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Infografik: Die richtigen Größen für Facebook, Twitter, Google+ und Pinterest

Die BIldergrößen zu Facebook, Twitter, Google+ und Pinterest

Social Media Size Image Cheat Sheet 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefunden via @mediabistro

Infografik: Wenn Sharing, dann Facebook

Facebook ist die klare Nummer 1, wenn es darum geht, Content über Soziale Netzwerke zu teilen. Dies macht diese Infografik von Gigya „The Landscape of Social Login and Sharing“ deutlich, zu der Daten aus dem 2. Quartal 2013 ausgewertet wurden. Danach fallen allein 50 Prozent auf Facebook. Dahinter folgen – mit vornehmen Abstand – Twitter (mit 24%), Pinterest (16%), LinkedIn (3%) und Google+ (2%). Ein weiteres Ergebnis: Im Bereich Social Login hat dagegen Google+ kräftig an Relevanz gewonnen. Dies unterstreicht auch, dass Google+ mit einem eigenen Social Log-In – als G-Pendant zu Facebook, Twitter & Co. – eine wichtige und richtige Entscheidung getroffen hatte.

Simplified Social Landscape

Source: Gigya

Willkommen auf dem Google-Friedhof

Ach passt dies – leider – gut: Vor ein paar Wochen hatte ich einen längeren Brief an Google geschrieben und mich darin beschwert, dass Google in der letzten Zeit ein Lieblings-Tool von mir nach dem anderen geschlossen hat. Verbunden hatte ich den Brief mit der Frage: „Sind Sie noch mein Freund, Herr Google?

Am Tag, an dem der Google Reader starb, also heute, bin ich über SMO14 auf die „Google Graveyard Infographic“ von WordStream gestoßen, die das gesamte Tool-Sterben vom Jahre 2006 bis heute als Rückblick erzählt. Was da alles an schönen Ideen gestrichen/vernichtet wurde ….  Das ist traurig wie ärgerlich vor allem auch daher, da im Gegensatz dazu das Soziale Netzwerk Orkut noch immer vor sich hin lebt/vegetiert. Und dieses müsste ganz dringend auf diesen Friedhof. Warum, hatte ich bereits hier beschrieben.

Das Google-Grab: Diese Tools und Plattformen wurden vom Unternehmen seit 2006 leider gestrichen.

Das Google-Grab: Diese Tools und Plattformen wurden vom Unternehmen seit 2006 leider gestrichen.

 

 

Infografik: Die 200 Ranking-Faktoren bei Google

Was für eine Arbeit! Der SEO-Spezialist Brian Dean hat sich die Mühe gemacht, die bei Google oftmals erwähnten 200 verschiedenen Ranking-Faktoren aufzuführen und kompakt zu beschreiben. Auf Searchenginejournal hat er dazu eine Infografik erstellt, in der die gut 200 Faktoren übersichtlich in zehn Bereiche aufgeteilt beschrieben zu finden sind.

Auch wenn Google selbstverständlich diese Faktoren regelmäßig anpasst, überarbeitet, unterschiedlich gewichtet, so ist diese Sammlung doch eine hilfreiche Orientierung. Im Einzelnen werden neben Alter und Registrierdauer einer Domain unter anderen die folgenden Ranking-Faktoren in der Grafik erwähnt und teils mit Kommentaren des Google-SEO-Chefs Matt Cutts näher erläutert:

Page-Level Faktoren

  • Keyword-Position in Domain oder Subdomain
  • Keyword im title, im description und im H1 Tag
  • Relevanz und Aktualität von Unique Content
  • Zahl, Qualität und Relevanz von ein- und ausgehenden Links
  • Korrekte Rechtschreibung und Grammatik
  • Qualitätssignale wie multimedialer Content

Backlink-Faktoren

  • Links von älteren Seiten
  • Links von .edu oder .gov Domains
  • PageRank und Relevanz der verlinkenden Seiten
  • Keine Links von „Bad Neighborhoods“
  • Anzahl der Social Shares
  • Position des Links auf einer Seite
  • Keyword im Linktext enthalten

