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Lektionen: Nur zielgruppengenaue Presseverteiler führen zum Erfolg

An manchen Tage befällt mich der Eindruck, dass es Unternehmen und Agenturen nicht so ganz genau mit ihren Presseverteilern nehmen. Nicht nur, dass diese nur selten aktualisiert werden. Es bringt auch wirklich nichts und aber gar nichts, jede Pressemitteilung an den gesamten großen Verteiler zu versenden. Was leider auch sehr bekannte und von mir geschätzte Agenturen und Unternehmen durchaus machen.

Als freier Redakteur beim Fachportal PR-Journal erreichten mich in den letzten zehn Tagen u.a. folgende Themen (ich habe die Betreffzeilen kopiert) – und dies ist nur eine kleine Auswahl:

    • Pressemitteilung: Secunia bringt Secunia CSI 6.0 für umfassendes Schwachstellen- und Patchmanagement
    • R+V24-Initiative “Sei ein Retter!”: Unfallopfern beistehen: Emotionale Erste Hilfe leisten
    • Großes Finale beim iglo Kochduell der Bundesländer: …
    • Pressemitteilung Gutshaus Groß Toitin: Historische Bäderarchitektur an der Ostsee
    • Pressemitteilung: curasan AG: Patent für Thrombozyten-Mediatorenkonzentrat erteilt
    • Karstadt setzt Erfolg im Bereich Beauty fort / Neue Eigenmarke ab …

Jetzt frage ich mich einfach, was ein PR-Fachmedium mit diesen Themen anfangen soll – außer sie direkt in den Papierkorb zu befördern. Für eine professionelle und nachhaltige Kontaktpflege geht es vielmehr darum, möglichst spitze Verteiler aufzubauen – an die dann die jeweilige Pressemitteilung gesendet wird. Wer dagegen nicht zielgenau kommuniziert, der verärgert auf Dauer nur seine Ansprechpartner bzw. landet im virtuellen Papierkorb. Aber dies ist doch eigentlich erstes Semester Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Warum klappt es dann nicht …

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Gedankenspiele zu Online Relations vom 24. August

Bevor ich nachher gen Family-Besuch aufbreche, habe ich hier noch ein paar Lesetipps zusammengefasst.

Ohne Strategie – kein ROI
In einem Gastbeitrag bei Brian Solis beschreibt Danna Vetter genau die 5xWs + 1xHow, die eine erfolgreiche Strategie ausmachen. Denn ihre Aussage ist unmissverständlich: “Without a Stratege, there is no ROI.” Right!

Mehr OnPage für SEO
OnPage in die Fresse! nennt Marcel Becker seine Überdosis OnPage SEO. Und das ist nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil: Vielmehr behandelt sein richtig langer Beitrag so ziemlich alle SEO-Faktoren, die bei der Suchmaschinenoptimierung relevant sind. Klasse: Das Wichtigste gibt es zum Schluss als PDF-Doku-Download. Übrigens: Schon mal daran gedacht, dass SEO auch bei PDF-Dokumenten eine Rolle spielen? Wie ist hier nachzulesen

US-Unternehmen im Social Web
Wie weit wir in Fragen Social Media noch von den USA entfernt sind, zeigt Sten Franke auf. Während in den USA ca. 90% aller Unternehmen Soziale Netzwerke nutzen, stimmten bei einer kürzlichen Befragung nur 53 Prozent der Aussage zu, dass „der Dialog mit den Nutzern bei Facebook ein zentraler Bestanteil der Kommunikation“ ist.

Social Employer Branding bei Adidas
Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas gilt als eine der Top-Adressen auch im Social Web. Tobias Kärcher hat dazu zwei Communication und Employer Branding Manager interviewt – auch dazu, wie Adidas die Kanäle für Human Ressources nutzt.

