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Gedankenspiele

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Blog ist umgezogen – bitte umstellen!

Hallo? Was ist denn hier los. Nix mehr? Doch!
Viele haben sich vielleicht bereits gewundert, warum hier in meinem Blog in den letzten Monaten nichts mehr passiert ist. Der Grund ist ganz einfach: Die „Gedankenspiele“ sind umgezogen – und zwar auf meine eigene Seite, um die Inhalte noch besser betreuen und steuern zu können. Daher findet ihr das Blog jetzt ganz einfach auf dominikruisinger.com/blog-gedankenspiele/.

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Ganz einfach: Abonniert sie! Dazu packt ihr in euren Feedreader die Adresse https://dominikruisinger.com/feed/. Und schon erhaltet ihr meine Blog-Beiträge wieder regelmäßig zu lesen.

Ist doch ganz einfach. Oder?!
Ach so: Ihr wisst nicht, was ein Feedreader oder was RSS ist? Dann lest einfach diesen Beitrag hier. Mein Gedankenbär erklärt es euch ganz in Ruhe.

Meine Gedankenspiele: 11 Lese-Tipps aus dem Mai

Kein Morning Briefing mehr. Schade.

In den letzten Wochen habe ich morgens immer gerne das „Morning Briefing“ von Gabor Steingart aus dem Hause Handelsblatt gelesen. Ein kompakter Newsletter, in dem der Herausgeber jeden Morgen wichtige politische und vor allem wirtschaftliche Themen klar auf den Punkt gebracht hat und gerne mit einer hübschen Prise Ironie bewertet hat. Auf jeden Fall las er sich gut. Heute habe ich ihn abbestellt. Warum?

Das Handelsblatt reiht sich ein in eine Serie von Unternehmen, die glauben, dass wenn man ein Produkt gerne liest, man doch bitte auch alle anderen Produkte bekommen sollte. Und zwar nicht nur redaktionelle, sondern eben auch werbliche Produkte.

morningbriefingHeute fand ich zum Beispiel wieder eine Werbe-Mail in meinem E-Mail-Postfach: „Kostenlos 3 Wochen das Handelsblatt oder 4 Wochen den Digitalpass genießen.“ Nicht nur dass ich rechtlich leichte Bauchschmerzen bekomme, da ich dieser Werbung nicht zugestimmt habe – sondern nur dem Erhalt eines täglichen redaktionellen Newsletters.

Das Problem geht noch einen Schritt weiter: Gerade in Zeiten, in denen wir alle mit Content überschüttet werden – gerne als „Content Shock“ bezeichnet –, suchen sich User, also wir, immer bewusster genau aus, was sie lesen wollen/müssen und was nicht, wer wirklichen Mehrwert zu bieten hat und wer nicht, wer einen vertrauensvollen Anker liefert und wer nicht. Dazu lassen sich nicht nur RSS-Feeds, (Interessens-)Listen bei Twitter und Facebook oder Kreise bei Google+ einsetzen. Auch die klassische E-Mail-Branche ist hier schon aktiv.

So will ich beispielsweise in einem Einkaufszentrum nicht alle Informationen, sondern nur Informationen aus der Parfüm-Abteilung. So will ich bei einem Sportverein nur Informationen aus der Abteilung Basketball aber nicht über Fußball. So will ich von einem Reiseanbieter nur Informationen zu Single-Reisen aber nicht zu Familien-Reisen. So will ich als Reisejournalist mit Fokus auf Italien keine Pressemitteilungen zur Insel Rügen, geschweige denn zu Nivea-Produkten oder zu Beauty-Gewinnspielen. (Hinweis an mich: Darüber muss ich bald mal schreiben, wenn ich mir mein Postfach der unnützen Pressemitteilungen so ansehe …)

Viele Anbieter haben scheinbar diese Logik noch nicht verstanden, sondern setzen – werbe- und vertriebsgetrieben – darauf, möglichst all ihre Informationen dem Empfänger darzubieten. Ganz nach dem Motto: “Irgendetwas davon wird ihm schon gefallen”. Ich kann davon nur dringend abraten. Vielleicht bestellen nicht alle – so wie ich im heutigen Fall – die Informationen gleich ab. Vielleicht leiten sie diese “nur” direkt in ihren Spam-Filter weiter. Vielleicht klicken Sie “nur” einfach nicht mehr drauf. Vielleicht verschwindet er “nur” aus ihrem Relevanz-Winkel. Vielleicht. Auf jeden Fall leidet ihre Aufmerksamkeit. Da ihr Vertrauen enttäuscht wurde. So wie bei mir. Eigentlich schade.

