren Beitrag publiziert, welche schmutzigen Tricks besonders beliebt angewendet werden, auf was Facebook-Nutzer besonders Acht geben sollten und welche Maßnahmen sich dagegen ergreifen lassen.

Monitoring bei Otto
Wenn auch schon ein paar Tage alt: Die Case Study zum Social Media Monitoring bei Otto bleibt lesenswert – insbesondere auch in der Verzahnung zwischen Kundenservice und Social Media.

Lesestoff fur Onliner
Der fleißige Daniel Rehn hat 5 – äußerst umfangreiche – Präsentationen zu seinen Vorlesungen Online / Social Media bei Slideshare zur Verfügung gestellt. Und auch wenn sie teils etwas vollgepackt sind: Jeder Dozent oder Berater wird darin zahlreiche Anregungen für seine Arbeit finden. Mich haben die Folien immerhin schon mal 4 Stunden Lesen gekostet. Aber es hat sich gelohnt ;-).

Tool-Tipp: Webseiten-Geschwindigkeit
Nicht nur für SEO-Zwecke sondern auch für die Usability ist sie ein entscheidender Faktor: Die Geschwindigkeit, mit der sich die eigene Webseite lädt. Natascha Ljubic hat 5 Tools zusammengestellt, mit der sie sich messen und überprüfen lässt. Auch wenn die Ergebnisse doch sehr unterschiedlich sind ….

Gedankenspiele zu Online Relations vom 07.06.2012

Wie (fast) jede Woche, habe ich auch heute wieder eine Auswahl an Lesetipps zu Beiträgen zusammengefasst, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind und die ich hier gerne weiterempfehle.

Die Königin und ihre PR
Das 60. Thronjubiläum der Queen im verregneten London hat belegt, wie professionell das Britische Königshaus die Medien bedient – ob klassische Medien oder das Social Web. Zentrale Kampagnenseite war dabei die Webseite zum Diamant-Jubiläum. Das PR-Agentur-Blog hat sich die Webseite sowie die verschiedenen Social Media Aktivitäten etwas näher angesehen – und kommt zu einem sehr positiven Urteil.

Reputation ohne Kommunikation bei Samsung
Wenn neue Produkte lanciert werden, dann ist dies meist auch die Zeit der offensiven PR: Interviews, Lancierung von Beiträgen, Medienkooperationen zählen zu jeder Kampagne. Und bei Samsung? Anlässlich des Verkaufsstarts des Galaxy S3 hat sich die Reputation Management-Expertin Conny Wuest für das PR-Journal das Verhalten von Samsung und den Verzicht auf jegliche Kommunikation näher angesehen. Ihr Fazit: „So wenig westliche Unternehmen darauf verzichten können, so sehr können sich offenbar asiatische Anbieter es sich leisten, sich austernähnlich und stoisch auf die Produktkommunikation zu fokussieren.“

Social Media und die Strategie
Helge Weinberg hat sich der BITKOM-Studie vom Mai angenommen und sich den Status von Social Media in deutschen Unternehmen etwas näher angesehen. Sein Beitrag zeigt das doch durchaus ambivalente Bild in Deutschland: Zwar setzen 47% der Unternehmen auf Social Media. Davon jedoch 66% ohne Zielformulierung, nur 2% formulieren Kennzahlen zur Zielevaluation, nur 10% betreiben Social Media Monitoring. Es bleibt also noch viel zu tun auf dem Weg in eine digitale Gesellschaft.

Blogger Relations erfordern Vorausdenken
Der von mir sehr geschätzte Daniel Rehn, der gerade gen Hamburg zu achtung! wechselt, hat einen Foliensatz zum Thema Blogging und Blogger Relations in seinem Blog publiziert. Ganz spannend: Er führt in seinem Post Fragen auf, die sich Unternehmen und Institutionen vor dem Blogger-Erstkontakt stellen sollten. Meine Empfehlung: Diese sollte sich jeder hinter die Ohren schreiben. Zum selben Thema ist auch der Beitrag im PR-Blogger zu empfehlen, der ein Einmaleins der „Blogger Relations“ aufzeigt – übrigens samt spannender Blog-Diskussion.