Social Signals

  • Anzahl der Google+1 inkl. der Relevanz der G+-User
  • Beiträge von Autoren in den eigenen Google+-Circles
  • Anzahl der Tweets und Bedeutung des Twitterers
  • Anzahl der Facebook-Shares und begrenzt – Likes
  • Bedeutung der betreffenden Facebook-Seite
  • Verbindung mit weiteren Social Sharing Diensten
  • Anzahl der RSS Abonnenten
Infografik mit 200 Ranking Faktoren bei Google

Infografik mit 200 Ranking Faktoren bei Google

Gefunden auf onlinemarketing.de

Infografik: Die Social Media Shortcuts zum Ausdrucken

Shortcuts bei Facebook, Twitter, Youtube und Google+? Und dies für Mac und PC? Ja, die gibt es. Und damit sie jeder verwenden kann, hat der Social Media Analyse-Anbieter quintly eine hübsche Grafik erstellt, die sich jeder jetzt ausdrucken und über sein Bett oder seinen Arbeitstisch pinnen kann. Schließlich sind diese Shortcuts doch verdammt praktisch.

Die Shortcuts der Social Media Plattformen

Die Shortcuts der Social Media Plattformen

Über das Ende von Clipboard und ein Misstrauen in StartUps

Vor ein paar Tagen erhielt ich die Nachricht, dass Clipboard seinen Dienst einstellt bzw. von salesforce.com übernommen wird. Nicht dass ich diesen Service in der Vergangenheit stark genutzt hätte. Auch derzeit benutze ich dieses Sammeln von Ausschnitten eher selten, und wenn ja, dann eher per Evernote oder keeeb. Trotzdem macht mich die Nachricht nachdenklich. Denn wieder einmal hat ein aufstrebendes und hochgelobtes StartUp nicht überlebt. Diese Tatsache ist schade – gerade aus Nutzersicht.

Blicken wir zurück: Picnik, Sparrow, Tweetdeck, Gowalla, Formspring (?), natürlich Posterous, geschweige von den deutschen Netzwerken: Allen erging dasselbe Schicksal. Und dies sind nur wenige Namen auf einer fast täglich länger werdenden Liste. Alle schossen mehr oder weniger hoch, wurden beschrieben und genutzt und geliebt und gelobt – und schlossen Monate oder ein paar Jährchen später mal laut mal fast geräuschlos wieder ihre Pforten. Dabei spielte es keine Rolle, ob das Geschäftsmodell nicht funktioniert hatte, die Macher sich auf neue Aufgaben stürzen wollten oder der Service von Google und Konsorten aufgekauft, das Team integriert und der Dienst später meist gelöscht wurde: In jedem Fall waren sie für ihre Macher und uns User verloren und nicht mehr nutzbar. Schluss, fertig, traurig.

Vertrauen wir noch kleineren Diensten?
Gerade dies führt mich zu einer ernsthaften Frage, die ich mir immer häufiger stelle: Wieviel Vertrauen kann man noch im kleinere Dienste und StartUp-Ideen haben? Wieviel Zeit sollte man selbst – außer man sucht reinen (kurzfristigen) Spass und Zeitvertrieb – investieren, um Bookmarks oder Ausschnitte zu sammeln, Twitterlisten und Bildergalerien aufzubauen oder Blogposts über neue, noch so einfach zu bedienende Systeme zu schrieben? Gilt nicht bei vielen irgendwann: Service zu Ende, Arbeit umsonst?

Angesichts eines knappen Zeitbudgets habe ich immer weniger Lust, meine Anstrengungen auf neue Pferde zu setzen, die super galoppieren. Denn heute wiehern sie noch glücklich. Nur was passiert mit mir als Reiter, wenn die Pferde erst lahmen, auf dem Pferdefriedhof landen oder gar sich einer anderen Herde anschließen, die weniger aus Pferden denn aus Eseln und Kamelen besteht?

