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Journalisten und die Sozialen Medien: Studien gesucht.

Wie gehen Journalisten mit Sozialen Medien um? Wie aktiv sind diese im Social Web? Welche Trends kann man hier erkennen? Und welche relevanten und empfehlenswerten Studien gibt es genau dazu? Fragen wie diese erhalte ich regelmäßig von Kunden, Projektpartnern, (Ex-) Studis und Teilnehmern meiner Seminare und Coachings. Also dachte ich mir, dass es sich lohnen könnte, wichtige und relevante Studien hier gemeinsam zusammenzutragen.

Mit gemeinsam meine ich: Da ich garantiert nicht alle kenne, sondern nur einen Bruchteil, wäre es klasse, wenn andere diese Liste ergänzen würden – mit ihren Vorschlägen in den Kommentaren. Schließlich geht diese Frage glaube ich ziemlich viele an.

Also: Welche relevanten und/oder aktuellen Studien gibt es zum konkreten Verhältnis Journalisten und Social Media? Und damit meine ich keine Studien zum Kommunikationsmanagement oder zur allgemeinen Zukunft des Journalismus …

Update (21.09.2017): Cision hat eine neue Version der jährlichen Social Journalism-Studie publiziert. Die Version 2017 lässt sich – nach Anmeldung – hier herunterladen.

Update (03.01.2017): Die Kommunikationsagentur PR von Harsdorf hat unter dem Titel „Wie PR die journalistische Arbeit der Fachmedien bestmöglich unterstützen kann“ Journalisten aus Wirtschaft, IT etc. befragt. Die Ergebnisse sind hier ersichtlich.

Update (11.07.2016): Cision hat eine weitere Version ihrer Studie “Social Journalism Studie” zum Verhalten von Journalisten in den Sozialen Medien publiziert. Die Version für Deutschland lässt sich hier downloaden.

Update (01.02.2016): news aktuell hat eine neue Version ihrer Studie „Recherche 2016“ zum Recherche-Verhalten von Journalisten publiziert. Das Whitepaper zur Online-Befragung von gut 1.200 Journalisten lässt sich hier herunterladen.

Update (15.12.2015): Die Universität der Bundeswehr München hat in der Studie „Recherchieren 2015“ rund 20.000 Journalisten zu ihrem Recherche-Verhalten befragt. Die Ergebnisse lassen sich hier herunterladen.

Update (Sommer 2015): Wie nutzen Journalisten Social Media? Was schätzen sie an den Plattformen, wo haben sie ihre Zweifel? Nach 2002, 2005 und 2009 hat die Bernet PR AG gemeinsam mit dem Institut für Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW auch 2015 die Studie rund um «Journalisten im Web» durchgeführt. Ergebnisse sind als Online-Buch hier erhältlich.

Update (28.03.2015): Die Ergebnisse der Cision Social Journalism Study inklusive der Ergebnisse für Deutschland findet man auf dieser Unterseite der Cision-Website.

Update (11.03.2015): Auch Mount Barley führt regelmäßig Online-Umfragen zum Thema durch.

Update (11.08.2014): Auch in der ACTA (siehe unten) sind Antworten auf Aspekte zu dem Verhältnis zu finden.

Diese Studien (alphabetisch geordnet) kenne und empfehle ich schon mal:

Gedankenspiele zu Online Relations vom 13. November

Die Themen meiner Lesetipps: Pressereisen, Journalisten in den Sozialen Medien, Instagram Webprofile, Google+-Casestudy sowie Kennzahlen für Facebook und das E-Mail-Marketing.

Pressereisen und die Journalisten
Pressereisen ist so ein typisches Thema, was jedes Mal bei Diskussionen rund um die Medienarbeit aufploppt, wie bei mir kürzlich in einem Seminar über moderne Medienarbeit in Hannover. Der Chefredakteur der Welt-Gruppe, Jan-Eric Peters, hat sich jetzt des Themas in einem lesenswerten Kommentar angenommen – und auf vorhandene Leitlinien und den Pressekodex des Deutschen Presserates hingewiesen, den PR-Leute wie Journalisten hoffentlich alle kennen. Übrigens vorbildlich, wie er an einem Sonntag auch die Kommentare betreute. Auch turi2 hat sich dem Thema bezahlte Pressereisen gewidmet.