Blogger Relations ohne Sonderbehandlung
Passend zum Beitrag von Daniel und dem PR-Blogger hat Mike Schnoor sich über den oft sehr gekünstelten Umgang von PR-Verantwortlichen mit Bloggern und den gleichzeitig eher geringen Output von Blogger Relations aufgeregt. Seine klare Empfehlung: „Ich behandle Blogger und Journalisten gleich, kein Grund für Samthandschuhe.“

YouTube und das Einbinden von Videos
Was muss ich beim Einbinden von YouTube-Videos beachten? Angesichts einer Abmahnung, die ein Blogger nach der Einbettung eines Videos erhalten hatte (mit rechtlich umstrittenen Inhalt), hat sich Martin Mißfeldt mit den rechtlichen Problemen auseinandergesetzt und in seinem Post gute Tipps nicht nur für YouTube-Neulinge zusammengefasst. Sein Fazit als Nicht-Jurist: „In aller Regel hat man nichts zu befürchten, wenn man ein paar grundsätzliche Dinge beachtet.“

Freitägliche Gedankenspiele zu Online Relations vom 20. April

Der gestrige Abend bei den PR Report Awards, den ich am wundervollen Tisch des PR-Journals wieder verbringen durfte, ist etwas länger geworden. Daher jetzt kurz noch 6 Leseempfehlungen aus der vergangenen Woche. Happy Weekend!

++++++++++

Journalismus (1): Ohne Urheber, keine Unternehmen
Kai Schächtele hat auf carta einen lesenswerten Beitrag zur Urheberrechtsdebatte geschrieben. Eines seiner Kernaussagen: „Ohne motivierte Urheber, die noch dazu die Marotte haben, von ihrer Arbeit leben zu wollen, haben Unternehmer nichts zum unternehmen.“ Korrekt. Wer sich dazu noch rechtlich informieren will: Heike Rost hat eine beeindruckende Linksammlung zum Urheberrecht zusammengestellt.

++++++++++

Journalismus (2): Zukunft ja, wenn …
Einen kluger Beitrag über die Zukunft des Journalismus hat Carsten Brosda auf vocer publiziert. In seinem eher optimistischen Rück- und Ausblick fordert er eine „Debatte über neue Finanzierungs- und Geschäftsmodelle, über neue Organisationsformen und über neue Darstellungslust, um Journalismus fit für das 21. Jahrhundert zu machen“.

++++++++++

Tools (1): Content-Verifizierung
Einen hervorragenden Überblick über Tools zur Verifizierung von Inhalten im Social Media Bereich hat Konrad Weber zusammengestellt. Er zeigt, wie sich die Korrektheit von Twitter-Accounts, Websites, Bilder und Videos überprüfen lässt. Da gibt es einiges zu lernen.

++++++++++

Tools (2): Suchmaschinenoptimierung
Welche SEO-Tools sind wirklich wichtig? Der Online-Marketing-Spezialist Andre Alpar empfiehlt auf Gründerszene seine zentralen Hauptwerkzeuge: Von generellen Tools zu Spezialtools, von kostenlosen zu kostenpflichtigen Tools.

++++++++++

Google (1): So wird Google+ zum Erfolg
Noch Zweifel bzgl. eines Google+ Engagements? Die karrierebibel liefert einen ausführlichen Argumentationsfaden samt Verhaltenstipps, warum sich dieses zeitliche Investment lohnt. Auch bei infographiclabs gibt’s eine Infografik zu 20 Gründen, die für Google+ sprechen.

++++++++++

Google (2): Publishing per Google Currents
Wie Einzelpersonen wie Unternehmen die neu verfügbaren Google Currents als Corporate Publishing Tool einsetzen können und welche Chancen sich daraus ergeben, das hat Frank Hamm in seinem Beitrag ausführlich aufgeführt.

Freitägliche Gedankenspiele zu Online Relations vom 30. März

Schon wieder ist Freitag. Wie die Zeit doch rast. Hier noch etwas Lesestoff für das – leider – graue Wochenende.

++++++++++

Entwicklung der Medienlandschaft
Prof. Thomas Pleil von der Hochschule Darmstadt gehört zu den Vordenkern der hiesigen PR-Branche. Dem PR-Journal hat er ein längeres Interview gegeben und dort zu den Veränderungen der Medienlandschaft und des Medienkonsums durch das Social Web sowie zu den Herausforderungen für Unternehmen und Medien Stellung bezogen.

++++++++++

Die Zukunft des (Online-)Journalismus
Auf vocer hat Stefan Plöchinger, Chef von Sueddeutsche.de, ein Plädoyer für die Bedeutung des Onlinejournalismus publiziert. „1+1+1=so viel mehr als 3“ sollte sich jeder angehende wie aktive Journalist genau durchlesen. Kernaussage: „Wir müssen den Leuten, die unseren Journalismus bezahlen sollen, mehr bieten als die Summe der einzelnen Teile.“

++++++++++

100.000 Pinterest-Besucher in 7 Tagen
Wie funktioniert eigentlich das Pinterest Viral-Phänomen? Anhand eines eigenen Beispieles „100.000 Besucher in 7 Tagen“ stellt Pascal Landau Pinterest als nützliche Traffic-Quelle zur Integration in die Online Marketing Strategie vor.

