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Adressverteiler

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Wie geht das nochmals mit der Adresspflege?

Guten Tag, Frau Haag.

Diese Begrüßung, mit der mich vor wenigen Tagen ein Online-Redakteur aus der schönen Schweiz per Mail begrüßte und zu einer Branchenumfrage aufforderte, hat mich doch etwas überrascht. Post-Artikel mit Parfüm-Proben, Schmink-Sets und jugendlicher Haut fördernden Cremes bin ich angesichts meines Vornamens ja schon gewohnt. Aber dass mir ein – so die Referenzen – erfahrener Texter und Redakteur gleich einen neuen Vor- und Nachnamen verpassen würde, hat mich dann schon verwundert. Und als ich die „An“-Zeile etwas genauer betrachtet habe, fragte ich mich, wie alt diese E-Mail-Adresse wohl sein mag …

Wie war das nochmals mit dem Thema regelmäßiger Adresspflege? Und habe ich darüber nicht erst kürzlich hier geschrieben? Es scheint wohl ein Dauerproblem zu bleiben. Damit hat uns die Online-Welt doch zumindest diese Kontroll-Recherche so einfach gemacht.

Lektionen: Schlechtes Adressmanagement mit 12 Jahre altem Verteiler

Heute ist mal wieder Zeit für eine Lektion. Denn nach schlechten Anreden in Presseinformationen, fehlerhaften Pressemitteilungen und miesen Presse-Newslettern habe ich mich heute über einen schlecht gepflegten Verteiler mit veralteten Daten geärgert. Mal wieder.

Anschreiben mit Kennenlern-Exemplar der Internet World BusinessUnd dies kam so: Zurück aus dem Italien-Urlaub habe ich in meinem überfüllten Briefkasten auch diese Sendung entdeckt: Ein in Plastikfolie eingeschweißtes Kennenlern-Exemplar der „Internet World Business“. Jetzt muss ich mich einerseits schon wundern und andererseits den Postboten für seine Findigkeit auszeichnen, dass diese Sendung überhaupt angekommen ist. Warum?

Ganz einfach: Die hier adressierte Agentur Communicate GmbH habe ich früher wirklich mal als Geschäftsführer geleitet. Nur wurde sie bereits im Jahre 2000 aufgelöst – hier eines der letzten Bilder per Waybackmaschine (5/2000). Das ist damit sage und schreibe 12 Jahre her! Meinen guten Freund und damaligen Partner Hardy Krause, der hier als Ansprechpartner genannt ist, ist weiterhin im Internet-Business extrem aktiv und erfolgreich. Aber auch seit 2000 nicht mehr in Zusammenhang mit dieser hier genannten Agentur.

Darum liebe Neue Mediengesellschaft,
wenn Sie Leser und Abonnenten für Ihr Magazin werben, dann sollten Sie – und dies schon aus eigenen Kostengründen – auf eines Acht geben: Einen aktuellen Verteiler. Ihrem Schreiben muss ich entnehmen, dass Sie diesen seit 12 Jahren nicht aktualisiert haben. Oder waren wir eine Ausnahme?

Ich kann Ihnen nur wärmstens empfehlen, diesen zumindest ein Mal pro Jahr zu aktualisieren bzw. zu überprüfen. Sie würden direkt von den positiven Folgen profitieren: Höherer Prozentsatz bei Rückläufen, größerer Anteil an neuen Abonnenten und Testlesern, geringer Anteil an Fehllieferungen – also an Agenturen und Unternehmen, die Ihr Heft gar nicht erhalten, dieses direkt mit der Werbung entsorgen oder sich wie in unserem Fall über Ihre Unprofessionalität wundern.

Sind dies nicht wirklich Ziele, die es zu verfolgen lohnt? Und die diesen Mehraufwand beim Adress-Management mehr als nur ausgleichen?

Übrigens: Ich habe Ihr Heft dann doch durchgeblättert. Schlecht finde ich es nicht, auch wenn ich das meiste schon über andere Kanäle kannte. Nur eines habe ich mich gefragt: Wenn Sie Ihr Magazin als „die Wirtschaftszeitung für Internet-Professionals“ bewerben: Warum stellen Sie darin dann Kampagnen vor – wie zum Beispiel die Kotex-Kampagne auf Pinterest -, die bereits ein knappes halbes Jahr alt sind und in ziemlich allen (un-)bekannten Medien, Blogs oder auch auf Workshops als Case Study ausführlich diskutiert wurden? Denn Aktualität gehört auch zu einer professionellen Wirtschaftszeitung. Gerade im Internet-Zeitalter.

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