Soziale Medien und die Journalisten
Cision hat sich in einer Studie mit dem Arbeitsalltag von Journalisten und dem Einfluss der Sozialen Medien beschäftigt. Anhand einer Clusteranalyse wurden daraus fünf typische Nutzerprofile erstellt: Jäger, Promotoren, Beobachter, Architekten und Skeptiker. Ich zähle mich mal ganz direkt zu den 12 Prozent Architekten. 😉

Journalisten und die Gatekeeper-Verlustrolle
Dass Journalisten immer stärker ihre Gatekeeper-Funktion verlieren, ist langsam bekannt. Wie stark auch Unternehmen (z.B. Redbull) oder aber Prominente mittlerweile ihre eigenen Medien nutzen und klassische Medien nur noch hinterher hecheln, beschreibt Martin Weigert in seinem Beitrag.

Instagram und die Webseiten
Die Agentur simply zesty hat in ihrem Blog die neuen Instagram Web-Profile mit der Timeline von Facebook verglichen – und kommt doch auf eine ganze Menge an Ähnlichkeiten in Gestaltung und Aufbau. Wird als Instagram zur Vorlage für die künftige Facebook-Timeline?

E-Mail-Marketing und die Kennzahlen
Welche Kennzahlen sollten E-Mail-Marketer unbedingt kennen? Laut Margaret Farmakis sind dies die Posteingangsrate, die Beschwerderate, die unbekannte Nutzerrate, Spamfallen-Treffer, Öffnungsrate nach Endgerät und die Leserate. Richtig wichtig vor allem für die E-Mail-Marketing-Profis.

Facebook-Erfolge und die Messzahlen
Facebook-Seiten-Betreiber stellen sich häufig die Frage, wie sie den Erfolg der Präsenz besser messen können. Denn die Anzahl von generierten, aber vielleicht passiven Fans kann es allein kaum sein. Schließlich geht es auch um die Interaktionsrate. Nico Pliquett hat insgesamt 7 wichtige Indikatoren aufgezählt – und auch noch in eine hübsche Infografik gepackt.

Google+ und ein Negativ-Beispiel
„Aufgeschreckt“ durch die TV-Dauerwerbung mit Rainer Calmund hat sich Philipp Steuer die Google+-Seite von Fluege.de angesehen. Seine lesenswerte Analyse: Keine Kommentare zugelassen, keine Ideen für Content, nur Forderungen nach dem +1-Klick. Fazit: Note 6, setzen.

Gedankenspiele zu Online Relations vom 07. November

Auf die vielen Reaktionen auf meinen Studienanalyse „Sind alle deutsche Unternehmen plötzlich socialmedia?“ habe ich mich wirklich gefreut. Im Gegenzug sind mir auch noch folgende Beiträge für meine wöchentlichen Gedankenspiele aufgefallen.

Wie „social“ sind die 4 Ps im Marketing-Mix?
Brian Solis über das 5. P im Marketing-MixWelchen Einfluss haben Menschen heute auf die Ps im Marketingmix? In seinem Beitrag im Grey-Blog stellt Alessandro Panella die 4 Ps anhand von prägnanten Beispielen vor, bei denen der Faktor „social“ eingegriffen hat. Diesen Gedanken könnte man noch etwas weiterspinnen und dann wie Brian Solis das 5. P einführen: People (siehe Bild).

Welche Chancen bietet das Content-Marketing?
Anhand des Beispiels Felix Baumgartner beschäftigt sich Stefan Heijnk mit der wachsenden Bedeutung des Content Marketings. Dabei zeigt er auf, wie in der „Mash-Zeit der Medienbranche“ Unternehmen in digitalen Medien immer stärker mit originär journalistischen Angeboten konkurrieren. Der Auslöser: „In entwickelten Märkten wird längst nicht mehr allein über Qualität verkauft, sondern ganz wesentlich über „Stories“.“ Werden dazu nicht Journalisten benötigt, fragt er sich?