Wie gesagt: Meine Lust des Testens hat abgenommen. Und mein Vertrauen in plötzlich aufkommende neue Heilsbringer auch. Irgendwie schade. Überlassen wir das Feld damit selbst ausschließlich den Großen Google, Facebook und Co.? Eigentlich will ich das ebenfalls überhaupt nicht. Also wie macht man es dann richtig? Hat jemand einen Tipp, wie er damit umgeht?

Sind Sie noch mein Freund, Herr Google?

Lieber Herr Google,

ich schreibe Ihnen heute als Freund. Denn Freunde sind wir doch, zumindest einseitig. Sonst würden Sie nicht so viel von mir wissen. Und dazu noch so viel Aktuelles, das nicht einmal ich von mir selbst immer genau weiß. Wie Sie das wohl nur machen.

Ganz früher waren Sie übrigens ein ganz enger Freund von mir. Und wissen Sie was? Auch wenn es mir fast peinlich ist, es zuzugeben: Ich habe sie ausgenutzt. Okay, Sie haben dies auch ganz ehrlich so von mir erwartet. Vielleicht waren Sie ein bisschen masochistisch … Denn was ich alles mit Ihnen gemacht habe: ich habe Ihre Seiten durchstöbert, Ihren Kalender als meinen genutzt, sogar Ihre Shops leer gekauft. Einfach so. Und das seit ziemlich langer Zeit schon. Sie waren mit Ihren Tipps auch so hilfreich. Und dazu so nett: „Don’t be evil„, haben Sie immer gesagt. Und ich habe Ihnen geglaubt.

Doch das hat sich in letzter Zeit geändert. Ich weiß nur gar nicht, warum Sie dies unbedingt so wollten. Auf jeden Fall haben Sie es gemacht. Schritt für Schritt. Erst haben Sie mein Lieblings-Bildbearbeitungsprogramm Picnik aufgekauft. Einfach so. Was habe ich mich aufgeregt! Und dies passierte auch noch an meinem Geburtstag. Immerhin haben Sie mir damals fest versprochen, dass es in Ihrem Produkt Picasa eine viel bessere Heimat finden würde, das Sie bereits 2004 aufgekauft hatten. Das fand ich damals schon blöde. Noch blöder fand ich es, dass Sie auch Picasa jetzt geschlossen haben bzw. in Ihrem Plus-Projekt aufgehen lassen haben. Denn damit war mein Liebling Picnik für immer verschwunden. Schnief!

Als nächstes kam mein Lieblings-Email-Client Sparrow dran. Zickzack hatten Sie das Team übernommen. Das war vor circa einem Jahr. Damals haben Sie von Weiterentwicklung und Integration in Ihren eigenen Client gesprochen. Seitdem ist wenig passiert. Nein, gar nichts. Außer dass mein Lieblings-Email-Client in seiner Entwicklung stehen geblieben ist, weil ihn anscheinend niemand weiterentwickeln wollte. Der Arme! Und ich erst!

Dabei hatte ich immer gedacht, dass ich Ihnen zumindest ein kleines wenig wichtig sei. „Errare humanum est„, würde wohl jetzt der alte Lateiner sagen. Aber das wissen Sie mehrere Milliarden schwerer und kluger Kopf natürlich viel besser als ich einsamer Nutzer und Denker, der Ihnen diese ganz persönlichen Zeilen widmet. Darf ich was dazu fragen? Ich tue es einfach: Hat denn die eigene Bildung in Ihrem Netz künftig überhaupt noch eine Bedeutung? Oder sollten wir besser unser aller Wissen in – ja, was denn – eintauschen? Haben Sie mir einen Tipp? Schließlich wissen Sie doch auch sonst alles von mir, über mich und was zu mir passen würde. Aber ich bin vom Thema abgewichen.

Im vergangenen Jahr haben Sie dann das Ende Ihres doch so einfach zu bedienenden Dashboards eingeläutet: Auch von meinem Bildschirm soll ab November iGoogle verschwunden sein. Ach schade: Es war doch so ein schön übersichtlicher Navigator durch Ihre und andere Online-Welten. Sie wollen also wirklich, dass ich mir Ersatz suche? Und dies nach so vielen Jahren, in denen Sie doch so viel von mir lernen konnten?