Airlines Best Cases bei Facebook
Was verhalten sich Airlines bei Facebook? Aldo Gnocchi hat ausführlich die Facebook-Aktivitäten von fünf internationalen Fluglinien untersucht – und daraus Best Cases gebastelt. Und gerade bei KLM und Lufthansa lässt sich doch einiges lernen.

Anleitung Google+ für Unternehmen
Auf heise.de hat Annette Schwindt eine richtig gute Anleitung publiziert, wie sich Unternehmen eine Google+-Seite einrichten können. Schritt für Schritt begleitet sie durch den Prozess. Lesenswert, nicht nur für G+-Neulinge.

Tipps für Google Hangouts on Air
Die karrierebibel hat ausführlich beschrieben, wie sich die Google Hangouts on Air – also die Übertragung von Hangouts live im Internet über den eigenen YouTube-Channel – erfolgreich nutzen lassen. Denn Einsatzmöglichkeiten und Potenzial hat das neue Google+-Erfrischungstool genügend.

Impressumspflicht im Internet: Tipps und Tools im Überblick

Im Zusammenhang mit Abmahnungen bei Facebook ist in den letzten Tagen vielfach über die Impressumspflicht in den Social Media Kanälen diskutiert worden – das heißt für Seiten, die nicht rein privat sind. Darauf aufbauend habe ich die wichtigsten Tipps, Tools und Hinweise zu allen Online-Kanälen mal kurz zusammengefasst.

Impressumspflicht bei Webseiten und Blogs
Auf der Webseite Net & Law lässt sich der Webimpressum-Assistent prima dafür einsetzen, sich ein rechtssicheres Impressum für seine Webseite oder sein Blog erstellen zu lassen. Kleine Einschränkung: Der Haftungshinweis “Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links …” ist heute praktisch hinfällig.

Impressumpflicht bei Webseiten plus Google Analytics Disclaimer
Wer Google Analytics auf seiner Webseite nutzt, muss Nutzer darauf im Impressum oder in einem eigenen Punkt “Datenschutz” hinweisen. Welche Inhalte hier angegeben werden müssen, lässt sich über die Webseite des Anwalts Sören Siebert auswählen und integrieren.

Impressumspflicht bei Webseiten plus Social Media Plugins
Wer seine Webseite mit den eigenen Social Media Kanälen per Plugin verknüpft hat, sollte nicht vergessen, darauf im Impressum hinzuweisen. Einen eigenen Disclaimer zur Nutzung – ob zu Facebook-Plugin, Twitter und/oder Google+ – lässt sich ebenfalls auf eRecht24 erstellen und über einen Quell-Code in die eigene Webseite einbinden.

Impressumspflicht in E-Mail-Newslettern
Es sollte sich herumgesprochen haben, dass auch jeder E-Mail-Newsletter ein Impressum benötigt. Der erwähnte Webimpressum-Assistent bei Net & Law lässt sich hierzu als Anleitung nutzen. Ein Hinweis dazu: Aktuell muss noch ein komplettes Impressum in einen Newsletter integriert werden; der reine Link vom Newsletter auf das eigene Website-Impressum ist derzeit noch nicht ausreichend. Ach ja: Wer sich etwas tiefer mit den rechtlichen Fallstricken im E-Mail-Marketing auseinander setzen will, die leicht verständliche “Richtlinie für zulässiges E-Mail-Marketing” des eco-Verbandes hilft mir seit Jahren weiter.

Impressumspflicht bei Facebook
Der Rechtsanwalt Thomas Schwenke hat auf allfacebook.de eine perfekte Anleitung geschrieben, wie sich Facebook-Seiten innerhalb weniger Minuten mit einem rechtssicheren Impressum versehen lassen – und zwar am Besten direkt sichtbar in der Infobox.

