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Gedankenspiele-Lesetipps vom 26. Januar 2015

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Bring! Oder die stylische Einkaufs-App

Als ich vor ein paar Wochen auf Familienbesuch in Zürich weilte, hatte ich das Glück, in der Bürogemeinschaft meiner Fotografen-Schwester die Macher der Einkaufs-App Bring! kennen zu lernen. Und abgesehen von einigen PR-Tipps, die ich ihnen für den deutschen Markt mitgeben konnte, musste ich mir die App von Publisheria natürlich auch selbst genauer ansehen.

Also: Das Einkaufen einfacher machen will diese App, die es bislang nur für das iPhone gibt. Dann testen wir mal. Im App-Store ist sie einfach zu finden. 2 Schweizer Franken bzw. 1,79 Euro ärmer habe ich die App herunter geladen. „Vergiss den alten Einkaufszettel, hol dir Bring!“ wirbt das Zürcher StartUp auf der Webseite zur App. Ist es wirklich so einfach?

Stylisch und visuell

Bring! App von Publisheria aus Zürich als Einkaufsliste

Bring! App als stylische Liste für das gemeinsame Einkaufen

Die App ist visuell wunderschön gestaltet. Statt auf Texte tippe ich auf Bilder Icons als Warensymbole für Lebensmittel. Einzukaufende Artikel sind rot, erledigte grün unterlegt. Mit einem längeren Klick bestimme ich die Mengenangabe oder füge dem jeweiligen ausgewählten Icon eine individuelle Beschreibung hinzu, wie mein beigefügter Einkaufszettel zeigt. Auch fehlende Produkte – wie hier Paul Bowles, zu dem ich gerade ein Buch suche – lassen sich sofort anlegen. Übersichtlich habe ich so meinen Einkaufszettel stets im Blick – und kann das Erledigte danach wieder abhaken.

Praktisch ist auch die Funktion „zuletzt verwendet“. Noch besser wäre eine Funktion „meine Lieblingsprodukte“, um einen schnellen Zugriff auf seine häufigsten Produkte zu erhalten. Und Achtung: Die Oberfläche ist sehr sensibel. Wer unvorsichtig auf ein gemerktes Produkt klickt, hat es sofort von seiner Einkaufsliste wieder gelöscht.

Gemeinsam Einkäufe regeln
Ihre wirkliche Stärke spielt die stylische App in Kombination mit anderen App-Nutzern aus. Freunde, Firmenpartner, Familienangehörige lassen sich zu einer Liste einladen, um beim großen Wochenendeinkauf nichts zu vergessen. Sofort werden die Produkte auf der Einkaufsliste zwischen den iPhones synchronisiert. Jederzeit kann jeder ein neues Produkt auf die Einkaufsliste packen bzw. nach einem Kauf wieder löschen, sodass jeder über den aktuellen Stand des Einkaufszettels informiert ist. Außerdem können die Listen-Teilnehmer mit kurzen Texten miteinander kommunizieren, auch wenn diese Texte – leider – vorgegeben sind.

Bislang ist die Resonanz positiv: Laut Marco Cerqui, einem der beiden Macher von Publisheria, wurde die Schweizer App bislang 55.000 Mal heruntergeladen. 35 bis 40 Prozent kaufen mit der App auch pro Woche ein, was einer durchaus regen Nutzung entspricht. Ebenfalls positiv ist die Resonanz im App-Store mit 4 bis 5 Sternen. Während das StartUp auf seinem Heimatmarkt Schweiz eine hohe Resonanz in den klassischen Medien erreicht hat, haben bei uns bislang nur Medien wie Fokus auf StartUps wie netzwertig, Gründerszene oder t3n und Chip berichtet.

Bald auch für Android-Nutzer
Der größte Haken bislang: Die App ist nur für iPhone-Besitzer verfügbar. Das heißt, Listen lassen sich weder mit der wachsenden Android-Gemeinde noch mit Windows Phone-Nutzern (gibt es die überhaupt?) teilen. Hier werden die Entwickler jedoch bald nachziehen. So soll bereits Ende Oktober eine erste Android-Betaversion kommen, die finale dann bis Ende des Jahres. Im nächsten Jahr soll es – nach den Sprachen deutsch, österreichisch und schweizerdeutsch – nicht lachen: Schon mal nachgedacht, was jede Sprache mit dem Begriff „Rahm“ verbindet? – vor allem um die weitere Internationalisierung der App gehen.

Mein Fazit
Als visueller Mensch gefällt mir persönlich die Bring! App wirklich super – auch im Vergleich zu anderen puren Einkaufs-Apps, die ich in der Vergangenheit getestet habe. Jetzt muss ich nur noch meine Nächsten überzeugen, sich selbst ein iPhone zu leisten. Denn ansonsten bringt auch die schönste App nichts.

Ach ja: Ein – romantisches, naja – Video zum gemeinsamen Einkauf per App gibt es natürlich auch:

Bring! Einkaufsliste App für iPhone from Bring! on Vimeo.