Vor ein paar Tagen haben Sie sich auch noch dazu entschlossen, mir meine Lieblingslektüre wegzunehmen. Nein, nicht die Lektüre, aber das Lesetool, also die Technologie, auf die Sie immer so stolz waren. Darum kann ich es auch nicht verstehen: Das aus Ihnen direkt hinaus kam – und nicht einmal dazu gekauft werden musste. Was mich ganz lange und ganz häufig, ich würde sagen, täglich eine Stunde lang, den Google Pulsschlag spüren ließ. Also nehmen Sie mir jetzt Ihren Herzschlag, Ihre ständige Nähe, irgendwie auch Ihr Vertrauen.

Seien wir mal zueinander ehrlich: Mein Lese-Abo haben Sie gestrichen, mein Grafikprogramm ausgelöscht und mein Email-Programm brach gelegt. Geht man so mit Freunden um? Klar werfe ich ab und zu noch einen Blick in Ihren Kalender oder in dieses Google+, von dem Sie manchmal – so mein vielleicht abwegiges Gefühl – selbst nicht genau wissen, für was es stehen soll. Ansonsten hätten Sie es mir doch klar gesagt.

Übrigens war für mich Ihr Reader Ihr letzter, zentraler und mich bindender Dienst. Dass Sie in mir jetzt nehmen, wollen Sie damit mir durch die Blume sagen, dass ich mich künftig noch stärker von Ihnen distanzieren soll? Oder wollen Sie viel eher verdeutlichen, dass Sie sich von Ihrer Grundmission eines offenen Webs verabschieden wollen und ich mich einfach anpassen muss, wie wenn der Freund plötzlich eine neue Freundin hat? Ansonsten wäre unsere bisherige Freundschaft zu Ende? Soll es ja geben. Oder ganz anders aber direkt gefragt: Werfen Sie jetzt all dies über Bord wegen dieses Netzwerks von diesem Ex-Studenten?

Nein, mein Guter, ich will natürlich nicht verhehlen, dass Sie auch Neues entwickelt haben. Aber wirklich revolutionäres, das mich bindet? Viel Neues scheint Ihnen, Herr Google, nicht einzufallen. Zum Beispiel: Warum jetzt keep? Wir benutzen doch schon Evernote und andere Notizzettel. Ist das jetzt ein Must-Have? Ich verstehe schon: Immerhin passt es perfekt in Ihr Google+.

Auch bei der Namensgebung hat Sie Ihre Kreativität etwas verlassen, wie andere schon entdeckt haben. Denn den Pinterest-Klon keep.com als auch den hübschen Speicher-Service keeeb.com müssten Sie eigentlich kennen. Wo ist dann diese ungeheure Innovationskraft, für die Sie auch von mir so geliebt wurden? Für die Sie Ihren eigenen Mitarbeitern sogar viel Zeit eingeräumt haben, damit Sie selbst aus ihrer in Ihren hübschen Räumen ausgelebter Kreativität profitieren können? Haben Sie dies nicht immer betont? Okay, Sie wollen nach meinen Mails, Kalendereinträgen, Plus-Einträgen auch meine Notizen. Ist das gut für mich? Ich weiß ja nicht. Was würdest Sie mir denn als Freund empfehlen?

Und ach ja: Können wir davon ausgehen, dass diese Neuerungen wirklich auch länger überleben? Das heißt, Ist so ein Service – wie sagt man doch – strategisch und finanziell relevanter für dich als die jetzt geschlossenen? Gibt es da eine wirkliche Perspektive, wie auch andere fragen? Oder gibt es den Begriff „langfristig“ online vielleicht gar nicht, und wir müssen wie eine glückliche Frühlings-Biene ständig von Blüte zu Blüte hopfen und dabei teils den gerade gewonnenen Blütenstaub unterwegs wieder verlieren?