Denn heißt Kommunikation nicht auch Beziehungspflege?

Gedankenspiele-Lesetipps vom 21.12.2015

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Gedankenspiele-Lesetipps vom 05. November 2015

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Gedankenspiele-Lesetipps vom 26. Juni 2015

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Gedankenspiele-Lesetipps vom 27. Mai 2015

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Wie nehme ich Content auf? Mein Rezept gegen die Informationsüberflutung.

Vor schon wieder vielen Wochen hat der liebe Thomas Pleil seinen täglichen Workflow geschildert. Auch ich wollte dies schon immer gerne einmal tun. Gerade in meinen Trainings und Workshops werde ich regelmäßig gefragt, wie ich mit der heutigen Informationsüberflutung umgehe bzw. wie ich mein eigenes Informationsmanagement steuere, um nicht den Überblick über die vielen nützlichen wie nutzlosen Informationen und Fakten zu verlieren, die wir jeden Tag aufnehmen, erleben oder auch lesen müssen. (Ach herrje, war das ein langer und umständlicher Satz.) Das heißt: Wie gehe ich mit Content um und vermeide gleichzeitig einen Content-Overflow (der übrigens in Wirklichkeit nicht zu vermeiden ist)?

Jetzt hier in Basel, kurz vor Beginn einer internationalen Konferenz, habe ich den freien Sonntag Vormittag genutzt, um die Säulen meiner Informationsaufnahme und -speicherung zu schildern. Eigentlich ist dies bei mir recht einfach:

Feedly RSS-Reader

Der RSS Reader Feedly im Einsatz.

a) Das wichtigste Utensil für mich war, ist und bleibt mein RSS Reader – und der heißt wie bei vielen anderen Feedly. Wenn RSS irgendwann mal abgeschafft werden würde, wäre dies gleichbedeutend mein Ausstieg aus der Branche – glaube ich zumindest. Zumindest wäre ich quellenlos. Fast. In Ordnern habe ich bei Feedly rund 200 Blogs, Webseiten und sonstige Content-Angebote rund um die Kommunikations- und Marketingbranche mit Fokus auf Public Relations, Journalismus, Digitale Strategien, Stiftungen und Private Stuff abonniert. Auch die Ergebnisse einiger Monitorings aus Twingly oder den immer schlechter werdenden Google Alerts (die stellt doch Google sicherlich als nächstes ab, oder?) lasse ich dort reinlaufen. Diese Feeds rufe ich meistens zweimal am Tag ab: Morgens zum Frühstückstee und spätnachmittags zum Nachmittagskaffee – wahlweise auch in Kombination mit anderen Getränken. Durch 80 Prozent der Beiträge flippe ich nur durch (Merke: Schlechte Überschrift = keine Wahrnehmung), einige verbreite ich per Twitter, Facebook oder Google+ direkt oder zeitversetzt. Die anderen werden „gemerkt“.

Pocket

Pocket als hilfreiches Instrument für die eigene Content Verarbeitung.

b) Mit dem Merken komme ich zum zweiten Tool: Pocket. Ich bin ein ziemlicher Fan von Pocket. Dort speichere ich alle etwas längeren oder mich besonders interessierenden Texte, die ich später in Ruhe lesen will. Zum Teil verarbeite ich diese in meinen Gedankenspielen als Lesetipps oder entwickele daraus Beiträge in meinem Blog (so wie heute) oder auf dem weiterhin wunderbaren medium.com. Außerdem integriere ich die wichtigsten Informationen und Case Studies in meine Basis-Präsentationen, von denen dann wiederum Teilnehmer meiner Seminare und Coachings profitieren dürfen. Die Schnittstelle zwischen Feedly und Pocket ist übrigens perfekt, ebenso zwischen Twitter sowie Extra-Apps wie Reeder und Hootsuite, wenn man die Pocket-Verbindung einmal eingestellt hat. Die Verbindung zwischen Google+ bzw. Facebook und Pocket ist – naja. Hier heißt es: Link kopieren und bei Pocket einfügen. Klappt aber dann sehr reibungslos.