Blogparade: Meine 12 derzeitigen Lieblings-Apps auf dem iPhone

Wenn der gute Daniel Rehn Blogs zur Apps-Parade aufruft – wie schrieb er so schön „Aufruf zur Blogparade: Zeigt her eure Apps!“ – habe ich dies zum Anlass genommen, auch mein Smartphone durchzusehen. Und was dabei besonders praktisch war: Parallel konnte ich endlich die Apps wieder rausschmeißen, die ich in den letzten 12 Monaten NICHT genutzt habe. Also auch für diese Anregung: Danke Daniel.

Also meine Top12-Apps fürs iPhone – abgesehen von den üblichen Facebook, Google+, Xing, LinkedIn, Foursquare, Pinterest, Doodle, Dropbox. Und manchmal lohnt es sich wirklich, ein paar Euronen oder besser gesagt Euronen-Cents dafür auszugeben.

1) WhatsApp: Spätestens für Leute wie mich, deren Familie und Freunde quer durch die Welt verstreut ist, kommt man neben Skype an WhatsApp nicht mehr vorbei. Wenn ich an früher und die hohen SMS-Kosten gen Schweiz denke, werde ich noch immer ziemlich sauer.

2) miCal: Diesen Kalender mag ich einfach. Nicht nur wegen der hübschen und übersichtlichen Darstellung oder den praktischen Zusatzinformationen zu Wetter und Geburtstagen. Vor allem auch, weil es so einfach ist, Ereignisse neu anzulegen.

3) Reeder: Ich bin ein RSS-Fan – und liebe vor allem die großartige mobile App von Silvio Rizzi. Jeden Morgen und mehrfach am Tag spült sie mir die Ergebnisse aus über 100 Feed-Quellen rein. Was dieses Teil nicht liefert, findet für mich (fast) nicht statt. Und dann noch die Anbindung an Mail, Twitter, Buffer, Pocket, Evernote …

4) Tweetbot: Twitter ist eines meiner Haupttools. Und mobil? Die Twitter-App macht keinen Spaß, TweetDeck ist seit Übernahme eine Resterampe. Lange habe ich auf HootSuite gesetzt, bis ich über den Geek-Week-Podcast auf Tweetbot gestoßen bin. Einfach in der Bedienung, easy im Handling mehrerer Accounts, flott in der Anpassung der Tabs an die eigenen Wünsche. Kennt jeder etwas besseres?

5) Instagram: Ja, ich weiß: Jeder hat diese Foto-App, dieses hübsche Tool, weil es einfach so viel Spaß macht. Mir eben auch – selbst wenn ich von meiner Schwester als Fotografin ab und zu einen etwas mitleidigen, zweifelnden Blick ernte. Egal: Weiterknipsen und Sharen – teils auch über Followgram.

6) Everpix: Nochmals Foto: Ich habe mir abgewöhnt, alle Bilder auf dem iPhone gespeichert zu haben. Da wäre der Speicher schon lange voll. Und trotzdem habe ich gerne jederzeit Zugang auf die Bilder. Kein Problem: Mit Everpix habe ich fast alle Fotos immer mit mir „on the fly“.

7) CamScanner+: Immer wieder müssen Rechnungen und Belege eingescannt werden. Mit der kostenpflichtigen Version von CamScanner+ lassen sich diese Scans sogar noch bearbeiten, bei Bedarf in PDF-Dokumente umwandeln und/oder per Mail oder Fax versenden. Seitdem habe ich meinen alten Scanner abgeschafft.

8) woabi: Insbesondere Viel-Reisende kennen sie: Die Sonderangebote auf Flughäfen. „Glenlivet 18 Jahre jetzt für 29,80 Euro“. Mmhhh, ist das jetzt wirklich billig? Ein kurzer Code-Scan und woandersbilliger verrät dem Schnäppchenjäger sofort, ob es diesen leckeren Whiskey nicht wo anders preiswerter gibt.

9) radio.de: Dies ist die Pflicht-App für alle Radio-Freaks: Zugang zu fast allen Radiosendern – hübsch geordnet nach Musikrichtungen, Ländern, Städten, Sprachen. Da lassen sich auf dem iPhone sogar die Bundesliga-Livekonferenz oder die müden Spiele der EM verfolgen.

10) Linguee: Meiner Meinung nach ist dies die App zum besten Wörterbuch (sorry Google, Dict, Leo u.ä.), die sich sogar dann nutzen lässt, wenn es – wie in der Bahn oft – „offline“ heißt. Top: Ganze Formulierungen lassen sich eingeben, um aus den sprachlichen Optionen zu wählen. Jetzt warte ich nur noch drauf, dass es neben deutsch-englisch weitere Sprachversionen gibt.

11) IMDb: Ich bin ein Film-Freak, der viel über Filme und Schauspieler diskutiert. Nur: Wer kennt die Situation nicht: Erinnerst du dich noch an diesen tollen Film mit Mena Suvari, als die nackt in den roten Rosen lag? IMDb – der Helfer für alle grauen Kino-Gehirnzellen – wird es sofort verraten.

12) Take…Car: Für ein Projekt habe ich mal viele Auto-Apps gesammelt. Heute sind davon nur wenige übrig geblieben. Vor allem dieses hier: Verdammt, wo habe ich gestern geparkt? Take Me To My Car bringt mich zuverlässig dorthin. Einzige Voraussetzung: Ich habe gestern auch eingecheckt!

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