Abgesehen von meinem persönlichen Geheule kommen wir doch besser zu einer gerade für Sie sicherlich viel relevanteren Frage: Wie und mit was wollen Sie mich künftig noch als Freund binden? Denn um Bindung geht es schließlich doch in jeder Beziehung. Und die haben wir doch gerade. Zumindest noch. Okay, über Ihre tolle Suche. Aber wenn ich dort künftig vor allem die Hinweise und Tipps meiner Freunde und Friends erhalte, die mir doch so oder so schon meist bekannt sind und mit denen mich doch bereits die Graph Search Ihres Rivalen – das ist er doch – bedrängt. Was für ungefilterte Neuigkeiten werde ich denn dann noch bei Ihnen finden? Oder soll ich deswegen besser auf andere, wenn auch nicht so gute aber immerhin offenere Suchmaschinen wie duckduckgo.com oder ecosia.org umsteigen? Wollen Sie das wirklich?

Ich bin ja nicht ganz blöd, was Sie natürlich bereits wissen. Zum Beispiel weiß ich, dass Sie ein ganz normales, eher unromantisches Unternehmen geworden sind. Einige würden sogar sagen, dass Sie sich von einem Technologieunternehmen, das seine Mitarbeiter und Fans – also solche wie mich – mit fortwährenden Innovationen begeistert hatte, zu einem immer stärker definierten puren Werbe-Giganten entwickelt hätten. So weit würde ich noch nicht gehen. Zumindest heute noch nicht. Denn wir sind doch Freunde. Und würden Sie mir solch einen Wandel nicht erklären? Hätte ich dafür als langjähriger Freund, von dem Sie wirklich fast alles wissen, nicht eine Art Anrecht? Vielleicht ist dies zu viel verlangt. Eines will ich Ihnen aber verraten: Für viele Ihrer Services hätte ich sogar gezahlt. Ja, cash! Aber Ihre Strategie will weniger Geld als vielmehr meine Daten. Aber wenn ich künftiger weniger nahe Ihnen bin, woher holen Sie diese dann?

Sie, Herr Google, lesen richtig: Ich bin verwirrt. Durch Ihr Verhalten, Ihren Kurs, Ihren Liebesentzug. Ob bewusst oder ungeplant. Und wegen unserer Freundschaft, die sich irgendwie verändert hat. Sehr verändert hat. Übrigens bin nicht nur ich so verunsichert. Ich verrate es Ihnen gerne: Auch vielen meiner Freunde geht es ähnlich. Darum sagen Sie doch mal: Wie sollen wir künftig unsere Freundschaft aufrechterhalten? Wie gesagt: Sie wissen doch alles. Dann werden Sie mir doch diese Frage beantworten können. Als Freund. Oder?

Ihr (Noch-) Freund Dominik

Facebook wächst auch durch Orkut-Flüchtlinge. Ein daten-bedenklicher Kurzbesuch im früheren Google-Hoffnungsnetzwerk

Im Blog von Vincenzo Cosenza habe ich mir gerade die Entwicklung der Sozialen Netzwerke etwas genauer angesehen. Eine Farbe ist beispielsweise seit Dezember 2011 nicht mehr zu erkennen, die noch im Juni (siehe Bild) vorhanden war: Die Farbe pink – alias Orkut. Wenn man heute gerade in Seminaren und Trainings den Namen Orkut fallen lässt, entsteht meist ein großes Fragezeichen über den Köpfen. „Orkut? Was ist denn das?“ Googles erstes Soziales Netzwerk. „Wirklich? Nie gehört.“

Der Orkut-Start
Rückblick: Im Januar 2004 startet Google Orkut, benannt nach dem Google-Entwickler und -Mitarbeiter Orkut Büyükkökten. Gerade in Brasilien, aber auch in Indien gewinnt Orkut schnell Verbreitung, während die Bekanntheit in der restlichen Welt – spätestens mit dem Aufkommen von Facebook – gering bleibt. Ich kenne beispielsweise niemanden, der dieses Netzwerk einst genutzt hat bzw. heute noch nutzt. Aber es soll diese ganz vereinzelt auch bei uns geben. Noch.
World Map of Social Networks

Wirft man einen Blick auf die sich verändernde „World Map of Social Netzworks“, dann hat Orkut zwischen Juni und Dezember 2009 als erstes Indien verloren und zwischen Juni und Dezember 2011 dann auch Brasilien. Natürlich jedes Mal an den Platzhirsch Facebook. Interessant ist aber, dass sich Orkut trotzdem in beiden BRIC-Ländern noch heute auf Platz 2 (Brasilien) bzw. Platz 3 (Indien) hält.

