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Literatur: Twitter für Einsteiger im Test

Im Rahmen meiner Seminare werde ich öfters nach einem Hilfsleitfaden für Twitter gefragt. Für viele Privatpersonen wie auch kleine und mittelständische Unternehmen bleibt Twitter nach wie vor ein Buch mit 7 Siegeln, was sich wiederum in der fehlenden Twitter-Begeisterung in Deutschlands Breite widerspiegelt, wie statista und andere mit ihren Zahlen regelmäßig aufzeigen. Da leider für viele mein eigenes Buch „Online Relations“ als reiner Twitter-Helfer zu umfangreich ist, werde ich irgendwann wohl selbst einen kleinen Leitfaden schreiben dürfen. Für die Zwischenzeit habe ich aber einen ersten Ersatz gefunden.

Twitter für Einsteiger von Michael Rajiv Shah

Twitter für Einsteiger

Denn ein praktisches Büchlein für die Hosentasche hat Michael Rajiv Shah mit „Twitter für Einsteiger“ geschrieben. Auf 170 Seiten im handlichen A6-Format liefert der Wiener Social Media Coach und Berater (@networkfindercc‎)‎ einen schnellen, gut lesbaren Ein- und Überblick, was Twitter ist und wie sich gerade Beginner an Twitter herantasten sollten.

Im Kapitel „Pimp your Twitterprofil“ (Mhhh, ist denn plötzlich alles „gePimpt“?) zeigt er schrittweise auf, wie ein Twitter-Profil aufzubauen ist, was dabei besonders zu beachten ist und welche Hilfsmittel existieren, um neue Twitterer unter seinen bisherigen Freunden oder unter noch fremden Personen zu entdecken. Anhand mehrerer Best-Practice-Beispiele – Profis werden die meisten gut kennen – zeigt der Autor, welchen Nutzen Twitter bringen kann und wie Rituale wie #FF oder das Bedanken (oder nicht) für Retweets und Erwähnungen zum Network-Aufbau beitragen können.

Berechtigterweise räumt er dem Thema Follower-Aufbau ausreichend Platz ein: Wie benutze ich Twitter als Recherche-Werkzeug? Wie funktioniert eine Umkreissuche? Welche Chancen bieten gerade Listen, also eines meiner Lieblingsthemen? Und: Wie nützlich sind hierzu Social Media Dashboards wie Hootsuite und Tweetdeck (Bottlenose.com hätte prima noch dazu gepasst) sind zentrale Fragen, die schrittweise beantwortet werden.

Nicht ganz überzeugen mich die vorgestellten Monitoring-Tools: Die lange Zeit wirklich guten socialbro.com und crowdbooster.com sind leider inzwischen nur noch 1 Monat kostenlos, thetwitcleaner.com und twunfollow.com offline. Aber dies ist mehr ein Zeichen für den schnellen Gang der (Twitter-)Dinge. Zudem fehlen mir einige Twitter-Helfer wie twitsprout.com, twopcharts.com und insbesondere tame.it. Vielleicht wären diese aber zu komplex für so ein Büchlein gerade für Einsteiger. Das Abschlusskapitel „Twitter-Alltag“ dreht sich um offen gebliebene Fragen wie Erfolgsmessung, Zeitmanagement und Strategie, wobei gerade dieser letzte Punkt im Buch leider etwas zu kurz kommt.

Fazit: „Twitter für Einsteiger“ ist ein praktisches, flott geschriebenes Büchlein, das Twitter-Neulinge während ihrer ersten Schritte in ihrer Hosentasche mit sich tragen sollten. Kleines A6-Format, gute Schreibe, klarer Fokus auf Einstieg und ein Preis von 6,95 Euro machen es zur praktischen Einsteiger-Lektüre. Fortgeschrittene Twitterer werden viele bekannte Themen und Fragen wiederfinden. Wirklich Neues werden sie dagegen nicht so viel für sich entdecken.

Fakten: Michael Rajiv Shah: Twitter für Einsteiger: Social Media Minis, Pearson; 2013

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