Diigo Social Bookmarking

Social Bookmarking per Diigo

c) Eine weitere Merkstelle heißt bei mir die Social Bookmarking Plattform Diigo. Ganz nach dem Grundsatz des Social Sharings speichere ich alle Beiträge kurz beschrieben und möglichst sauber verschlagwortet. Auf diese Weise schaffe ich einerseits mir selbst ein Content-Gedächtnis, andererseits können meine Seminar-Teilnehmer auf all diese Links, die meist Teil des Workshops waren, auch im nach hinein zugreifen. Und darüber sind sie übrigens meist sehr glücklich ;-).

d) Die weitere Informationsaufnahme läuft über die klassischen Kanäle wie Facebook und Twitter – natürlich jeweils mit Listen (Learning aus meinen Workshops: Listen kennt fast niemand. Leider.) sowie die Google+-Kreise und die durchaus tauglichen Communities. Auf dem iPhone5 meistens mit den Original-Tools, auf dem Laptop fast komplett über Hootsuite inklusive einiger Enterprise-Möglichkeiten (danke an den lieben Markus Besch und das Social Media Institute). Auch das zeitversetzte Posting läuft bei mir immer stärker über Hootsuite, nachdem seit einigen Wochen Buffer bei mir immer wieder zickt und ich regelmäßig alle Kanäle neu hinzufügen muss. Praktisch finde ich weiterhin das Hootsuite-Begriffs- und Hashtag-Monitoring per Listen. Dabei spielt es für mich keine Rolle, dass das Layout eher nach 90er Design denn nach Mitte 2015 aussieht. Warum Hootsuite beim Monitoring nicht alle Retweets und Mentions anzeigt, finde ich eher nervig und kann es auch nicht erklären. Generell gilt: Inhaltlich benutze ich Twitter und Google+ fast nur beruflich, während bei Facebook der Fokus klar auf dem Privaten liegt.

Alert.io

Alerts zu Begriffen und Themen erstellen via alert.io

e) Solange noch nicht alle – kostenlosen – Monitoring-Tools die RSS-Funktion anbieten, habe ich daneben noch Alerts auf meinem – angesichts der Top-Ergebnisse – Lieblingstool Alert.io (wenn doch nicht immer so schnell mein Kontingent aufgebraucht wäre …), auf kuerzr.com und bei talkwalker  eingerichtet. Die Ergebnisse laufen ganz traditionell auf einem (ja, wirklich!) Web.de-E-Mail-Account ein.

f) Nein, ich bin kein purer Onliner! Und ja, ich lese regelmäßig Zeitungen und Zeitschriften – und dies selten auf dem iPad oder dem iPhone, sondern ganz klassisch mit knisterndem Papier. Genauso wie heute schon. Beruflich zählen so beispielsweise journalist (warum lässt sich hier online fast nix lesen?), medium magazin (Das 90er-Website-Design bräuchte dringenden Relaunch) und t3n (Tolle Arbeit print wie online!) ebenso zu meiner Lektüre, wie einige Newsletter print wie per E-Mail.

Dies ist zumindest mein grobes Gerüst, das ich über die Jahre immer weiter entwickelt habe und das mich natürlich Zeit kostet. Im letzten Social Media Management Seminar bei der DAPR in Düsseldorf wurde ich gefragt, wie viel Zeit ich konkret für diese Content-Aufnahme und -Verarbeitung verwende. Grob überschlagen kalkuliere ich durchschnittlich mit ca. 1,5 Stunden pro Tag.