Der allmähliche Absturz in die Bedeutungslosigkeit
Wenn man sich die Suchvolumina per Google Trends ansieht, fällt auf, dass die Kurve mit den Suchanfragen bis 2008 stark angestiegen ist – entspricht in etwa dem Zeitpunkt, ab dem Facebook international immer stärker wurde –, sich daraufhin bis Mitte 2011 auf einer ähnlichen Ebene bewegt hat und danach abgestürzt ist. Die Suchanfragen selbst stammen bis heute weiterhin vor allem aus Brasilien und dann – mit kräftigem Abstand – aus Indien.

Suchvolumina von Orkut über Google Trends

Suchvolumina von Orkut über Google Trends

Der Niedergang lässt sich auch per Alexa nachvollziehen: Die aktuelle Besucherzahlen-Statistik zeigt, dass Orkut heute auf Platz 45 in Brasilien und auf Platz 451 in Indien gefallen ist – und allein innerhalb der letzten drei Monate 30 Prozent der Besucher verloren hat.

Zeitlich parallel dazu ist das Facebook-Wachstum in Brasilien und in Indien mit das stärkste weltweit. Allein innerhalb der letzten sechs Monate sind laut socialbakers deren Nutzerzahlen um jeweils 18 Prozent gestiegen, was beide Länder auf die Plätze 2 und 3 hinter den USA gehievt hat. Damit zählen sie zu den am stärksten wachsenden Facebook-Nationen überhaupt – übertroffen nur von den asiatischen Ländern Japan, Südkorea und Vietnam. Wenn man diese beiden Entwicklungen – Rückzug von Orkut, Ein- und Anstieg bei Facebook – in einen Topf wirft, dann darf man durchaus die These wagen, dass das Facebook-Wachstum dieser Länder vor allem aus der Orkut-Flucht herrührt. Doch was ist eigentlich mit Orkuts Herrn, also Google?

Selbstversuch: Besuch bei Orkut
Ich lese wie hier immer wieder, dass es Google plant, sein ehemals beliebtestes Netzwerk vom Netz zu nehmen. Warum ist dem Technologieriesen nicht stattdessen gelungen, Orkut international viel stärker zu pushen, um die gewaltigen Nutzermassen in diesen Riesenländern gerade heute für Google+ zu gewinnen? Oder passiert das vielleicht gerade schon? Also ran an den Selbstversuch!

Meine Ankunft auf orkut.com ist schon ziemlich strange: Da ich bei Google angemeldet bin, bin ich auch automatisch bei Orkut bereits angemeldet, was mich doch etwas misstrauisch macht. Als nächstes wundere ich mich, dass ich in meinem Profil, das ich nie zuvor angelegt habe, mein aus Google+ gezogenes Foto, meine E-Mail-Adresse und mein Geburtsdatum zu sehen bekomme. Auch meine auf Google+ geteilten Bilder sind integriert. Nicht dass ich dies jetzt inhaltlich besonders schlimm finde: Nur warum hat mich denn Freund Google nicht gefragt, als er ohne mein Wissen für mich dieses Netzwerk-Profil eingerichtet hat?

In den Einstellungen ist standardmäßig angegeben, dass die allgemeinen Informationen (darunter fallen Adresse, Familienstand, Alter etc.), der Standort (Stadt/Land), Berufliches (rund um den Job) und Soziale Netzwerke (ein ganz abenteuerliche Beschreibung für ein Angaben-Mix rund um Kinder, Ethnie, Religion, Politik, Humor, sexuelle Orientierung(!), Kleidungsstil, Rauch- und Trinkgewohnheiten(!), Haustiere oder Wohnsituation (neben weiteren) mit „nur meine Freunde“ können es sehen, eingestellt ist.

Weniger gefällt mir, dass in der Rubrik „Privat“ (dazu zählen Augen- und Haarfarbe, Statur, Aussehen ;-), Bestes Merkmal (auch herrje) und natürlich Vorlieben „jeder in orkut“ die Angaben sehen kann. Ganz und gar nicht gefällt mir, dass wie unter „Datenschutz“ angegeben, standardmäßig eingestellt ist, dass jeder mir Freundschaftsanfragen senden – okay, das überlebe ich noch – aber ich auch Personen erlaubt habe, mich über meine E-Mail-Adresse zu finden. Danke, ich habe das nicht so eingestellt.

Daten-schauriger Umgang
Weiter entdecke ich unter den orkut-Einstellungen unter dem Reiter „Google+“, wer mir das alles eingebrockt hat: Denn „Angesagte Beiträge aus Google+ auf orkut anzeigen“ und vor allem „Google+ Informationen in meinem orkut-Profil anzeigen“, ist standardmäßig angeklickt. Auch hierfür herzlichen Dank. Natürlich kann man an dieser Stelle die Verbindungen zwischen dem Google+-Profil und dem orkut-Profil kappen. Nur muss man so weit erst einmal kommen. Für wirkliches Vertrauen sorgt dies bei mir nicht gerade.

Ansonsten ist Orkut doch die Werbeplattform für Google+: Über die Startseite werden angesagte Beiträge auf Google+ integriert, in der rechten Spalte werden mir gerade Landau Media, Kuble AG (kenne ich nicht, warum die?) und Deutschlandfunk empfohlen. Wer und wie bestimmt eigentlich diese Empfehlungen? Auch Google Talk ist geöffnet und zeigt mir die gerade für einen Chat bereiten Kontakte.

Bitte schließen!
Eigentlich finde ich es immer schade, wenn ein Projekt wie hier ein Netzwerk geschlossen wird. Und dass dies auf absehbare Zeit passieren wird, lässt sich sowohl an der Orkut-nach-Facebook-Fluchtbewegung in den Ländern Brasilien und Indien sowie dem erheblichen Engagement zu Gunsten von Google+ deutlich erkennen. Nur nach meinen eigen daten-schaurigen Erfahrungen kann es mir mit der Schließung ehrlich gesagt nicht früh genug gehen. Ein Ruhmesblatt ist dieser Stand heute auch für Google nicht. Oder habt ihr andere Erfahrungen gemacht?

Infografik: Zahlen zum Social Web im Jahre 2012 samt Fragezeichen

Über creotivo bin ich auf diese Infografik gestoßen, die das Social Media Geschehen des jetzt vergangenen Jahres 2012 nochmals gut zusammenfasst. Der Fokus der Zahlen zum Social Networking liegt dabei – nicht gerade überraschend – auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn, Pinterest und YouTube. Gleichzeitig sind die hier zusammengefügten Zahlen doch mit etwas Vorsicht zu genießen. Dazu vier Anmerkungen:

  • Auf YouTube werden nicht 48 sondern bereits 72 Stunden Videomaterial pro Minute hochgeladen – oder sogar bereits noch mehr. Auch die Zahlen zu Facebook sind seitdem weiter gestiegen.
  • Die Aussage, dass Nutzer nur 3 Minuten pro Monat auf Google+, aber dafür 6,75 Stunden auf Facebook verbringen, ist veraltet und so nicht haltbar.
  • Dass Twitterer zu 60 Prozent weiblich sind, hat mich dann doch etwas überrascht. Aber wahrscheinlich haben die einfach mehr zu erzählen.
  • Die Zahl, dass 19 Prozent aller weiblichen Internet-Nutzer auf Pinterest sind, ist völlig unwahrscheinlich. Oder sie bezieht sich rein auf den amerikanischen Markt. Denn die sollen ja Pinterest-„verrückt“ sein.
Social Media Stats 2012

Statistiken zum Social Web Geschehen im Jahre 2012

Gedankenspiele zu Online Relations vom 20. November

Unternehmen als Medien
Coca-Colas neue Website war sicherlich eines der Top-Themen der vergangenen Woche. Ob interaktives Magazin oder Infotainment-Portal – Martin Giesler hat dies zum Anlass genommen, sich über Unternehmen als Content-Produzenten und Medien wie Coca-Cola und Red Bull Gedanken zu machen – gerade vor dem Hintergrund kränkelnder Medien. Seine berechtigte Fragen: Holen sich künftig die Leser nur noch dort die Informationen ab, wo es wirklich spannend ist? Unabhängig ob Medium oder Unternehmen?