Wie wichtig sind Journalisten im Online-Marketing?
Sehr wichtig schreibt Gidon Wagner in seinem schon etwas älteren Gastbeitrag auf t3n. Und macht den Journalisten und deren qualitativer Arbeit Mut: „Was die großen Nachrichtenmagazine und beliebten Blogs vorgemacht haben, machen sich jetzt immer mehr Unternehmen zu nutze; das beste Online-Marketing kann und muss einen gehörigen Anteil Journalismus inne haben.

Ist Content-Verifizierung ein Arbeitsfeld für Journalisten?
Der Wirbelsturm Sandy hat neben vielen wahren Bildern auch mehrere „Fakes“ an Bildern und Berichten hochgespült, die die Chance auf erhöhte Wahrnehmung ergriffen haben und desinformierten. Martin Weigert zeigt auf, dass gerade in der Verifizierung von nutzergenerierter Inhalte ein großes Potenzial für Journalisten liegt. Oder sind diese für diese Arbeit zu teuer?

Was bringen Sonderzeichen in Betreffzeilen?
Die erhöhte Gefahr, im Spamfilter zu landen, hätte ich bislang geantwortet. Dass sich daraus auch Chancen ergeben, ist im engage-blog nachzulesen, wo Jackie Roy die Reaktion auf Betreffzeilen mit bzw. ohne Sonderzeichen verglichen hat. Kleine Anmerkungen: Dies gilt natürlich nur für E-Mailings und Newsletter, die über professionelle Systeme versendet werden.

Welche Aufgabe hat ein Social Media Manager?
In seinen Antworten zu einem kommenden Buchprojekt hat sich Mirko Lange mit der Akademisierung der Ausbildung auseinandergesetzt und die Besonderheiten eines Social Media Managers hervorgehoben. Sein Fazit: „Unter dem Strich ist das potenziell wohl die spannendste Aufgabe, die man heute in der Kommunikation haben kann.

Wie lässt sich Instagram von Unternehmen einsetzen?
Seit dieser Woche führt Instagram step-by-step die Webprofile mit Vanity-URLs ein. Also wird bald jeder – so wie ich hier – erreichbar sein. Passend dazu gibt Klaus Eck Unternehmen Tipps, wie und warum sie Instagram sinnvoll einsetzen können. Und warum Facebook mit der Übernahme von Instagram alles richtig gemacht hat, hat Jan Firsching hier gut zusammengefasst.

Welche Tools gibt es zum Social Media Monitoring?
Robert Weller hat eine Liste an 50 Tools aufgelistet, die zum Social Media Monitoring eingesetzt werden können. Und auch wenn sie in ihrer Art etwas durcheinander gehen, einen Blick lohnen sie sich wirklich.

Was ist und was kann Twitter?
Auch wenn dies den meisten bekannt ist: Bernet PR hat seinen sehr sorgfältig erstellten Leitfaden Corporate Twittering nochmals aktualisiert. Schritt für Schritt geht er der Frage nach, warum man diesen Social-Media-Kanal nutzen sollte.

Bernet Leitfaden Twitter from Bernet_PR AG für Kommunikation

Gedankenspiele zu Online Relations vom 23. Oktober

Hier sind sie wieder – meine acht Lesetipps aus der vergangenen Woche.

Corporate Design + Miracoli
Im Rahmen des Umbaus des Kraft Foods Konzerns hat Miracoli mit Mars nicht nur einen neuen Besitzer bekommen: Auch ein – meiner Meinung – wirklich gelungenes neues Erscheinungsbild, wie das designtagebuch beschreibt.

Social Media + NGOs
In ihrer Serie „NGOs im Social Web“ hat Sebastian Voss ein sympathisches Interview mit der Social Media Verantwortlichen der Diakonie Michaelshoven geführt. Interessant besonders deshalb, da es aufzeigt, wie auch kleinere und mittlere lokale Institutionen das Social Web für sich nutzen können.

Foursquare + die Suche
Foursquare beginnt sich immer stärker weiterzuentwickelt. Und – wie Thomas Hendele schreibt – immer mehr zur lokalen Suchmaschine. Und auch wenn ich – noch – ein Foursquare-Zweifler bleibe, was ich hier bereits beschrieben habe: Dieser Schritt macht Hoffnung und ist die logische Folgerung.

Twitter + Journalisten
Martin Giesler hat eine ganz hervorragende Anleitung geschrieben, wie Journalisten Twitter-Listen benutzen können – und damit auch den Wert von Twitter für die eigene Arbeit besser einschätzen lernen. Lesenswert – übrigens nicht nur für Journalisten.

Facebook + der Edgerank
Viele Diskussionen drehten sich um den Edgerank in den letzten Wochen. Auch in den letzten Gedankenspielen hatte ich einige Beiträge verlinkt. Thomas Hutter hat sich nochmals des Themas ausführlich angenommen und wirklich Tacheles geredet, warum der Edgerank notwendig ist und wie Unternehmen auf Veränderungen reagieren sollten.

Google Hangout + der Nutzen
Wie lassen sich Google Hangouts sinnvoll nutzen? Natascha Ljubic hat fünf Beispiele aufgezeigt: Autogrammstunde, Buchvorstellung, Kundenservice, Karriere, Fantreffen. Und es gibt mit Sicherheit noch weitere.

Pinterest + der Traffic
Von den vielen Tipp-Artikeln halte ich immer weniger, da diese meisten recht austauschbar sind. Diese – mir teils neuen – 5 Tipps zu Pinterest als Marketing-Tool fand ich dagegen ausgesprochen spannend. Gerade wer eine Pinterest-Präsenz plant, sollte diesem Vorgehen folgen.

Tooltipp: Naja, genau gesagt 99 Twitter-Tools
Twitter hat in letzter Zeit seine API-Richtlinien verschärft. Für viele externe Dienste, die erst Twitter groß gemacht haben, bedeutete dies das aus. Doch welche Dienste funktionieren noch? Die karrierebibel hat 99 aufgezählt.

Macht ein Corporate Blog speziell für Journalisten Sinn?

Über einen Tweet von Uwe Knaus bin ich vor ein paar Wochen auf das neue Audi-Blog aufmerksam geworden. Nicht dass mich die Marke speziell interessiert oder ich Auto-Blogs sammle; vielmehr machte die Idee mich neugierig: Ein Blog für Journalisten. Wie würde sich dieses von einem klassischen Corporate Blog unterscheiden?

Zum Hintergrund: Audi hat dieses Blog zum diesjährigen Automobilsalon in Genf gestartet, mit dem Ziel, so Toni Melfi, Leiter Audi Kommunikation, „einen Blick hinter die Kulissen zu geben“ und „für Journalisten und Online-Multiplikatoren einen weiteren Kommunikationskanal zu schaffen, der Audi aus einer anderen Perspektive zeigt.“

Grundsätzlich ein interessanter, richtiger Gedanke. Ein klein wenig skeptisch wurde ich beim folgenden Satz in der Blogvorstellung: „Die hier veröffentlichten Inhalte (…) werden von Mitarbeitern der Audi Kommunikation für Sie aufbereitet – allen voran schauen unsere Volontäre hinter die Kulissen.“ Stimmt, von den 16 Redakteuren der Audi-Kommunikation, die hinter dem Blog stehen, ist die Hälfte Volontäre. Nicht dass ich diese nicht ausreichend schätzen würde. Ganz im Gegenteil. Nur: Sollte nicht gerade solch eine sensible Business-to-Multiplier-Kommunikation ganz oben angesiedelt sein? Andererseits kann vielleicht ein frischer Blick für ein lebhaftes Blog durchaus hilfreich sein.

