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Guardian

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Gedankenspiele-Lesetipps vom 18-11-13

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

Guardian: 10 Prinzipien für einen offenen Journalismus

Nicht nur durch seine frühe „Online First“-Strategie zählt The Guardian zu den wirklichen Innovatoren, was die Zukunft des Journalismus‘ betrifft. Auch wenn sie bereits 2 Monate alt sind, bin ich jetzt erst auf die 10 lesenswerten Prinzipien gestoßen, die laut Chefredakteur Alan Rusbridger einen offenen, mit vielen Informationen vernetzten Journalismus ausmachen.

1. It encourages participation. It invites and/or allows a response
>> Zur aktiven Teilnahme ermutigen.

2. It is not an inert, „us“ or „them“, form of publishing
>> Lebendige Sprache nutzen.

3. It encourages others to initiate debate, publish material or make suggestions. We can follow, as well as lead. We can involve others in the pre-publication processes.
>> Leser in den Entstehungsprozess involvieren.

4. It helps form communities of joint interest around subjects, issues or individuals
>> Verschiedene Communities aufbauen zu helfen.

5. It is open to the web and is part of it. It links to, and collaborates with, other material (including services) on the web
>> Teil des Webs sein.

6. It aggregates and/or curates the work of others
>> Die Arbeit anderer aggregieren und kuratieren.

7. It recognizes that journalists are not the only voices of authority, expertise and interest
>> Sich als eine von vielen Stimmen begreifen.

8. It aspires to achieve, and reflect, diversity as well as promoting shared values
>> Diverse Standpunkte berücksichtigen.

9. It recognizes that publishing can be the beginning of the journalistic process rather than the end
>> Die Publikation als Anfang des journalistischen Prozesses begreifen.

10. It is transparent and open to challenge – including correction, clarification and addition
>> Offen und transparent mit Kritiken umgehen.

Wer sich diese Prinzipien lieber in laufenden Bildern erzählt lassen will, dem empfehle ich diese Video. Genügend Stoff zum Nachdenken geben sie auf jeden Fall.

Warum ich Datenjournalismus so spannend finde

Innerhalb der letzten zwei Jahre bin ich ein immer größerer Fan des Datenjournalismus geworden. Es ist meiner Meinung nach ein hoch spannendes Format, um Inhalte visuell umzusetzen und auch größere Zahlen- und Faktenmengen verständlich zu machen; schließlich zählt auch diese Übersetzer-Funktion zu den Kernaufgaben des Journalismus. Zu Anfang hatte mich meist die grandiose Webseite Interactive Narratives auf internationale Beispiele gestoßen. Ganz allmählich haben sich aber auch deutsche Medien mit den Chancen des Datenjournalismus auseinandergesetzt und diesen teils – wie Die Zeit oder die taz – in ihr Redaktionskonzept integriert.

Diesen positiven, wenn auch nur langsam wachsenden Trend nehme ich zum Anlass, um einen kleinen Überblick über positive – und vor allem auch mal deutsche – Beispiele im Datenjournalismus zu geben, die mir neben Guttenplag und ähnlichen Initiativen aufgefallen sind. Wer selbst weitere positive Beispiele kennt, kann diese gerne in den Kommentaren ergänzen.

Wer etwas Hintergrundwissen zum Thema sucht, dem kann ich u.a. das Blog Datenjournalist, das Magazin onlinejournalismus.de, die Präsentation inkl. Geschichte des Datenjournalismus von Julian Ausserhofer, die Linkliste von Ulrike Langer und besonders die Leseliste von Florian Gossy empfehlen.

Beispiele in Deutschland

DIE ZEIT: Überblick über Todesopfer rechter Gewalt in den Jahren von 1990 bis 2011

DIE ZEIT: Reise durchs Leben des Grünenpolitikers Malte Spitz auf Basis der Vorratsdaten seines Handys sowie Social Media Aktivitäten

DIE ZEIT: Veränderung der Altersstruktur in der deutschen Gesellschaft von 1950 bis 2060

TAZ: Fluglärm-Karte als Visualisierung der Anwohnerbelastung durch den neuen Flughafen Berlin Brandenburg

SPIEGEL ONLINE: Dokumente und Todeszahlen zum Irak-Krieg auf Basis der Irak-Protokolle 2004-2009

SPIEGEL ONLINE: Transparente Sicht auf die Abgeordneten: Alter, Familienstand, Nebeneinkünfte, Ausschüsse etc. per Bundestagsradar

SÜDDEUTSCHE: Live-Karte mit Überblick zu aktuellen bzw. vergangenen Verspätungen der Deutschen Bahn im Fernverkehr

OFFENER HAUSHALT: Detaillierte Visualisierung des Bundeshaushalts inklusive der Ausgabenverteilung auf Ressorts von 2006-2011

FRANKFURT GESTALTEN: Visualisierung des Haushalts der Stadt Frankfurt sowie der Frankfurter Lokalpolitik als Themenkarte

Weitere internationale Beispiele
Auf internationaler Ebene setzt der Guardian mit seinem Datablog immer wieder Maßstäbe. Generell finde ich diese Beispiele spannend:

Weitere Quellen:

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