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Alles mobil oder was? Der Social Media Report 2012 von Nielsen.

Vor wenigen Tagen hat das Marktforschungsinstitut Nielsen Media Resarch seinen alljährlichen Social Media Report 2012 publiziert. Trotz des Fokus auf den US-amerikanischen Markt beleuchtet er wichtige Aspekte wie den Zugang zu Sozialen Medien, das Nutzungsverhalten sowie die Einflussnahme auf Kaufentscheidungen, die auch für die hiesige Entwicklung von Relevanz sind.

Dabei macht die Analyse deutlich, wie stark Social Media in den Alltag einbezogen wird, was auch dazu führen wird – so meine eigene Prognose u.a. in diesem Beitrag –, dass wir in fünf Jahren nicht mehr von Social Media sprechen werden, da es dann Bestandteil jeglicher Kommunikation sein wird. Doch picken wir uns drei Aussagen aus dieser lesenswerten Studie heraus, die sich ansonsten im Nielsen-Blog detailliert einsehen lässt.

Längere Nutzung: Nicht wirklich überraschend ist die Tatsache, dass Internetnutzer immer mehr Zeit online verbringen. Besonders stark hat im vergangenen Jahr die mobile Nutzung von Social Media Plattformen zugenommen. Auch wenn der PC noch im Zentrum steht, holt die Nutzung via Mobiltelefon, Tablet und App extrem auf.

Im asiatisch-pazifischen Raum gehen bereits heute 59 Prozent der Nutzer über ihr Mobiltelefon und 28 Prozent über ihr Tablet auf Social Networking Seiten, während in Europa mit 33 Prozent bzw. 8 Prozent deutlicher Nachholbedarf herrscht. Übrigens: Auch das stille Örtchen ist für fast ein Drittel der 18-24-Jährigen der richtige Ort, um sich angeregt per Facebook & Co. zu unterhalten. Dies schreibt zumindest die Studie.

Mobiles Networking: Gerade beim Social Networking greifen User immer stärker insbesondere über Apps auf den Social Content zu. Dabei hat sich die mobile und speziell die App-Nutzung um rund 100 Prozent bei Facebook, Twitter, Google+ und Foursquare, bei Pinterest sogar um 1.700 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Aus der Studie wird zudem ersichtlich, dass die mobile Nutzung gerade bei Frauen – warum? – sowie in der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen – verständlich – besonders stark ausgeprägt ist.

Hilfe bei Entscheidung: Entscheidungen werden immer stärker über Social Content beeinflusst. So heißt es bei Nielsen: “Consumer decisions and behaviors are increasingly driven by the options, tastes and preferences of an exponentially larger, global pool of friends, peers and influencers.” Übersetzt heißt dies: 70 Prozent hören auf die Erfahrungen anderer, 65 wollen mehr über Marken und Produkte erfahren, 53 Prozent wollen sich mit Marken verbinden, 50 Prozent wollen ihren Bedenken und Klagen Ausdruck verleihen und 47 Prozent wollen Angebote teilen.

Im Mittleren Osten, in Afrika und im Asien-Pazifik-Raum sind es bereits heute 30 Prozent, die Soziale Medien täglich dazu nutzen, mehr über Marken, Produkte und Services zu erfahren. Gerade für die Branchen Touristik, Elektrogeräte, Getränke/Essen, Mode sowie Restaurants sieht Nielsen ein großes Potenzial, dass Nutzer über Social Media Plattformen Einfluss auf Entscheidungen anderer Nutzer nehmen können und werden.

About dominikruisinger

Ideen, Gedanken, Anmerkungen von Dominik Ruisinger – Journalist, Dozent, Coach, PR-Berater, Autor der Fachbücher 'Online Relations' und 'Public Relations'

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