++++++++++

Der Dax im Social Web
Wie halten es die deutschen Dax-Unternehmen mit dem Social Web? Focus-Redakteur Holger Schmidt gibt einen Überblick über die Strategien und Erfahrungen der Unternehmen mit den sozialen Medien – inklusive 15 kurzer Case Studies.

++++++++++

Social Media Guidelines per Video
Dörte Giebel hat die unterstützenden PR-Videos zu den Social Media Guidelines von Tchibo und Deutscher Bahn miteinander verglichen; und sie kommt zu einem klaren Sieger.

++++++++++

Individueller YouTube Channel
Seit März gibt es für alle YouTube-Channel das neue Design. Cordie-Design gibt einen schrittweisen Einblick in die wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten.

++++++++++

Besserer Einblick in die eigenen Google-Activities
Nutzer mit Google-Account erhalten künftig einen zentralen Einblick in ihre Google-Aktivitäten – Mail, Websuche, Latitude (wer nutzt das eigentlich …). Ein netter Überblick – wenn auch mit kräftigem Ausbaupotenzial.

++++++++++

Noch ein „Danke“ zum Abschied
Heute verabschiedet sich Jörg Wittkewitz von seinem Job als Redaktionsleiter bei den Netzpiloten. Als Antwort auf seinen Beitrag (herrlich wie die URL aus 2,5 Jahren gleich 25 Jahre macht !) kann ich nur sagen: Danke Jörg für alles und bitte bis ganz bald!

Freitägliche Gedankenspiele rund um Online Relations vom 09.03.2012

Es ist wieder Freitag – und hier sind einige Beiträge und Tool-Tipps, die mir in der letzten Woche aufgefallen sind und die ich als lesens- und diskussionswert erachte.

++++++++++

Zeitungssterben bis 2034
Dass sich die klassische Medienarbeit ändert, belegt auch eine Trendberechnung von Prof. Dr. Klaus Meier: Danach erscheint im Jahr 2034 die letzte gedruckte Tageszeitung. Die Entwicklung bei Wochen- und Monatsmagazinen wurde nicht berechnet.

++++++++++

PR und das Social Web
Sollen PR-Leute von Social Media die Finger lassen bzw. nicht zuständig sein? Nein, sagt Helge Weinberg in einem Beitrag für das PR-Journal und beschreibt den professionellen Umgang mit Social Media als Dialog-Kommunikationsinstrument.

++++++++++

Mobiles E-Mail-Marketing
Wie lassen sich E-Mails für die Nutzung auf Mobilgeräten optimieren? Sollte man sich besser auf pure Text-Mails konzentrieren? Im E-Mail-Marketing Forum bin ich dazu auf diesen Beitrag bestoßen, der Vor- und Nachteile beider Ansätze aufzeigt.

++++++++++

Erfolgkriterien im Social Web
Bei Beratungen oder in Seminaren werde ich öfters nach Erfolgsfaktoren für eine Präsenz im Social Web gefragt. Auch wenn Begriffe an sich immer etwas Oberflächliches haben, so haben sich für mich die folgenden 12 Erfolgskriterien herausgebildet. Was fehlt noch?

++++++++++

Content-Strategie bei Coca Cola
Mit „We will move from Creative Excellence to Content Excellence“ beschreibt Coca Cola seine Content-Strategie 2020. In zwei hervorragenden Videos heißt es: Unternehmen müssten an jedem Berührungspunkt mit Zielgruppen eine emotionale Geschichte erzählen – also Storytelling als Zukunft, wie es bei wollmilchsau richtig heißt.

++++++++++

Facebook und die Chronik
Zahlreiche Beiträge haben sich in den vergangenen Tagen mit der neuen Chronik und den Folgen für Unternehmen beschäftigt – wie die karrierebibel, der PR-Blogger oder t3n. Ed Wohlfahrt widmet sich sehr spannend speziell der Timeline aus PR-Sicht.

++++++++++

Messung von Pinterest-Aktivitäten
Wer seine eigenen Pinterest-Aktivitäten messen und dies mit anderen teilen will, kann dazu PinClout oder Pinpuff nutzen, wobei PinClout mehr Gewicht auf Follower, Pinpuff mehr auf Viralität setzen soll. Weitere Tools werden sicherlich in den kommenden Wochen sprießen.

++++++++++

Mash-Up von Pinterest und Instagram
Es war nur eine Frage der Zeit – und Gennaro Variole hat es umgesetzt: Mit Pingram lassen sich jetzt sehr einfach Fotos aus der wunderbaren Instagram-App mit dem aufstrebenden Foto-Netzwerk Pinterest teilen. Meine Mischungen finden sich hier.

%d Bloggern gefällt das: