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Ideen, Gedanken, Anmerkungen von Dominik Ruisinger – Journalist, Dozent, Coach, PR-Berater, Autor der Fachbücher 'Online Relations' und 'Public Relations'
dominikruisinger hat geschrieben 140 Artikel für GEDANKENSPIELE by Dominik Ruisinger

Ausstellungstipp: Der World Press Photo Award in Berlin

Trauer, Leid, Schreie, Tränen, Verzweiflung. Tiefe Gefühle bestimmen die  Ausstellung zum diesjährigen World Press Photo Award, die derzeit im Berliner Willy-Brandt-Haus gastiert. Bis zum 7. Juli sind die 143 Siegerfotos von 54 internationalen, preisgekrönten Fotografen noch in der SPD-Zentrale – leider nur im Erdgeschoss – zu bewundern. Und jeder sollte es.

Gerade die Bilder aus den Kriegsgebieten machen diese Ausstellung zu einem eindrucksvollen wie erbarmungslosen Spiegel der heutigen Kriege, von brutalen Verwüstungen und der grauenvoll darunter leidenden Bevölkerung. Neben dem Gewinnerbild von Paul Hansen, einer Gruppe von Männern in Gaza-Stadt, die zwei Kinder zu Grabe trägt, sind mir persönlich vor allem diese drei Bilder in Erinnerung geblieben, die mich nicht mehr loslassen.

Und ja, die Bilder tun teils richtig weh – und das sollen sie auch. Denn Krieg, Kämpfe, Vertreibungen ist ein Grauen, den niemand ertragen will. So sind solche Bilder auch immer als Aufrufe zu verstehen, einzugreifen und das Schreckliche des Schreckens zu verhindern oder zu beenden. Auch wenn es meist niemand tut.

Berliner Taxifahrer gegen das Leistungsschutzrecht

Zumindest so muss man diesen beschrifteten Kopfstützen-Überzug verstehen, der während exakt 15 Minuten und einem Kostenpunkt von 18 Euro vor meiner Nase mir diese wahre Information einflüsterte. Ist er nicht sympathisch, dieser Überzug?

Berliner Taxifahrer gegen das Leistungsschutzrecht

Berliner Taxifahrer gegen das Leistungsschutzrecht

Goldbach publiziert Social Media Monitoring Tool Report 2013

Goldbach Interactive hat auch für das Jahr 2013 wieder einen Social Media Monitoring Tool Report erstellt. Dazu wurden aus über 300 identifizierten Tools die ihrer Meinung nach wichtigsten Top-Tools identifiziert. Daneben hat Goldbach die Bereiche Individualisierbarkeit von Reporting Dashboards, erweiterte Reporting Funktionen und breitere Quellenabdeckung als Top Trends diesen Jahres definiert.

Auch wenn ich mir eine Einschätzung der Kosten als Kriterium gewünscht habe – dieser Punkt fehlt leider auch in dem ausführlichen Bericht dazu –, so gibt der Report doch einige nützliche Anhaltspunkte bei der nächsten Suche nach dem richtigen professionellen Monitoring Tool. Obwohl zur endgültigen Bewertung hilft es wahrscheinlich nur, die eigenen Anforderungen jeweils anhand von Test-Accounts zu überprüfen.

Infografik Social Media Monitoring Toolreport 2013, Goldbach Interactive (Switzerland) AG

Radicati Group: E-Mail-Nutzung steigt weiter an

Wie war das nochmals mit der immer wieder auftauchenden Story vom Ende der E-Mail? Diese Sage verschieben wir wohl besser in die fernere Zukunft. Laut der Radicati Group wird pro Tag weiterhin die unglaubliche Summe von 183 Mrd. E-Mails versendet. Im vergangenen Jahr hatten die weltweit 2,2 Mrd. E-Mail-Nutzer “nur” 144 Mrd. versendet.

Auch wenn Prognosen gerade in der sich so schnell wandelnden Online-Welt schwer sind: Dem E-Mail-Marketing wird eine weiterhin hohe Bedeutung beigemessen. So wird laut Radicati gerade die Zahl der Business-Mails weiter steigen. Bis zum Jahr 2017 wird insgesamt mit einem Wachstum von gut 30 Prozent gerechnet.