Webseite und Usability
Welche Anforderungen sind an eine Internetseite zu stellen?sozialmarketing.de hat eine Serie gestartet, um die Grundlagen einer guten NGO-Seite zu beschreiben. Nach den ersten beiden Teilen der 5-teiligen Serie kann ich nur sagen: Auch jede andere Webseite sollte die formulierten Anforderungen erfüllen.

E-Mail Marketing und Recht
Ein spannendes Interview hat Martin Schirmbacher zu den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen beim E-Mali-Marketing dem EMailMarketingBlog gegeben; und sorgt mit seinen Aussagen zu Anmeldeprozess, Kopplungsverbot, Auswertung für mehr Klarheit.

Blogger und ihre Relevanz
In einer zweiteiligen Serie hat sich Thomas Pleil mit Blogger Relations auseinandergesetzt. Als Basis aus seinen Erfahrungen hat er ein interessantes Segmentierungsmodell für Blogger entwickelt, das er noch weiter entwickeln will und auch bei seinen Studierenden zur Diskussion stellen will.

Social Media und das Konzept
Die Bundeszentrale für politische Bildung hat sich mit einem guten Beitrag dem Thema Social Media Konzeption gewidmet. „Smarte“ Ziele, eindeutige Zielgruppen und Erfolgsfaktoren für den Dialog sind die Kernthemen der ersten beiden Teils der 4-teiligen Serie. Lesenswert, auch wenn ich nicht allen Erfolgsfaktoren zustimmen kann.

Facebook und die Abmahnungen
Langsam sollte auch das letzte Unternehmen wissen, dass der Facebook-Auftritt ein Impressum benötigt – auch ich hatte u.a. hier im Blog darauf hingewiesen. Welche Probleme trotzdem auftreten können, hat Thomas Schwenke in seinem Beitrag über die Impressumspflicht bei persönlichen Facebook-Profilen beschrieben.

Facebook und die Gewinnspiele
Wie war das nochmals mit Gewinnspielen, Wettbewerben und Promotions auf Facebook? Thomas Hutter hat einen wirklich grandiosen Über- wie Einblick erstellt, der so ziemlich alle Fragen beantwortet – zumindest Stand heute.

Foursquare und die Case Studies
25 Millionen Nutzer, 2,5 Milliarden Check-Ins in 40 Millionen Locations: Trotz dieser beeindruckenden Zahlen taucht Foursquare bislang nur in wenigen Socila Media Strategien auf – auch ich habe zumindest für Deutschland noch immer meine Vorbehalte. Simply Zesty hat dies zum Anlass genommen, zehn Foursquare Best Practice Kampagnen vorzustellen, die zum Nachdenken anregen. Vielleicht kommt Foursquare eines Tages doch noch bei uns an.

Google+ und SEO
Wie sich die eigene Google+-Präsenz auch im Sinne der Suchmaschinenoptimierung nutzen lässt, damit hat sich SMO14 auseinandergesetzt – und acht relevante Tipps formuliert.

Google+ Circles und wahre Chancen
Die Circles bei Google+ gelten bislang als eine der Hauptargumente für ein Engagement im Netzwerk von Google. Doch werden hier eigentlich schon alle Optionen wirklich genutzt? Mirko Lange sagt „Niet“ und fragt, warum sich User nicht direkt in die Circles eintragen lassen. Also ein Mix aus Eintrag in Newsletter in Kombination mit RSS-Feeds. Würde ich sehr schätzen.

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