Aber das wird bei den anderen hier doch auch nicht viel anders sein, oder?

Wenn das Tagesmedium zum Wochenmedium werden wird.

Liegt die Chance vieler Tageszeitungen im Weiterbestehen als Wochenzeitung? Mit angeschlossenen Online-Newsbereich als Tagesaktualitäts-Ticker? Entwicklungen bei der taz, bei der Süddeutschen Zeitung oder bei der FAZ könnten Vorboten für eine im Grunde logische Entwicklung sein. Ein Gedankenspiel.

Wer einen Blick auf die aktuellen Nutzerzahlen der deutschen Tageszeitungen wirft, der wird nur eine Bewegung feststellen können: Abwärts – und dies schon seit mehreren Jahren. Wurden laut IVW im 3. Quartal 2004 noch 26,02 Mio. Exemplare verkauft, so waren es im 3. Quartal 2014 nur noch 19,39 Mio. Damit haben die Tageszeitungen in Deutschland innerhalb von zehn Jahren rund 25 Prozent ihrer verkauften Auflage verloren. Dieses Faktum ist nicht allzu neu. Spannend wird es aber, wenn man diesen Trend mit weiteren Entwicklungen auf dem Medienmarkt kombiniert, über die mich ein Beitrag im aktuellen Medienmagazin journalist (Ausgabe 11/2014) nachdenken lässt.

taz & more drängen auf Wochenendmarkt
Im Beitrag „Die neue Wochenendausgabe wird umgebaut“ (leider nicht online verfügbar) wird beschrieben, wie die taz noch stärker in den Wochenendmarkt drängen will – mit einer überarbeiteten und jetzt erwachsenen Wochenendausgabe, der taz.am wochenende. Chefredakteurin Ines Pohl beschreibt sie als „vorläufig letzten Schritt auf dem Weg hin zu einem eigenständigen Wochenendmagazin“. Mit diesem Wochenend-Streben bzw. dieser klaren Stärkung der Wochenend-Ausgabe ist die Berliner tageszeitung nicht allein: Sie folgt vielmehr einer bereits sichtbaren und schrittweisen Veränderung in der deutschen Medienlandschaft. Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Allgemeine haben in den letzten Wochen einiges unternommen, um sich für das Wochenende und die Wochenend-Leser fein zu machen – und damit indirekt auch dem Primus „Die Zeit“ Konkurrenz zu machen.

Den taz-Ansatz beschreibt Pohl wie folgt: “Das neue Magazin berichtet, was relevant ist, die Unterscheidung in Tages-, Wochen- oder Monatsaktualität sind dabei untergeordnete Kriterien.” Spätestens der zweite Teil dieses Satzes hat mich aufhorchen lassen: Keine „Unterscheidung in Tages-, Wochen- oder Monatsaktualität“? Hat die (Tages-)Zeitung als Vermittlerin von Tagesaktualität damit ausgedient? Damit meine ich endgültig?

Meiner Einschätzung nach spricht sie damit indirekt eine weitere, viel gravierendere Entwicklung an, vor der viele Medienhäuser noch stehen: Den Wandel von der gedruckten Tageszeitung zur gedruckten Wochenzeitung mit angegliedertem Online-Newsbereich für die Tagesaktualität, für die dann die Presseagenturen mit verantwortlich sein werden. Wenn ich in dem journalist-Beitrag weiter lese, dass laut Pohl die taz.am wochenende “vom Nachrichtenstrom nicht völlig abgekoppelt, aber nicht von ihm getrieben” sein soll und Website und Tageszeitung den Spagat perfekt machen sollen, dann verdeutlicht dies diesen von mir angedeuteten Weg.

Recht stabiler Wochenzeitungsmarkt
Ein Blick auf die Wochentitel erklärt diesen nicht ganz überraschenden Wandel: Im Unterschied zu Tageszeitungen und zu Publikumszeitschriften haben Wochenzeitungen in den letzten Jahren lange nicht so stark unter der Printflucht zu leiden gehabt. Laut IVW haben sie innerhalb von zehn Jahren nur rund 8 Prozent eingebüßt; andere Medien wie Die Zeit konnten in den letzten Jahren laut IVW sogar Abonnenten hinzugewinnen; und dies unabhängig von der Altersstufe. Dass dies auch mit der hohen journalistischen Qualität der Zeit (ja, liebe Verleger, auch damit bindet man Leserinnen und Leser) zu tun hat, ist sicherlich einer der Gründe. Auf jeden Fall scheint für viele Menschen das Schmökern am Wochenende auf dem Sofa noch nicht der Vergangenheit anzugehören, sondern im Wochenend-Rhythmus verankert zu bleiben. Und ob per Print, Tablet oder App spielt mit Blick auf die Zukunft fast schon eine Nebenrolle. Also doch keine Printflucht?

Führt man sich diese beiden Entwicklungen vor Augen, ist es vor diesem Hintergrund nicht vermessen zu behaupten, dass der Konkurrenzkampf um die Wochenendlektüre in den nächsten zwei bis drei Jahren erheblich anwachsen wird. Immer mehr Tageszeitungen werden diese Chance für sich erkennen und den Kampf um die Aufmerksamkeit der Leser aufnehmen, sodass sich damit selbst ein Qualitätsmedium wie Die Zeit auf Leserverluste einstellen muss. Denn nur wer genug Leser gewinnen und binden kann, wird in Kombination mit Website und weiteren digitalen Angeboten genügend Einnahmen generieren und diesen Schwenk rechtfertigen können.

Die Chance im Curating Journalism
Dies wird wiederum zu massiven Veränderungen in den Redaktionsalltagen der Tageszeitungen führen: Weg vom Agenturjournalismus, weg von der Jagd nach der nächsten News oder vom oftmaligen Nachrichten-Fastfood-Journalismus (und dies soll keine Kritik an den Journalisten selbst sein), der künftig fast komplett in den Online-Bereich ausgelagert werden wird; hin zu einem Hintergrundjournalismus, zu einem Curating Journalism, der sich nicht der News sondern der Einschätzung, Analyse und Bewertung von Entwicklungen widmet und damit den Lesern als Helferlein und einordnende Orientierungshilfe im Dickicht der Neuigkeiten andient. Fast könnte man sagen, dass Tagesmedien mehr oder weniger ihre Seite 3 auf das ganze Blatt ausbreiten.

Eigentlich haben viele Medien dazu die richtigen Voraussetzungen: Medienmarken, die jahrelang aufgebaut wurden und – noch – bei vielen eine positive Konnotation haben, zumindest eine hohe Bekanntheit und einen großen Vertrauensanker, der sich auch in erfolgreichen Nebengeschäften der Verlage niederschlägt; Mitarbeiter, die sich dieser Aufgabe als Analytiker, Hintergrundberichterstatter und Curator bereits teilweise widmen und bislang nicht selten fast neidisch auf die Wochenmedien blickten, die diesen Journalismus schon viel länger pflegen durften. Jedoch ist dieser Wandel nicht umsonst zu bekommen, sondern mit Investitionen verbunden, die weniger einem Relaunch denn einer enormen Management-Aufgabe und veränderten Denkweise gleichen. Und ob die Verlage dazu bereit sind?

Wer wird gewinnen?
Noch stehen wir ganz am Anfang dieses Prozesses, der – so meine heutige Einschätzung – mit Sicherheit kommen wird. Im vergangenen Jahr habe ich von Tageszeitungen in der Schweiz gelesen (Quelle verloren), die von einer täglichen Erscheinungsweise auf dreimal wöchentlich umgestellt haben – ein etwas halbgarer Versuch. Es ist davon auszugehen, dass derjenige sich durchsetzt, der sich als erstes bewusst ist, dass das eigene Überleben in einem Wochenmedium bestehen könnte. Und der den Schritt dann wagt. Die offensichtliche Stärkung der Wochenendausgaben bei taz, Süddeutsche oder FAZ zeigen mir zumindest, dass einige der Marken schon in den Startlöchern sitzen.

Gedankenspiele-Lesetipps vom 19.11.2014

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