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Radicati Group: E-Mail-Nutzung steigt weiter an

Wie war das nochmals mit der immer wieder auftauchenden Story vom Ende der E-Mail? Diese Sage verschieben wir wohl besser in die fernere Zukunft. Laut der Radicati Group wird pro Tag weiterhin die unglaubliche Summe von 183 Mrd. E-Mails versendet. Im vergangenen Jahr hatten die weltweit 2,2 Mrd. E-Mail-Nutzer “nur” 144 Mrd. versendet.

Auch wenn Prognosen gerade in der sich so schnell wandelnden Online-Welt schwer sind: Dem E-Mail-Marketing wird eine weiterhin hohe Bedeutung beigemessen. So wird laut Radicati gerade die Zahl der Business-Mails weiter steigen. Bis zum Jahr 2017 wird insgesamt mit einem Wachstum von gut 30 Prozent gerechnet.

Die tägliche E-Mail-Nutzung steigt bis 2017 weiter an.

Radicati Group: E-Mail-Nutzung weltweit weiter steigend

Dass im Gegenzug die Zahl der privaten E-Mails in den nächsten fünf Jahren leicht zurückgehen soll, ist nicht weiter überraschend – und könnte nach meiner Einschätzung sogar noch deutlich stärker werden. Gerade WhatsApp, Skype, Facebook Messenger u.ä. sorgen weltweit dafür, dass die Nutzer einen immer größer werdenden Anteil ihrer privaten Kommunikation vom Medium E-Mail in die Messenger Services verlagert.

Die Radicati-Zahlen passen gut auch zu einer Studie des Wallstreet Journals aus dem Februar diesen Jahres: Danach halten 65% der Deutschen E-Mail am Arbeitsplatz für unverzichtbar, 72% finden in den sozialen Kommunikationsformaten keine Alternative zur E-Mail.

Also liebe, mich oft so nervende E-Mail: Du musst wohl noch ein paar Jährchen länger leben.

About dominikruisinger

Ideen, Gedanken, Anmerkungen von Dominik Ruisinger – Journalist, Dozent, Coach, PR-Berater, Autor der Fachbücher 'Online Relations' und 'Public Relations'

Discussion

4 thoughts on “Radicati Group: E-Mail-Nutzung steigt weiter an

  1. Dass wir mehr Mails schreiben und empfangen als je zuvor, ist auch mein subjektiver Eindruck. Und wie so viele leide ich sehr darunter, wenn nach einem halben Tag offline 40 – 60 Mails den Kanal verstopfen. Um hier halbwegs einen Überblick zu wahren, fliegt alles, das nach E-Mail-Marketing riecht, als erstes ungelesen in den Papierkorb. Ich vermute, ich bin nicht der Einzige, der so reagiert. Insofern kann man aus einer intensiven Nutzung eines Kanals aus meiner Sicht nicht automatisch auf Erfolgschancen für Marketing etc. schließen, wie es gelegentlich recht pauschal versucht wird. Dass man andererseits Mailkommunikation als Unternehmen nicht ignorieren sollte, ist natürlich auch richtig – die Kunst besteht wie immer darin, wirklich Nützliches und Relevantes zu sagen zu haben und nicht überlastete Leute noch mehr zu nerven😉

    Posted by Thomas Pleil | 14. June 2013, 4:00 pm
    • Irgendwie scheinen wir sehr ähnlich mit unseren Posteingängen umzugehen – darum ist der vollste Ordner auch der Papierkorb.;-)

      Ansonsten ist es natürlich vollkommen richtig, dass man von der Zahl an wachsenden Mails nicht direkt auf erfolgreiches E-Mail-Marketing schließen kann. Eher indirekt, da sich mit der Zahl der Business-Mails auch die Chancen für ein erfolgreiches E-Mail-Marketing erhöhen. Ehrlich gesagt habe ich hier diese Zahlen mit den Ergebnissen diverser Umfragen – für den B2B-Bereich zum Beispiel diese hier http://www.onlinemarketing-blog.de/2012/09/25/infografik-b2b-online-marketing-und-social-media/ – und v.a. aus den USA gemixt, in denen eine weiter wachsende Bedeutung inkl. Budgetwachstum des E-Mail-Marketings innerhalb des Online-Marketing-Mix prognostiziert wird. Dies wird teils begründet mit der einfacheren ROI-Berechnung, teils auch mit den meiner Meinung nach berechtigten Chancen einer verstärkten Individualisierung und Personalisierung. Wenn nur die hiesigen Unternehmen mal diese Chancen nützen würden …..

      Nur habe ich diese Gedanken – ganz unwissenschaftlich – unerwähnt gelassen. Da hätte ich es mir ja fast denken können, dass da ein großes “Aber” kommt😉.

      Posted by dominikruisinger | 14. June 2013, 6:05 pm
  2. Der Vorteil der Email liegt auch darin, dass praktisch alle InternetnutzerInnen mindestens eine Adresse haben. Auch wenn die Zahl der Facebooknutzer sehr hoch sein mag, im Vergleich zur Mail ist das nichts. Und wir sollten nicht vergessen, dass viele UserInnen nicht so viele Mails erhalten und alles, was bei ihnen ankommt, auch (noch) lesen.

    Posted by Christian Henner-Fehr | 14. June 2013, 10:53 pm
    • Diesen Vorteil von E-Mail sehe ich auch – gerade auch bei einer älteren Generation. Zudem wird ihnen von EdgeRanks und Konsorten auch keine Infos vorenthalten. Ach ja: Mindestens eine Adresse: Laut dem oben zitierten Pingdom-Blog sind es sogar im Schnitt 2 Adressen pro Nutzer. Und wir beide haben sicherlich mehr als nur zwei😉

      Posted by dominikruisinger | 15. June 2013, 4:03 pm

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