Die tägliche E-Mail-Nutzung steigt bis 2017 weiter an.

Radicati Group: E-Mail-Nutzung weltweit weiter steigend

Dass im Gegenzug die Zahl der privaten E-Mails in den nächsten fünf Jahren leicht zurückgehen soll, ist nicht weiter überraschend – und könnte nach meiner Einschätzung sogar noch deutlich stärker werden. Gerade WhatsApp, Skype, Facebook Messenger u.ä. sorgen weltweit dafür, dass die Nutzer einen immer größer werdenden Anteil ihrer privaten Kommunikation vom Medium E-Mail in die Messenger Services verlagert.

Die Radicati-Zahlen passen gut auch zu einer Studie des Wallstreet Journals aus dem Februar diesen Jahres: Danach halten 65% der Deutschen E-Mail am Arbeitsplatz für unverzichtbar, 72% finden in den sozialen Kommunikationsformaten keine Alternative zur E-Mail.

Also liebe, mich oft so nervende E-Mail: Du musst wohl noch ein paar Jährchen länger leben.

Storytelling-Trend: Ein Mann, sein Produkt, das Video

Es ist doch schon auffällig: In einem Video läuft ein Mann durch seine (Produkt-)Welt. Genau nach diesem Storytelling-Prinzip sind extrem viele und dazu wirklich erfolgreiche Kampagnen aufgebaut.

In all diesen Fällen – und die hier erwähnten sind nur ein paar Beispiele, die mir spontan in den Kopf kamen – gibt es immer einen Protagonisten, der die Geschichte seiner Traditionsmarke (Whiskey, Wein, McLaren) bzw. Geschichten um seine Marke (Rasierer, Holland) erzählt – unabhängig davon ob es sich dabei um ein Getränk, ein Reiseziel oder eine Automarke handelt.

Und was machen wir als Betrachter? Wir folgen dem Erzähler staunend auf seinem Weg, wie er uns durch seine Produktwelt führt und dabei die Geschichte seiner Marke erzählt.

Johnnie Walker: Die Geschichte der schottischen Whiskey-Marke

Wein: Die Geschichte zur kalifornischen Weinmarke

McLaren: Die Geschichte zum 50-jährigen Jubiläum

Rasierer: Die Geschichte des Dollar Shave Club

Holland: Die Geschichte vom coolen Nachbarn

Welche Beispiele würden euch/Ihnen noch einfallen, die auch diesen Trend aufgegriffen haben bzw. nach diesem Schemata aufgebaut sind? Ich erinnere mich noch an eine Biermarke, die ihre Geschichte ähnlich erzählt.

Die Lesetipps in den Gedankenspielen vom 07. Juni 2013

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Altkleidercontainer-MashUp: So einfach wäre Online-Mehrwert

In meinen Beratungsprojekten diskutieren wir derzeit viel über Themen wie Medien- und Social Media Strategien. Dabei steht zumeist die Frage nach dem Mehrwert von Online-Maßnahmen im Zentrum, der für manche Branche nicht immer ganz einfach zu finden und zu definieren ist. Andere verpassen dagegen die Chance, mit einfachen Online-Maßnahmen einen wirklich guten Service als Mehrwert zu bieten. Eines dieser Beispiele ist mir heute begegnet.

Kurz zum Hintergrund: Pünktlich zum Sommerstart – hoffen wir mal – habe ich meinen Kleiderschrank etwas ausgemistet. Dabei entdeckte ich u.a. einen alten Anzug und ein Hemd, die beide noch völlig okay sind, die ich aber in den letzten 2-3 Jahren nie getragen habe. Warum nicht eine gute Sache tun und die Kleider an ärmere Leute spenden, dachte ich mir.

Auf der Suche nach dem nahen Container
Dazu fielen mir sofort die großen Kleidercontainer ein, die jeder von uns schon mal gesehen hat. Also stellte ich mir die Frage, wo diese Container denn genau stehen könnten. Welcher wäre für mich der nächste? Steht vielleicht einer sogar in einer Nebenstraße? Also begab ich mich auf die Suche.

Im Netz entdeckte ich bei einem Straßenführer durch Berlin diese Liste mit 388 Altkleidercontainern in Berlin. “Entdecke neue und beliebte Altkleidercontainer” warb die Seite. Was für ein Mehrwert ein besonders beliebter Container dem Website-Besucher bringen soll, ist mir unklar. Viel lieber hätte ich gewusst, ob einer dieser 388 Container vielleicht in meiner Nähe steht.

Als Antwort auf meine Frage ging ich auf die Seite des Deutschen Roten Kreuz, die schließlich sich um die Inhalte der Container kümmert. In einem wirklich detaillierten Beitrag “Transparenz-Initiative Altkleider” informierte das DRK über die Gründe und den Ablauf des Sammelns, den Verwendungszweck und vieles mehr. Nur mit meiner Kernfrage kam ich auch hier nicht weiter. Schade eigentlich. Denn sollte das Sammeln von Altkleidern nicht möglichst einfach gemacht werden?

Der Weg zum Altkleidercontainer-MashUp
Die Lösung wäre doch logisch und leicht umsetzbar: Man nehme diese wunderbaren 388 Adressen von Altkleidercontainern – und diese allein für Berlin, kombiniere diese Adressen mit dem Kartenmaterial von OpenStreetMap, wie es beispielsweise Wheelmap.org so vorbildhaft gemacht hat, und bilde daraus das MashUp. Jeder mögliche Kleiderspender würde künftig sofort den Ort finden, wo er seine Kleider in die Klappe werfen könnte. Ach ja: Die passende Domain mit Altkleidersammlung.org wäre laut nic.com auch noch frei.

P.S.: Was ich mit meinen Sachen dann schlussendlich gemacht habe, darüber schweige ich heute besser.

Infografik: Die 200 Ranking-Faktoren bei Google

Was für eine Arbeit! Der SEO-Spezialist Brian Dean hat sich die Mühe gemacht, die bei Google oftmals erwähnten 200 verschiedenen Ranking-Faktoren aufzuführen und kompakt zu beschreiben. Auf Searchenginejournal hat er dazu eine Infografik erstellt, in der die gut 200 Faktoren übersichtlich in zehn Bereiche aufgeteilt beschrieben zu finden sind.

Auch wenn Google selbstverständlich diese Faktoren regelmäßig anpasst, überarbeitet, unterschiedlich gewichtet, so ist diese Sammlung doch eine hilfreiche Orientierung. Im Einzelnen werden neben Alter und Registrierdauer einer Domain unter anderen die folgenden Ranking-Faktoren in der Grafik erwähnt und teils mit Kommentaren des Google-SEO-Chefs Matt Cutts näher erläutert:

Page-Level Faktoren

  • Keyword-Position in Domain oder Subdomain
  • Keyword im title, im description und im H1 Tag
  • Relevanz und Aktualität von Unique Content
  • Zahl, Qualität und Relevanz von ein- und ausgehenden Links
  • Korrekte Rechtschreibung und Grammatik
  • Qualitätssignale wie multimedialer Content

Backlink-Faktoren

  • Links von älteren Seiten
  • Links von .edu oder .gov Domains
  • PageRank und Relevanz der verlinkenden Seiten
  • Keine Links von “Bad Neighborhoods”
  • Anzahl der Social Shares
  • Position des Links auf einer Seite
  • Keyword im Linktext enthalten

Social Signals

  • Anzahl der Google+1 inkl. der Relevanz der G+-User
  • Beiträge von Autoren in den eigenen Google+-Circles
  • Anzahl der Tweets und Bedeutung des Twitterers
  • Anzahl der Facebook-Shares und begrenzt – Likes
  • Bedeutung der betreffenden Facebook-Seite
  • Verbindung mit weiteren Social Sharing Diensten
  • Anzahl der RSS Abonnenten
Infografik mit 200 Ranking Faktoren bei Google

Infografik mit 200 Ranking Faktoren bei Google

Gefunden auf onlinemarketing.de

Meine Top10-Tools für das Online-Marketing

Bei meinen Seminaren, Workshops und Coachings werde ich regelmäßig nach empfehlenswerten Tools rund um Online-PR, Online Relations, Online-Marketing gefragt. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, in diesem Post meine derzeitigen Top-10-Tools (okay, ich könnte 10 weitere nennen) für den Bereich Online-Marketing kurz vorzustellen. Ach ja: Die vielen Social Media Tools habe ich für diesen Beitrag bewusst (fast) rausgehalten.

Betreffzeilen-Check per Litmus
Wie lange sollte eine Betreffzeile eines Newsletters oder einer versendeten Pressemitteilung sein? Das heißt, wie viel von den Inhalten bleibt in E-Mail-Clients wirklich sichtbar? Dieser Subject Line Checker macht für 7 Clients deutlich, warum die Kernaussage in die ersten 25 Zeichen des Betreffs gehört.

Content-Klau per Copyscape:
Gibt es andere Webseiten, die denselben Content beinhalten? Mit Copyscape (alternativ: Article Checker oder Similar Page Checker) lassen sich schnell inhaltliche Kopien von Homepages und Unterseiten herausfinden. Ich habe selbst mal einen Kopisten entdecken müssen …

Auflagen-Entwicklung per Meedia-Analyzer:
Wie hat sich die Auflage einer Zeitung und Zeitschrift bzw. die Nutzerzahlen auf einer Website verändert? Wie sieht der generelle Trend aus? Der Analyzer von Meedia gibt einen guten Überblick über den Verlauf und die Entwicklung innerhalb der vergangenen Zeit.

Such-Trends per Google Trends:
Wie stark hat sich das Suchvolumen nach einem Begriff in den letzten Wochen, Monaten und Jahren entwickelt? Mit Google Trends ist dies ein Kinderspiel. Damit lässt sich zum Beispiel die Nachhaltigkeit von Kampagnen bezogen auf das erreichte Produktinteresse Suchinteresse einschätzen.

Keyword-Suche per KeywordTool‎:
Wie stark wird nach meinen gewählten Keywords wirklich gesucht? Wer seine Begriffe in das Google AdWords Keyword Tool eingibt, wird nicht nur das monatliche Suchaufkommen zum Begriff sondern auch eventuelle Alternativen entdecken. Ach ja: Das Tool soll anscheinend bald abgelöst werden …

Account-Check per knowem:
Welche Social Media Plattformen und Netzwerke sind noch für meinen Marken- oder Unternehmensnamen frei? Mit knowem (oder alternativ NameChk) lässt sich für 500 weltweite Netzwerke parallel überprüfen, wo der eigene Name noch frei ist, um diesen zu reservieren, bevor es ein anderer tut.

Website-Entwicklung per Archive.org:
Wie hat sich das Aussehen einer Website über die Jahre verändert? Neben einem Blick auf eine Website-Entwicklung ist dieses Tool sehr hilfreich, um vor dem Erwerb einer Domain herauszufinden, ob und was auf dieser früher gelaufen ist. Nicht dass später negative Überraschungen auftreten …

Website-Infodienst per Watchthatpage:
Wurden auf einer Website ohne eigenes Wissen Veränderungen vorgenommen? WatchThatPage informiert, sobald irgendeine textliche Veränderung auf einer selbst gewählten Website vorgenommen wurde. Praktisch gerade für das Monitoring von Eigen- und Fremdseiten.

Responsive Design per AMI:
Ist meine Seite “responsive”? Mit einem Klick lässt sich herausfinden, ob eine Website auf diversen Endgeräten wie Laptop, Tablet oder Smartphone gut aussieht oder dringend angepasst werden sollte. Ein Thema, was durch die gesteigerte mobile Nutzung immer relevanter wird.

Impressum-Check per Generator:
Wie baue ich ein rechtssicheres Impressum auf? Oder überprüfe ein vorhandenes, um eventuelle Abmahnungen zu umgehen? Mit dem Impressum-Generator kann sich jeder innerhalb weniger Sekunden und anhand eigener Vorgaben ein individuelles Impressum erstellen.

Meine Frage: Welche wichtigen Tools habe ich vergessen und sollten ebenfalls empfohlen werden?

Die Lesetipps in den Gedankenspielen vom 30. Mai 2013

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