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Pinterest geht weiter seinen Weg zum großen Kaufhaus

Marketer hatten in der Vergangenheit oft kritisiert, dass die virtuelle Notizwand bei Pinterest zur Weiterleitung auf die Verkaufsseiten zu umständlich sei. Darauf scheint das Soziale Netzwerk jetzt Schritt für Schritt zu reagieren, wie es in einem Blog-Post verkündete.

Was ist das Neue: Um Pins noch attraktiver zu gestalten, können sie künftig deutlich mehr Informationen beinhalten. Gepinnte Produkte lassen sich mit Preisen, der aktuellen Produktverfügbarkeit sowie dem Ort, wo es das Produkt zu kaufen gibt, ergänzen. Gepinnte Film-Tipps erhalten zusätzlich Ratings und Besetzung, damit sich jeder ein besser Bild davon machen kann. Und gepinnte Rezepte beinhalten künftig Details wie Koch- und Backzeiten, die speziellen Zutaten sowie das Rezept selbst. Auf diese Weise werden Pins deutlich werthaltiger und informativer, um sollen stärker auch zum Kauf des Produktes verleiten – als ein pures gepinntes Photo.

Beispiel: Ich interessiere mich für ein neues iPhone Case und finde dieses. Mit dem Photo erhalte ich die Information, dass diese Produkt 35 US-Dollar kostet und verfügbar ist sowie was andere User dazu meinen. Wenn ich aber jetzt weitere Informationen will, werde ich aufgefordert “Ansehen auf Nordstrom” anzuklicken. Damit verlasse ich Pinterest und lande im Shop von Nordstrom. Dasselbe passiert, wenn ich beispielsweise diesen leckeren Blaubeerkuchen entdecke. Unter dem Pin erhalte ich die genauen Zutaten, die Maßangabe “für 10 Personen” sowie die Nutzermeinungen. Der Link “Zubereiten nach Epicurious” bringt mich auf die Epicurious-Website, wo ich auch ein detailliertes Rezept erhalte.

Pinterest hat für diesen Pin-Launch mehrere große US-Händler wie Walmart, eBay, Home Depot oder Etsy mit ins Boot geholt. Dies zeigt die Relevanz dieses Launches der neuen Pins. Dazu schreibt das Netzwerk im erwähnten Blogpost: “That’s why we’re taking a first step toward making pins more useful.” Pinterest macht sich auf jeden Fall deutlich interessanter und nützlicher für Marken und Händler – für die eigene Kommerzialisierung. Nutzer erhalten detailliertere Produktinformationen, um sich auf diese Weise noch direkter auf die Website des Anbieters zum Kauf des Produktes leiten zu lassen.

Diese jetzt verkündeten Neuerungen machen deutlich: Schritt für Schritt breitet Pinterest seine Mehrwertstrategie für das visuelle Networking weiter aus. Immer stärker will sich Bilder-Netzwerk zu einer großen Online-Shopping-Mall entwickeln will, mit Produkten, die die eigenen Pinterest-Freunde empfehlen bzw. selbst pinnen.

About dominikruisinger

Ideen, Gedanken, Anmerkungen von Dominik Ruisinger – Journalist, Dozent, Coach, PR-Berater, Autor der Fachbücher 'Online Relations' und 'Public Relations'

Discussion

3 thoughts on “Pinterest geht weiter seinen Weg zum großen Kaufhaus

  1. Für Pinterest ist das vermutlich der einzig sinnvolle Weg, um Geld zu verdienen. Allerdings wird dieser Weg wahrscheinlich erst einmal nur im angelsächsischen Raum funktionieren. Bei uns haben erstens viele die Bedeutung von Bildern noch gar nicht erkannt und zweitens stellt unser Urheberrecht noch einen Hemmschuh dar.

    Posted by Christian Henner-Fehr | 23. May 2013, 9:27 pm
    • Ich glaube generell, dass das Thema Urheberrecht uns kräftig bremst – gerade im Vergleich zum angelsächsischen, dem nordischen oder auch dem asiatischen Raum. Auf diese Weise haben Pinterest – und auch teils Instagram, Youtube etc. – kaum eine Chance, sich hier weiter durchzusetzen. Ich kenne beispielsweise kaum eine wirklich gute hiesige Case Study, die diese Bild- und Video-Plattformen effektiv einsetzt. Du etwa?

      Posted by dominikruisinger | 28. May 2013, 11:47 am
  2. Nein, kenne ich leider auch nicht. Natürlich lässt sich auf diese Weise ein Online-Shop promoten. Aber der ganz große Renner ist das auch nicht. Im Moment gibt es nur eine Möglichkeit Pinterest sinnvoll zu nutzen: ein Pinboard starten und die User einladen, eigene Inhalte beizusteuern. Im Tourismus kann das ganz gut funktionieren, wenn eine Tourismusregion es z.B. schafft, die Urlauber zu motivieren, sich mit eigenen Bildern zu beteiligen.

    Posted by Christian Henner-Fehr | 28. May 2013, 10:34 pm

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