Impressumspflicht bei Twitter
Jede Twitter-Seite, die nicht rein privat ist, benötigt ein Impressum. Dieses lässt sich am rechtlich sichersten in das Feld “Bio” integrieren – inklusive Linkverkürzer. Wie erklärt Thomas Schwenke hier. Sollte der Linkverkürzer irgendwann eingestellt werden und damit nicht mehr funktionieren, muss sofort ein neuer Verkürzer oder der ausführliche Link gesetzt werden. Ansonsten verliert dieser Impressums-Hinweis natürlich seine rechtliche Gültigkeit.

Impressumspflicht bei Google+
Bei Google+-Seiten ist zwischen Personenprofil und Unternehmensseite zu unterscheiden. Während sich bei Personenprofilen ein Impressum einfach in “über mich” integrieren lässt, ist dies bei Unternehmensseiten deutlich unklarer. Eine Infobox wie bei Facebook existiert schließlich nicht. Thomas Schwenke erklärt hier, wie man dieses Problem dennoch rechtssicher lösen kann – zumindest aus heutiger Sicht.

Impressumspflicht bei YouTube
Auch die Firmenpräsenz auf Youtube benötigt ein eigenständiges Impressum. Dieses lässt sich als Text oder Link schnell und einfach in das “Über mich” integrieren.

Impressumspflicht bei Pinterest
Auch wenn es derzeit noch nicht groß diskutiert wird – zumindest mir nicht bekannt -, so ist fest davon auszugehen, dass Pinterest-Seiten, die nicht rein privat sind, ein Impressum benötigen. Dazu lässt sich ein Link auf das eigene Impressum am einfachsten und damit für alle sichtbar direkt in “about” integrieren.

Gedankenspiele zu Online Relations vom 15. August 2012

Kaum ist man für eine Woche auf Island weg, trudeln parallel wieder eine Menge an interessanten Beiträgen ein, von denen ich dieses Mal 11 Lesetipps weiterempfehle.

Datenjournalismus: So war Olympia
Es war fast zu erwarten: Das Höher, Weiter, Schneller bei den Olympischen Spielen war natürlich etwas für die Datenjournalisten. Wer sich daran genauso wie ich daran erfreuen kann, dem empfehle ich den Guardian, der (mal wieder) dieses Thema vorbildlich umgesetzt hat.

E-Mail: Warum Infos nicht ankommen
Das Online-Marketing-Blog hat “7 goldene Regeln” für die Zustellbarkeit von E-Mails formuliert. Das Gute daran: Diese Regeln fokussieren sich ganz klar auf dieses oft zu wenig berücksichtigte Thema.

SEO vs. SEA: Die Kombination macht’s
Suchmaschinenoptimierung oder doch Suchmaschinenwerbung? Diese Frage beschäftigt viele Online-Marketeers – gerade aus Kosteneffizienzgründen. Gründerszene hat 5 Gründe aufgeführt, warum SEO nicht SEA komplett ersetzen kann und wie SEA-Kampagnen strategisch geplant werden sollten. Und wer sich eher mit SEO beschäftigen will: Gründerszene schlägt “31 geile SEO-Tools” vor. Jetzt fehlt nur noch die Zeit zum Ausprobieren.

SEO: Brand-Building bei Google
In einem längeren und spannenden Beitrag hat sich Martin Mißfeldt im tagSeoBlog Gedanken darüber gemacht, wie Unternehmen aus Google-Sicht einen Brand-Status erhalten könnten. Welches sind denkbare Brand-Faktoren? Und gibt es bald SEO-Brandbuilding?

Blogs: Die Risiken im Vorfeld bedenken
In ihrer durchweg hervorragenden Serie über Corporate Blogs hat sich die fleißige Kerstin Hoffmann jetzt mit den Risiken auseinandergesetzt. In 11 kompakten Ratschlägen gibt sie Tipps, wie Neu-Blogger mit Risiken umgehen bzw. diese durch sorgfältige Planung bereits im Vorfeld vermeiden sollten.