Zu den Inhalten: Was dürfen wohl Journalisten und Online-Multiplikatoren im Blog als Content erwarten? „Unsere Produkte, Technik und Design werden in diesem Blog eine große Rolle spielen“, heißt es in „über das Blog„. „Mit Messereportagen, Hintergrundberichten, Expertenbeiträgen und Interviews bieten Ihnen unsere Autoren einen exklusiven Einblick in die Welt von Audi.“

Die Beiträge sind auch durchaus interessant zu lesen und bilden einen Mix aus Text, Bild und Video ab – über GTI-Treffen (Veranstaltungen), Ausstellungen im Audi Kunstraum, Bildern von Automessen und Motor Shows, Videos vom driftenden Audi R8, Interviews mit Audi-Mitarbeitern und sogar ein Video über Waldis DTM Club mit dem Audi Sportchef. Selbst die werbliche Markenkampagne der Audi AG auf allen großen Privatsendern, wie betont wird, erhält einen eigenen Beitrag. Warum dies Journalisten interessieren soll, verstehe ich nicht.

Nun zum Mehrwert: Mmmhhh, je länger ich mir das ansehe, desto skeptischer werde ich. Keineswegs von der Qualität. Nur: Warum richtet sich dieses Blog speziell an Journalisten und Medienprofis? Worin unterscheidet es sich? Sind dies nicht alles Stories, die ich auch in jedem ganz „normalen“ Corporate- oder Marken-Blog erwarte? Wo ist der wirkliche Mehrwert für Journalisten?

In diesem Kontext stellt sich mir die Frage, ob ein Blog speziell für Journalisten und Blogger sinnvoll ist. Denn sind nicht beide Gruppen schon per se eine Blog-Leserkernzielgruppe? Gerade als mögliche Multiplikatoren bzw. Meinungsführer? Außerdem: Journalisten wie Blogger erwarten, leben bzw. interessieren sich insbesondere für exklusives Material, als Basis für ihre weiter reichenden Recherchen. Aber ist dies in einem Blog, das diese Informationen bereits publiziert hat und dieses damit in die allgemeine Öffentlichkeit streut, überhaupt möglich? Ich bin hier doch mehr als skeptisch. Oder richtet sich Audi doch eher (rein) an die Social Media Multiplikatoren-Fraktion?

Mein Fazit: Das Audi-Blog ist ein gut gemachtes Corporate Blog, das sauber aufbereitete Informationen rund um die Marke bietet. Aber ein Blog speziell für Journalisten und Multiplikatoren sehe ich darin aus obigen Gründen nicht – und macht auch aus meiner Sicht wenig Sinn. Vielleicht straft mich Audi mit seinem Ansatz noch Lügen.

Auf jeden Fall werde ich wiederkommen – als Journalist, Social Media Multiplier und ganz normaler Leser. Immerhin diese neugierige Seite hat dieses Blog bei mir geweckt. Aber reicht das? Und wie seht ihr diesen Blog-für-Journalisten-Ansatz? Gibt es dafür noch andere Beispiele?

Gedankenspiele zu Online Relations vom 31. Mai 2012

durch Beratungsaufträge, Seminare und Workshops u.a. bei der Knappschaft in Bochum, der Internationalen Geothermiekonferenz in Freiburg oder der DAPR in Frankfurt kam ich in den letzten drei Wochen zu fast nichts anderem. Jetzt ist es aber wieder soweit – schließlich hat sich einiger Lesestoff in meinem Reader angehäuft. Ein kleiner Auszug an Empfehlungen.

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Medienarbeit und der persönliche Kontakt
Blogs, Facebook, Twitter, Google+ – Social Media Aktivitäten sind immer festerer Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Aber wie sieht es eigentlich mit den persönlichen Gesprächen aus? Im Blog von Fink & Fuchs PR zeigt Michael Zell auf, wie wichtig und von welch zentraler Bedeutung diese gerade in der Medienarbeit sind, schließlich sei PR auch People-Business. „Unsere Erfahrung aus dem täglichen Kontakt zu Medienvertretern zeigt, dass (…) die Kontaktpflege zu Redakteuren, aber auch nicht-traditionellen Mittlern wie Bloggern, ist Dreh- und Angelpunkt für die erfolgreiche Medienarbeit im Rahmen der PR-Strategie – dabei führend per Telefon oder Mail, aber auch zunehmend über soziale Medien wie Twitter und Facebook.“