Facebook: Darum werden nicht alle Posts gezeigt
Im Zusammenhang mit den “Promoted Posts” gab es einige Zweifel daran, ob Facebook nicht die Verbreitung und die Sichtbarkeit von Beiträgen absichtlich beschneidet, um die neue Promotion-Funktion zu pushen. Thomas Hutter sagt “nein” und rechnet vor, warum es sinnvoll ist, nicht jedem jeden Beitrag anzuzeigen.

Twitter: Welche Länderchefs twittern?
Von Barack Obama ist es bekannt. Er twittert (teils selbst) gerne. Doch was ist mit anderen Weltpolitikern? Das Bernetblog hat die Studie Twiplomacy von Burson Marsteller untersucht, die 264 politische Twitter-Accounts aus 125 Ländern unter die Lupe genommen hatte. Das Ergebnis: Twittern: Manchmal. User-Interaktion: Nein. Zeitpunkt: Nur zu Wahlzeiten. Also eher Einwegkommunikation.

Social Media Monitoring: 32 Tools im Vergleich
Helene Fritzsche hat bei somemo die 2. Version ihres Vergleiches von 32 Tools für das Social Media Monitoring publiziert. Dabei unterscheidet sie zwischen den Kategorien Full-Service, Hybrid und Self-Service. Die schlechte Nachricht für Gratis-Jäger: Kostenlos sind nur die bekannten Google Alerts und Social Mention.

Tourismus: Wenn Online und Offline verschmelzen
Wie werden heute Online- und Offline-Welt verknüpft? Wie lassen sich Social, Local und Mobile verbinden? Welche Ausirkungen haben sie auf unsere Mobilität? Tourismuszukunft hat sich dazu vier Beispiele aus der Reise- und Autowelt – KLM, Lufthansa, Audi, Mercedes – rausgepickt.

Shitstorm: Ruhig bleiben
Nach Nico Lumma hat sich auch meedia dem Thema Shitstorms angenommen. Die “sechs Gründe, warum Sie dennoch nicht in Panik verfallen sollten” geben betroffenen Unternehmen eine gute Grundlage, etwas relaxter damit umzugehen.

Tool-Tipp: Duplicate Content aufspüren
Duplicate Content ist nicht nur aus SEO-Gründen ärgerlich. Wie sich solche Content-Kopisten gut aufspüren lassen, zeigen diese 5 Tools, die die karrierebibel vorgestellt hat. Und ja: Copyscape hilft mir seit Jahren treu.

“Stop talking about Social Media”

Dieses Zitat habe ich aus dem folgenden Video gezogen. Der Analyst und PR 2.0-Guru Brian Solis gibt Kommunikationsmanagern sehr verständliche Ratschläge, wie sie mit Social Media in Unternehmen und Organisationen umzugehen sollten. In diesen spannenden 6 Minuten wird deutlich, warum Solis zu den Vordenkern der Branche gehört. Daher mein Tipp: Dringend ansehen!

Wie geht das nochmals mit der Adresspflege?

Guten Tag, Frau Haag.

Diese Begrüßung, mit der mich vor wenigen Tagen ein Online-Redakteur aus der schönen Schweiz per Mail begrüßte und zu einer Branchenumfrage aufforderte, hat mich doch etwas überrascht. Post-Artikel mit Parfüm-Proben, Schmink-Sets und jugendlicher Haut fördernden Cremes bin ich angesichts meines Vornamens ja schon gewohnt. Aber dass mir ein – so die Referenzen – erfahrener Texter und Redakteur gleich einen neuen Vor- und Nachnamen verpassen würde, hat mich dann schon verwundert. Und als ich die “An”-Zeile etwas genauer betrachtet habe, fragte ich mich, wie alt diese E-Mail-Adresse wohl sein mag …

Wie war das nochmals mit dem Thema regelmäßiger Adresspflege? Und habe ich darüber nicht erst kürzlich hier geschrieben? Es scheint wohl ein Dauerproblem zu bleiben. Damit hat uns die Online-Welt doch zumindest diese Kontroll-Recherche so einfach gemacht.

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