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Freie Journalisten und das Urheberrecht
Die Diskussion um das Urheberrecht bleibt eines der Top-Themen des Jahres. Einen klugen Beitrag – samt vieler nützlicher Links – leisten die Freischreiber, die begründen, warum sie sich nicht an der Aktion „Wir sind die Urheber“ beteiligen. So zeigten sie sich verwundert über die Aussage, dass der „behauptete Interessensgegensatz zwischen Urhebern und Verwerten ein abwegiges Bild unserer Arbeitsrealität“ entwerfe. Vielmehr treffe genau dieser Gegensatz freie Journalisten in ihrer Arbeitsrealität: „Nach unserer Wahrnehmung haben freie Autoren gerade ziemlich selten das Problem, von gierigen Nutzern „entrechtet“ zu werden. Für ihre wiederholte „Entrechtung“ dagegen sorgen die Verlage.“

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Unternehmen und die Nachwuchssuche
Wie wichtig und notwendig Feedback ist, um die Kompetenzen der eigenen Azubis nachhaltig zu fördern, beschreibt Helge Weinberg in seinem Blogbeitrag. Denn nur so lassen sich die fachlichen wie sozialen Kompetenzen des Nachwuchses wirklich fördern. Seine klare Aussage: „Lernen ist ohne Feedback nicht möglich.“ Dazu gibt er wichtige Hinweise, was ein wirkungsvolles Feedback ausmacht.

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Google und der Knowledge Graph
Unter dem Namen „Knowledge Graph“ rollt Google derzeit ein Feature aus, was gesuchte Begriffe gleich in ihrem Zusammenhang zeigt. Wie sehr sich damit die Suchmaschine zum eigenen Zielort ihrer suchenden Nutzer weiterentwickelt, beschreibt netzwertig in einem hochspannenden Beitrag. Denn ja: Auch ich selbst bin von diesen Möglichkeiten tief beeindruckt, sollten die Ergebnisse wirklich die Wünsche ihrer Nutzer auch wirklich treffen. Wer einen Blick auf das folgende Video wirft, wird schnell die Dimension bewusst werden.

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Social Media und die veränderte Kommunikation
Das Social Web verändert die Kommunikation – gerade für Unternehmen in der Kommunikation mit ihren Kunden. Doch wie Julian Grandke richtig schreibt: Social Media verändert die Kommunikation bedeutet vor allem, „dass durch Social Media die Erwartungen und Gewohnheiten des Konsumenten grundlegend verändert werden“. Dies hat Auswirkungen auf viele Kommunikationszweige – Webseiten, Hotlines, Werbung -, worauf Unternehmen reagieren müssen, wie er anhand von Beispielen konkret aufzeigt.

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Corporate Blogs und die sozialen Satelliten
Angeregt von einem Blogposts macht sich Kerstin Hoffmann Gedanken darüber, warum Corporate Blogs auf den eigenen Webspace gehören, warum Google+ und Facebook nicht das eigene Unternehmensblog ersetzen können und welche Inhalte dennoch gut im Social Networks aufgehoben sind. Fazit: „Wer hochwertigen Content zu bieten hat, sollten ihn unbedingt auf eigener Plattform selbst anbieten, kontrollieren – und auch die suchmaschinentechnischen Vorteile davon sollten ihm selbst zugute kommen“. Ein Blog-Post über die Kommandozentrale, über Satelliten, den Kontrollverlust und die SEO-Relevanz.

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GM und der Facebook-Rückzug
Kurz vor dem Facebook-Börsengang beschloss GM, sein Facebook-Werbebudget zu streichen. Auf Futurebiz macht Jan Firsching deutlich, dass dieser Rückzug weniger mit Facebook als vielmehr damit zu erklären ist, dass GM bislang der strategische Ansatz fehlte und sich wenig aktiv zeigte – gerade auch im Vergleich zum großen Konkurrenten Ford. Sein Fazit: „Das Problem von General Motors ist nicht Facebook, sondern die definierten Ziele und die Strategie.“

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